Künstlercafé im Emschertal-Museum

Einmal im Monat lädt das Emschertal-Museum im Künstlercafé zu gemütlicher Gesprächs- und Kreativrunde mit Kaffee und Gebäck.

Das Künstlercafé startet wieder!

Alle die interessiert sind können mitmachen.

Wer auch in Zukunft dabei sein möchte, meldet sich bitte in der Museumsverwaltung unter 0 23 23-16 2611 oder per E-Mail an emschertal-museum@herne.de

Künstlercafé in Zeiten von Corona

Jede/jeder erlebt diese Zeit in ganz besonderer Weise. Unsere normalen Routinen sind unterbrochen worden. Wir üben uns in Geduld, stehen Schlange und halten Abstand. Für die einzelne Person ist jedoch immer etwas ganz spezielles besonders prägnant. Auch unser Künstlercafé muss neue Wege gehen.

Wir können uns momentan leider nicht persönlich treffen, Kunst betrachten und diskutieren, selber kreativ tätig werden und am Ende unsere Werke miteinander betrachten. Oder etwa doch? Zumindest kreativ werden sollte nicht zu schwierig sein. Das könnte jetzt jede/jeder für sich mal tun. Papier und Zeichenmaterialien finden sich schnell. Da reicht zur Not auch ein Fineliner oder Bleistift…

Mit etwas Zeit und einer Tasse Kaffee (oder auch nicht) schließen wir die Augen und lassen die letzte Zeit Revue passieren. Welche Bilder kommen hoch? Welche Farben sind dominant? Oder sind da eher Worte? Es formen sich Bilder vor unserem inneren Auge. Nun öffnen wir sie wieder und bringen zu Papier, was wir da gesehen haben.

Die Werke, die dabei entstehen, wollen wir untereinander teilen. Also bitte aufheben oder zumindest fotografieren.

Mit der nächsten Aufgabe werden wir eine Möglichkeit mitschicken, wie wir uns unsere Werke zugänglich machen können.

Bis zum nächsten Mal(en)...

Eure/Ihre

Silke Wleklik und das Team vom Emschertal-Museum

Wir wollen näher zu den Weiten Australiens gehen. Vor Corona war dort ein ganz anderes Naturphänomen dominant und hatte den Menschen im Griff. Wir glauben, wir haben alles unter Kontrolle, doch immer wieder wird klar, dass dem nicht so ist. Wir sind ein kleines Rädchen im Getriebe, können auch etwas bewirken, wenn wir wissen wie, oder auch ungewollt anderes bewirken, wenn wir die Mechanismen eben nicht durchschauen. Die Rede ist von den Waldbränden. Riesige Gebiete standen in Flammen. Das Feuer kam den Städten zum Teil sehr nahe, Sydney versank im Qualm aus den Blue Mountains. Und von unserer europäischen Warte aus sah es desaströs aus. Doch sieht das die australische Natur auch so? Feuer gehört dort zum Wachstumszyklus wie in unseren Breiten der Frost. Viele Pflanzen brauchen das Feuer oder zumindest den Qualm zum Blühen oder zum Keimen. Die Natur hat sich auf regelmäßige Feuer eingestellt. Die Tiere graben sich ein oder fliehen auf die Bäume. Das funktioniert auch wunderbar, so lange die Feuer nicht zu groß werden, zu lange brennen und damit zu heiß werden. Allerdings wurde in den letzten Jahren auch in Australien die Politik des nicht Eingreifens in die Natur gefahren. Man sollte denken, dass dies die beste Strategie ist. Doch über Jahrtausende haben die Aborigenees das sogenannte „fire stick farming“ betrieben. Immer wenn sie eine Gegend verlassen haben, wurde das Unterholz abgefackelt. Und wenn sie dann wieder kamen, war die Natur in voller Fülle und genug zum Jagen und Sammeln vorhanden. Viele Farmer betreiben auf ihrem Land die „back burns“ um zu verhindern, dass sich zu viel Unterholz ansammelt. Sonst werden die Brände, die unausweichlich irgendwann kommen, zu heiß. Doch in den State Forrests und National Parks hat man das die letzten Jahre bewusst unterlassen. Und nun waren Tiere und Menschen betroffen. Die Luft so stark von Feinstaub (Rußpartikeln) durchsetzt, dass sich die Farben ändern.

Wenn Sie eine Kerze mit dickem Docht haben, die stark rußt, können Sie versuchen mit Feuer zu malen. Halten Sie ein Blatt leicht schräg über oder in die Flamme, so dass die Hitze entweichen kann. Vorsicht, wenn man zu lange in oder an der Flamme bleibt, kann sich das Papier entzünden. Im gelben Bereich der Flamme sind die Rußpartikel noch nicht verbrannt, da funktioniert jede Flamme. Es werden sich von der Flamme gesteuert interessante Rußmuster entwickeln. Schauen Sie mal eine Weile auf dieses Muster. Es bilden sich vielleicht Formen, irgendwo könnte man weiter malen. Nehmen Sie nun Bleistift, Pinsel oder was auch immer Ihnen zusagt und beenden das Bild, das das Feuer begonnen hat.

Am Samstag, 1. August 2020 lädt das Emschertal-Museum nun endlich wieder zu einem „analogen“ Termin, zum gemeinsamen Kunstschaffen in den Schlosshof Strünkede ein.

Heute möchten wir mit Ihnen Mund- und Nasen-Schutzmasken stylen. Auf weiße vorbereitete Masken werden wir mit Stofffarbe unsere eigenen Kreationen aufbringen. Da ist der Fantasie kaum eine Grenze gesetzt. Pro Anmeldung werden zwei Maskenrohlinge vorbereitet und Stofffarbe bereitgestellt.

Zu unserem ersten Treffen nach Corona am Samstag, 1. August 2020 (14:30 bis 17 Uhr) bringen Sie bitte auch die Werke mit, die zu den Themen „Corona“ und „Malen mit Feuer“ entstanden sind , sowie Ihre Motiventwürfe für die Masken. Es wäre schön, wenn Sie uns bei Ihrer Anmeldung auch die Anzahl Ihrer Arbeiten die Sie mitbringen, nennen würden. Wir bereiten eine Präsentation im Schlosshof vor, um Ihre Werke in dieser kleinen Ausstellung „Art on Air“ zu zeigen und gemeinsam zu besprechen.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre künstlerischen Arbeiten!

Abgerundet wird dieser Kunsttag mit einem gemeinsamen Besuch der Ausstellung in der Städtischen Galerie „material memories“ von Susanne Schmidt.
Natürlich mit angemessenem Abstand und unseren neuen Masken, so wie es die Corona Hygienebestimmungen vorgeben.

Emschertal-Museum Schloss Strünkede
Karl-Brandt-Weg 5
44629 Herne
Schloss Strünkede 0 23 23 / 16 - 1072
Museumsverwaltung 0 23 23 / 16 - 2611

Bitte melden Sie sich bis zum 24. Juli 2020 in der Museumsverwaltung (02323 / 16-2611) oder unter emschertal-museum@herne.de
Die Teilnahme kostet 5 Euro