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Vorlage - 2015/0323  

Betreff: Antrag der Fraktion Die Linke und Fraktion Piraten-AL
- Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe -
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag Die Linke
Federführend:FB 42 - Kinder-Jugend-Familie Bearbeiter/-in: Kreß, Ursula
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie Entscheidung
28.05.2015 
des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag

 

Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe


Sehr geehrter Herr Klonki,

DIE LINKE. Fraktion Herne/Wanne-Eickel und die Fraktion Piraten-AL bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie zu nehmen.


Beschlussvorschlag

1.      Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie erklärt sich solidarisch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Sozial- und Erziehungsberufen bei der Stadt Herne und unterstützt deren Forderung nach einer Höhergruppierung entsprechend ihrer tatsächlichen Arbeit.

2.      Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie bittet den Oberbürgermeister der Stadt Herne, im kommunalen Arbeitgeberverband seinen Einfluss zu nutzen, um schnellstmöglich für eine Tarifeinigung zu sorgen, die den Forderungen von verdi als Interessenvertretung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Sozial- und Erziehungsberufen entgegen kommt.

 

Begründung

Die Anforderungen an die Arbeit der Erzieher und Erzieherinnen in den Tagesstätten sind in dem letztem Jahrzehnt kontinuierlich angestiegen. Immer neue Bildungspläne regeln den Berufsalltag. Die Sozialraumorientierung als Konzept für Kindertageseinrichtungen wurde eingeführt. Viele Einrichtungen haben sich von der Tageseinrichtung für Kinder zu komplexen Familienzentren entwickelt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der offenen Kinder- und Jugendarbeit haben sich in den letzten Jahrzehnten vom einrichtungsbezogenen Betreuungspersonal zu kollegialen Ansprechpartnerinnen und -partnern und zu (Lebens-)Beraterinnen und Beratern für alle Kinder- und Jugendlichen entwickelt. Sozialraumorientiert arbeiten sie, wenn andere frei haben.

Honoriert wurden diese Mehrleistungen nicht - weder durch eine angemessene Bezahlung noch durch veränderte Rahmenbedingungen. Der Personalschlüssel in allen Einrichtungen ist viel zu knapp bemessen. Für Dokumentation, Reflexion und Dialog, die zu Recht in allen Arbeitsfeldern ausgebaut wurden, bleibt kaum Zeit, obwohl es verlangt wird.

Das Gehalt in den Sozial- und Erziehungsberufen liegt aktuell auf dem Niveau von 1991 obwohl viele Kosten seitdem deutlich gestiegen sind.

Die Forderungen von verdi, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sozial- und Erziehungsberufen entsprechend ihrer tatsächlichen Arbeit höher einzugruppieren, ist längst überfällig. Denn: Das muss drin sein! Der Wert der Arbeit bemisst sich nämlich nicht nur über verbale Anerkennung, sondern auch über ein angemessenes Gehalt.

 

 


 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Drazan Nujic Gabriele Bitzer
DIE LINKE. Fraktion Fraktion Piraten-AL