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Herne solidarisch

Netzwerk richtet Hilfsfonds „Herne solidarisch“ ein

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda stellt den Hilfsfonds „Herne solidarisch“ vor. Durch die gemeinsame Aktion des Vereins „Herne hilft“, der Schuldnerberatung, des Deutschen Roten Kreuzes Herne, des Caritasverbands Herne, des Zeppelin-Zentrums und des städtischen Ehrenamtsbüros sollen Hernerinnen und Herner unterstützt werden, die auf Grund der steigenden Energiepreise in diesem Winter eventuell finanziell ans Limit kommen.

„Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger unterstützen, die keine Sozialleistungen bekommen, aber durch die steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten stark belastet werden“, sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda am Donnerstag, 22. September 2022, bei der Vorstellung des Projekts. Dabei setzt das Hilfsangebot auf ein starkes Netzwerk aus Sozialverbänden und bestehenden Anlaufstellen für Hilfesuchende.

Der Hilfsfonds ist mit einem Sockelbeitrag ausgestattet, er soll durch das Werben um weitere Spenden aber noch wirkkräftiger und handlungsfähiger werden. Aus diesem Grund richtet sich der Oberbürgermeister an die Hernerinnen und Herner, deren finanzielle Situation eine Spende zulässt: „In diesem Winter werden wir uns in Herne wieder unterhaken müssen, damit in diesen schwierigen Zeiten keiner alleingelassen wird. Bei all denjenigen, die sich finanziell an dem Projekt beteiligen, möchte ich mich bereits heute bedanken.“

Das Ehrenamtsbüro der Stadt Herne unterstützt den Verein „Herne hilft“ bei der Bearbeitung der Anträge. „Wir haben so die Strukturen, die die schnelle Bearbeitung garantiert. Das gesamte Netzwerk verfügt über hohe Kompetenz“, so Erich Leichner, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Herne und Vorstand des Vereins „Herne hilft“.

Das Spendenkonto

Um in Notsituationen schnell und unbürokratisch helfen zu können, hat der Verein „Herne hilft e.V.“ ein Spendenkonto bei der Sparkasse Herne, unter dem Stichwort „Herne solidarisch“, eingerichtet:
DE63 4325 0030 0001 0555 24.

Es kann ab sofort gespendet werden. Die gesammelten Spenden werden anhand eines Kriterienkatalogs an antragstellende Personen ausgezahlt, die nachweisen können, dass sie in eine Notsituation geraten sind.

Wo kann ein Antrag gestellt werden?

DRK Geschäftsstelle
Harkortstraße 29, 44652 Herne (Wanne)
Montag bis Mittwoch: 8 bis 15 Uhr
Donnerstag: 8 bis 16:30 Uhr
Freitag: 8 bis 13:30 Uhr

DRK Kleiderladen
Hauptstraße 210, 44649 Herne (Wanne)
Montag bis Mittwoch 10 bis 14 Uhr

Caritasverband
Castroper Straße, 44628 Herne (Sodingen) I Energiesparservice & Möbelhof
Montag bis Mittwoch: 9 bis 16 Uhr
Donnerstag: 9 bis 18 Uhr
Freitag: 9 bis 16 Uhr

Zeppelin-Zentrum
Zeppelinstraße 1, 44651 Herne (Eickel)
Montag: 9 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 16 Uhr
Dienstag und Mittwoch: 8:30 bis12:30 Uhr und 13:30 bis 16 Uhr
Donnerstag: 9 bis12:30 Uhr und 14 bis 18 Uhr
Freitag: 8:30 bis 12 Uhr

Schuldnerberatung Herne
Overwegstraße 31, 44625 Herne (Mitte)
Montag: 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr
Dienstag bis Donnerstag: 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr
Freitag: 9 bis 12 Uhr

Ehrenamtsbüro Stadt Herne
Friedrich-Ebert-Platz 2, 44623 Herne (Mitte)
Montag bis Freitag:8 bis 18 Uhr (ausschließlich Pforte)

Den Antrag findet man in Kürze auch hier und kann diesen ausgefüllt bei den Kooperationspartnern einreichen oder direkt an den Verein „Herne hilft e.V.“, Schulstraße 16, 44623 Herne, schicken.

Anträge auf Nothilfe können ab dem 1. November 2022 bei den Kooperationspartnern gestellt werden und liegen dort auch aus. Grundsätzlich muss der Antrag ausgefüllt und abgegeben werden. Mit dem jeweiligen Antragstellenden wird Kontakt aufgenommen und einzelfallabhängig entschieden. Es wird darum gebeten, nach Antragstellung auf die Kontaktaufnahme durch „Herne hilft“ zu warten.

Nach welchen Kriterien wird entschieden?

Der Hilfsfonds „Herne solidarisch“ leistet Soforthilfe in Notsituationen.

  • Grundsätzlich muss eine akute Notsituation vom Antragstellenden zum Beispiel durch offiziellen Schriftwechsel nachgewiesen werden.
  • Die individuellen Einkommensverhältnisse müssen belegt werden.
  • Empfänger von Leistungen nach dem SGB XII (Sozialhilfe) und dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende) sind in der Regel nicht antragsberechtigt, da zum Teil Nebenkosten abgedeckt werden.
  • Dauerhafte Bedarfe können über den Solidaritätsfonds nicht abgedeckt werden.
  • Eine Auszahlung der Gelder erfolgt nicht an Hilfesuchende.
  • Jeder Antrag wird einzelfallabhängig geprüft.

Welche Leistungen stehen mir kraft Gesetzes zu?

Bevor ein Antrag bei „Herne hilft“ gestellt wird, wird darum gebeten, sich bei den Kooperationspartnern beraten zu lassen.

Darüber hinaus gibt es unter folgenden Nummern Informationen zu staatlichen Hilfsangeboten:

  • Fachbereich Soziales der Stadt Herne: 0 23 23 / 16 - 16 47
  • JobCenter Herne: 0 23 25 / 63 73 00

Kontakt zu „Herne solidarisch“

Anfragen können per E-Mail an solidarisch@herne.de gestellt werden.

Von links: Ansgar Montag (Caritas Verband Herne), Armin Kurpanik (Ehrenamtsbüro), Dagmar Spangenberg-Mades (Zeppelin Zentrum), Hendrik Peuser (Stadtwerke Herne), Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, Erich Leichner (Herne hilft). Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne.