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Vorlage - 2015/0340  

Betreff: Bochumer Straße - Radverkehrsführung im Bereich zwischen Westring/Hölkeskampring und Südstraße
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Klein Altstedde, Jürgen
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Gorba-Karwath, Sabine
Beratungsfolge:
Bezirksvertretung Herne-Mitte Vorberatung
03.06.2015 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte geändert beschlossen   
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Entscheidung
20.08.2015 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

Finanzielle Auswirkungen in €

 

 

Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 54.01

Bez.:Öffentliche Verkehrsflächen

Nr.: 14

Bez.: Bilanzielle Abschreibung

 

-1.000,00 €

p.a. (Folgejahre)

Nr. 54.02

Bez.: Verkehrsanlagen

Nr.: 14

Bez.: Bilanzielle Abschreibung

 

-1.890,00 €

p.a. (Folgejahre)

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.: 7.541006

Bez.: Bochumer Straße

Nr.: 8

Bez.: Auszahlung für Baumaßnahmen

-50.000,00 €

 

Nr.: 7.542006

Bez.: Beleuchtung Bochumer Straße

Nr.: 8

Bez.: Auszahlung für Baumaßnahmen

 

-47.300,00 €

 

 

 

 

 

 


Beschlussvorschlag:

 

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt die Radverkehrsführung auf der Bochumer Straße im Bereich zwischen Westring/Hölkeskampring und der Südstraße sowie die erforderliche bauliche Umgestaltung der Knotenpunkte Berninghausstraße, Regenkamp und Gräffstraße gemäß den in der Anlage beigefügten Planunterlagen (Stand 19.05.2015) und der nachfolgenden Baubeschreibung.

 


Sachverhalt:

 

  1.    Allgemeines

Die Bochumer Straße ist eine Landstraße mit der Bezeichnung L551. Im Netz der Stadt Herne hat sie die Funktion einer Verbindungsstraße zwischen den Städten Herne und Bochum. Südlich des Betrachtungsraumes befindet sich die Anschlussstelle Bochum-Riemke (Nr. 16) der Autobahn BAB A43. 

 

Die Bochumer Straße hat für Rad fahrende Berufspendler aufgrund ihrer ortsverbindenden Funktion sowie durch die direkte Nord/Süd Ausrichtung mit Vernetzung in West/Ost Richtung eine besondere Bedeutung. Das Radverkehrsnetz in West/Ost Richtung ist gut ausgebaut (Westring/Hölkeskampring und Holsterhauser Straße/Sodinger Straße) und bietet ausreichend Möglichkeiten für kurze, schnelle Wegeverbindungen. In Nord/Süd Richtung ist dagegen das Angebot für Rad fahrende im Bereich der Bochumer Straße bis dato defizitär und wenig zeitgerecht. Im Zeichen der Klimaschutzanforderungen, der Luftreinhaltung und der allgemeinen „Verlärmung“ von engen Ballungsräumen zeigen sich erste Tendenzen im Umdenken zur Verkehrsmittelwahl. Hier steht die vermehrte Fahrradnutzung mit an erster Stelle. Die Bochumer Straße wird in der überregionalen Radwegenetzbeschilderung des Landes NRW ausgewiesen. Dies zeigt, wie wichtig diese Verbindung von externer Seite aus gesehen wird. Durch die vorhandene Grünwegeverbindung im Knotenpunkt Bochumer Straße/Regenkamp in West/Ost Richtung ergibt sich zusätzlich ein Potential von Radverkehren aus dem Freizeitbereich.  

 

Das Thema Radweganlage / Sanierung / Umgestaltung im Bereich der Bochum Straße zwischen dem Hölkeskampring und der Südstraße wird seit Anfang des Jahres 2009 im Rahmen von Sitzungen der BV Herne-Mitte und des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung diskutiert.

Mit Beschluss der BV Herne-Mitte vom 25.11.2010 wurde die Verwaltung gebeten, eine Gesamtsanierung der Bochumer Straße mit Neuanlage von Radfahrstreifen unter Berücksichtigung von Förder- und Realisierungsmöglichkeiten zu prüfen.

 

Anfang des Jahres 2012 hat die Verwaltung der Stadt Herne das Ingenieurbüro Kühnert aus Bergkamen beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung der Bochumer Straße zu erarbeiten.

Folgende Aspekte sollten in der Gesamtbetrachtung als wesentliche Eckpunkte zur Entscheidungsfindung betrachtet werden:

  • Ersatzlose Entnahme des Gleiskörpers
  • Anlegen einer Radwegeführung
  • Verbesserung der Verkehrslärmsituation
  • Berücksichtigung der vorhandenen Beleuchtungssituation
  • Variantenentwicklung (2-spurige / 4-spurige Verkehrsführung)
  • Kostenermittlung
  • Aussage zu möglicher Refinanzierung aus dem KAG
  • Aussage zu möglicher Refinanzierung im Rahmen einer Fördermaßnahme

 

Der Auftrag wurde abgearbeitet und den bürgerschaftlichen Gremien im Ergebnis drei mögliche Konzeptvarianten präsentiert. Eine Vorzugsvariante zur weiteren Entwicklung wurde nicht festgelegt.

 

In der Folgezeit erfolgte im Zuge eines ersten Bauabschnittes (Beschluss vom 05.11.2013) die ersatzlose Entnahme der Gleisanlage in dem oben genannten Abschnitt. Die Fahrbahn erhielt in den Grenzen der ehemaligen Gleistrasse eine neue Asphaltdeckschicht.

Anschließend wurde in einem zweiten Bauabschnitt (Beschluss vom 24.06.2008) der Kreisverkehrsplatz an der Bochumer Straße/Südstraße mit Anschluss an die Ortsgrenze zur Stadt Bochum neu erstellt/umgestaltet.

Im Rahmen eines dritten Bauabschnittes sollte ein Konzept zur Radwegführung durch die Verwaltung erarbeitet werden.

 

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes wurde in Abstimmung mit Vertretern der bürgerschaftlichen Gremien im Bereich zwischen der Südstraße und dem Hölkeskampring eine provisorische Gelbmarkierung aufgebracht. Die provisorische Markierung hat den Charakter eines Feldversuches und kombiniert die Anforderungen des Radverkehrs mit denen des Motorisierten Individualverkehrs (MIV). Die wesentlichen Aspekte der Versuchsanordnung sind zwei überbreite Richtungsfahrspuren (je Fahrtrichtung eine) in Kombination mit zwei Meter breiten Schutzstreifen für den Radverkehr. Ziel dieser Maßnahme war, eine zweispurige Verkehrsführung mit Angebot für Radfahrende zu schaffen, grundsätzlich aber eine vierspurige Nutzung durch den MIV im Bedarfsfall (Vorbeifahrten an Links- und Rechtsabbiegern) zu ermöglichen. Diese Lösung ermöglicht zudem, dass am Straßenrand Be- und Entladeverkehre stattfinden können. Gleichzeitig sollte die Entwicklung der verkehrlichen Situation während der Probephase kontinuierlich beobachtet und Verkehrsdaten erhoben werden.

 

  1. Konzeption

Das Konzept zur zukünftigen Nutzung der Bochumer Straße berücksichtigt sowohl die Belange der Radfahrenden als auch die der Nutzer des MIV. Es bietet eine durchgängige Radverkehrsführung an, lässt Optionen für zukünftige Entwicklungen offen und richtet insbesondere den Focus auf eine verkehrssichere Ausgestaltung der lichtsignalisierten Knotenpunkte Berninghausstraße, Regenkamp und Gräffstraße für Radfahrende.

 

2.1 Verkehrsdaten

Auf der Bochumer Straße befindet sich eine Dauerzählstelle des Ruhrpiloten. Es werden durchgängig Verkehrsdaten über 24 h erhoben. Zum Vergleich hat die Verwaltung mittels eigener Seitenradargeräte (SDR) eine weitere Zählung durchgeführt. Zur Validierung der aktuellen Verkehrsdaten dienen zusätzlich Erhebungen im Rahmen der Bundesweiten Straßenverkehrszählung 2005 sowie Verkehrszählungen von drei verschiedenen Ingenieurbüros aus den Jahren 2009 – 2012.

 

Die vorliegende Datengrundlage ermöglicht ein umfassendes Bild über die Entwicklung der Verkehrsmengen/-zusammensetzung in dem hier in Rede stehenden Teilbereich der Bochumer Straße in den letzten 10 Jahren. Das Ergebnis zeigt, dass die Verkehrsbelastung in diesem Streckenabschnitt nahezu konstant geblieben ist:

 

Gesamtverkehr  : ca. 14.000 Kfz/24h

LKW-Anteil : ca. 3%

 

2.2         Unfalldaten

Im Zeitraum der Probephase wurden keine Unfälle mit Radfahrenden registriert, die als Indiz für eine unsichere Verkehrsführung gewertet werden könnten.

 

2.3         Verkehrssituation

Mit einer Gelbmarkierung wurde zum einen eine „Zweispurigkeit“ (überbreite Fahrspur) und gleichzeitig eine Radverkehrsspur in einer längeren Probezeit getestet und beobachtet, vor allem unter dem Aspekt vor, während und nach dem Bau des Kreisverkehres an der Südstraße. In diesem Beobachtungszeitraum ist zum einen die Leistungsfähigkeit des MIV immer gewährleistet gewesen und zum anderen ist die Radverkehrsanlage vollständig akzeptiert worden. Als Schlussfolgerung hat sich der Probeversuch in allen Belangen bewährt und kann so endgültig umgesetzt werden.

 

2.3.1 Aktuell

Im Rahmen fortwährender Beobachtungen wurde festgestellt, dass in den Hauptverkehrszeiten Rückstautendenzen am Knotenpunkt Bochumer Straße/Berninghausstraße in Fahrtrichtung Herne Mitte erkennbar sind. Grund hierfür ist unter anderem die verkürzte Grünphase in Fahrtrichtung Herne Mitte, verursacht durch das eigene Signal für die Linksabbieger in Fahrtrichtung Berninghausstraße. Dieser Verkehrszustand ist an vergleichbaren Stellen im innerstädtischen Netz nicht unüblich, erzeugt jedoch wenig Akzeptanz bei den Betroffenen.

 

2.3.2 Entwicklung

Auf Grund der gleichbleibenden Verkehrsmengen/-zusammensetzung in den letzten zehn Jahren, gibt es derzeit keine plausible Annahme für eine Änderungstendenz. Befürchtungen einer Zunahme der Verkehrsmenge während des geplanten sechsspurigen Ausbau der BAB 43 sind aus Sicht der Verwaltung nicht begründet, da der verantwortliche Baulastträger Landesbetrieb Straßenbau NRW während der Bauzeit eine durchgängige Befahrbarkeit einplant.

 

Durch eine Veränderung an der Lichtsignalanlage Berninghausstraße (siehe hierzu Pkt. 2.4.2) soll eine Verlängerung der Grünzeit in Fahrtrichtung Herne Mitte ermöglicht werden. Ziel dieser Maßnahme ist eine Entspannung der Rückstausituation in den Hauptverkehrszeiten (siehe hierzu Pkt. 2.3.1) zu erreichen.

 

2.4         Radverkehrsführung

2.4.1 Strecke

Auf dem Abschnitt der Bochumer Straße zwischen Gräffstraße und Südstraße  ist geplant einen Schutzstreifen mit einer Breite von 2,0 m zu markieren. In Abschnitten mit Längsparkstreifen wird in weiß zusätzlich der Sicherheitstrennstreifen (0,50 m) gemäß den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) aufgebracht.

 

Zur Verbesserung des Angebots für Radfahrende ist darüber hinaus geplant, an lichtsignalgeregelten Knotenpunkten (LSA) mit Linksabbiegern in der jeweiligen Fahrtrichtung aufgeweitete Radaufstellstreifen gemäß ERA 2010 einzurichten.

 

2.4.2   Knotenpunkt Bochumer Straße/Berninghausstraße

Hier hat der relevante Linksabbieger heute ein eigenes Signal. Das Signal soll durch eine volle Scheibe ersetzt werden, da die Anzahl der links abbiegenden Kfz nur gering ist. Gleichzeitig wird der Linksabbieger bedingt verträglich mit der stadteinwärtigen Hauptrichtung freigegeben. Im Bereich des Linksabbiegers ist ein aufgeweiteter Radaufstellstreifen vorgesehen. Die vorhandenen Dedektoren in der Fahrbahndecke auf der Bochumer Straße werden nach Erfordernis angepasst.

Die bedingt verträgliche Freigabe des Linksabbiegers mit der stadteinwärtigen Hauptrichtung ermöglicht zudem die unter 2.3.2 beschriebene Verlängerung der Grünzeit in Fahrtrichtung Herne-Mitte.

 

2.4.3   Knotenpunkt Bochumer Straße/Regenkamp

Im Knotenpunkt Regenkamp bleiben die Wegeführungen für Fußgänger und MIV bis auf weiteres unverändert erhalten.

 

Die Radfahrenden werden auf der Bochumer Straße in nördlicher und südlicher Richtung mittels eines durchgängigen Schutzstreifens geführt.

In Fahrtrichtung Bochum wird der Haltebalken für den MIV gegenüber dem Haltebalken für Radfahrende um drei Meter in Richtung Norden zurückgesetzt. Ziel ist hier, Radfahrende für den rechtsabbiegenden MIV erkennbarer zu positionieren und damit die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

In Fahrtrichtung Herne Mitte ist geplant, einen aufgeweiteten Radaufstellstreifen gemäß ERA 2010 einzurichten. Grund hierfür ist, den in die Straße Regenkamp abbiegenden Radfahrenden bei Rotsignal einen bevorrechtigten und damit sicheren Aufstellbereich anzubieten. Zusätzlich wird in nördlicher Richtung, ca. 10 m nach der  Einmündung zur Kleingartenanlage, der vorhandene Hochbordstein auf einer Länge von ca. 4 m als Auffahrt abgesenkt und die vorhandene Gehwegoberfläche bis zur Fußgängerfurt in einer Breite von 2 m gegen rotes ungefastes Betonsteinpflaster 10/20/08 ausgetauscht. Mit diesem Angebot können Radfahrende außerhalb des fließenden Verkehrs die Bochumer Straße an der signalisierten Fußgängerfurt gesichert fußläufig in Richtung der Straße Regenkamp queren.

 

Mittelfristig ist geplant, diesen Knotenpunkt noch einmal auf weitere Perspektiven, besonders im Hinblick auf eine Steigerung der verkehrssicheren Führung von Radfahrenden, genauer zu untersuchen. Hierzu sind bereits erste Ideen entwickelt worden, die in der Tendenz den Bau eines Kreisverkehrsplatzes beinhalten. Ziel ist hier, die Nutzungsentwicklung der Grünwegeverbindung West/Ost Verbindung zu berücksichtigen und den Knotenpunkt für alle Nutzungsarten verkehrssicher und leistungsfähig zu gestalten. Im vorliegenden Konzept ist diese Überlegung als Option enthalten und kann problemlos später integriert werden. Einer kurzfristigen Untersuchung bzw. Umsetzung stehen eventuell notwendige Grunderwerbe (zeitlicher Vorlauf) sowie hohe Investitionskosten entgegen. Im Haushaltsplanentwurf 2016 beabsichtigt die Verwaltung mittelfristig für einen potentiellen Kreisverkehr entsprechende Mittel einzuplanen. Die Verwaltung geht davon aus, dass es dann hierfür entsprechende Fördermöglichkeiten geben wird. Diese Refinanzierung wird zur Zeit geprüft.

 

2.4.4   Knotenpunkt Bochumer Straße/Gräffstraße

Im Knotenpunkt Gräffstraße wird die Führung des Radverkehrs wesentlich verändert. Ziel ist hier, die Verkehrssicherheit für Radfahrende zu verbessern und somit die Akzeptanz des zukünftigen Angebotes zu erhöhen.

 

Derzeit werden die Radfahrenden im Bereich zwischen dem Westring/Hölkeskampring und der Gräffstraße in beiden Fahrtrichtungen auf Radwegen in Hochbordlage geführt. Die nördliche signalisierte Querung der Bochumer Straße ist nach Fußgängern und Radfahrenden separiert. Auf der westlichen Seite der Bochumer Straße endet der Radweg nördlich der Einmündung Gräffstraße  vor einem Absperrgitter. Die Radfahrenden werden an dieser Stelle ohne ein weiteres Angebot fußläufig über die Gräffstraße geführt. In Fahrtrichtung Bochum beginnt der Schutzstreifen auf Grund der erforderlichen Verflechtungstrecke für den MIV nach ca. 100 m. In diesem Bereich müssen sich die Radfahrenden gemeinsam mit dem MIV den vorhandenen Verkehrsraum in gegenseitiger Rücksichtnahme teilen.

Auf der östlichen Seite der Bochumer Straße werden die Radfahrenden mit einem Schutzstreifen bis zur nördlichen Einmündung der Straße Am Westbach geführt. Ab dieser Einmündung ist dann in nördliche Richtung der vorhandene Radweg in Hochbordlage zu nutzen.

 

Die Konzeptplanung sieht vor, den auf der westlichen Seite in Hochborlage geführten Radweg an den Fahrbahnrand zu verschwenken und auf Fahrbahnniveau abzusenken. Ab diesem Bereich ist das vorhandene rote Pflaster in südlicher Richtung bis zur Einmündung Gräffstraße gegen graues Betonsteinpflaster 10/20/8 cm auszutauschen. Der vorhandene Lichtsignalmast ist in westliche Richtung zu versetzen. Mittels eines neuen Vorsignals für den Radverkehr wird den Radfahrenden zukünftig ermöglicht, die erforderliche Verflechtungsstrecke vor dem MIV zu erreichen, ohne sich in den fließenden Verkehr einfädeln zu müssen. Zusätzlich wird die Verflechtungsstrecke für den MIV von derzeit 100 m Länge  auf 80 m verkürzt. Ziel ist hier, den schutzfreien Raum für Radfahrende auf ein Minimum zu reduzieren.

Die vorhandene Bordanlage im Bereich des verschwenkten Radweges wird zurückgesetzt und den neuen Anforderungen entsprechend angepasst. Das vorhandene Absperrgitter entfällt ersatzlos. Die Markierung auf der Gräffstraße ist gemäß der veränderten Wegeführung zu modifizieren.

 

Auf Grund fehlender Wegenetzverbindungen und im Sinne der Prävention gegen das falsche Nutzen von Radverkehrsanlagen in Gegenrichtung ist geplant, die signalisierte Querung der Bochumer Straße nördlich der Gräffstraße zukünftig nur noch zur fußläufigen Nutzung anzubieten und den hochbordgeführten Radweg auf der östlichen Seite der Bochumer Straße von der Lichtsignalanlage bis zur Einmündung Am Westbach zurückzubauen. Im Sinne dieser Maßnahme ist die Mittelinsel entsprechend umzugestalten, die Markierung anzupassen und das vorhandene rote Betonsteinpflaster in den vor beschriebenen Bereichen gegen graues Betonsteinpflaster 10/20/8 cm auszutauschen.

Südlich der Einmündung Gräffstraße ist in Fahrtrichtung Herne Mitte darüber hinaus das Einrichten eines aufgeweiteten Radaufstellstreifens gemäß ERA 2010 geplant. Grund hierfür ist, den in die Gräffstraße  abbiegenden Radfahrenden bei Rotsignal einen bevorrechtigten und damit sicheren Aufstellbereich anzubieten. Hier hat der relevante Linksabbieger heute ein eigenes Signal. Das Signal soll durch eine volle Scheibe ersetzt werden, da die Anzahl der links abbiegenden Kfz nur gering ist. Gleichzeitig wird der Linksabbieger bedingt verträglich mit der stadtauswärtigen Hauptrichtung freigegeben. Die vorhandenen Dedektoren in der Fahrbahndecke auf der Bochumer Straße werden nach Erfordernis angepasst.

 

  1. Grunderwerb

Grunderwerb ist zur Umsetzung der geplanten Maßnahme nicht erforderlich.

 

  1. Kosten

 

4.1 Lichtsignalanlagen

Die Kosten für den Umbau/Ergänzung der Lichtsignalanlagen, für das Anpassen der Detektoren und für die Neuberechnung der Zwischenzeiten  werden ca. 47.300,00 € betragen.

 

4.2 Markierung

Die Kosten für das Entfernen der Gelbmarkierung und für das Aufbringen der neuen weißen Markierung werden mit ca. 25.000,00 € veranschlagt.

 

4.3 Bauliche Arbeiten

Die Kosten für die Rück-/Umbauarbeiten an den Knotenpunkten Bochumer Straße/Regenkamp und Bochumer Straße/Gräffstraße  sind in Höhe von ca. 25.000,00 € kalkuliert.

 

4.4 Gesamtkosten

Die Gesamtkosten der geplanten Maßnahme werden derzeit mit ca. 97.300,00 € geschätzt.

 

  1. Baubeginn/Bauzeit

Derzeit ist geplant, die Maßnahme nach Beschlussfassung noch im Jahr 2015 umzusetzen. Die Bauzeit ist auf Grund der unterschiedlichen Gewerke und der Witterungsabhängigkeit derzeit nicht abschätzbar. Ziel ist, die Bauzeit und damit die Beeinträchtigung der Anwohnerinnen/Anwohner und der Verkehrsbeteiligten so kurz wie möglich zu halten.

 

Der Oberbürgermeister

in Vertretung

 

 

 

Friedrichs

Stadtrat

 

 


 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 150519_Bochumer_Straße_Markierungsplan-GräffstrM250 (442 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich 150519_Bochumer_Straße_Markierungsplan-M500 (1857 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich 150519_Bochumer_Straße_Markierungsplan-Regenkamp 250 (426 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Beschlussauszug_BVH_zur_Vorlage _20150340 (391 KB)