Schülerfahrkosten

Nicht alle Schülerinnen und Schüler können den Weg zur Schule zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen. Die Entfernung ist zu groß oder andere Gründe, eine besonders gefährliche Wegstrecke etwa oder gesundheitliche Beeinträchtigung, sprechen dagegen.

Als Träger der Schulen entscheidet die Stadt Herne darüber, ob Fahrkosten bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für den Schulweg übernommen werden. Voraussetzung dafür ist, dass jeweils die nächstgelegene Schule einer Schulform besucht wird.

  • Grundschüler/innen haben Anspruch auf die Übernahme von Schülerfahrkosten, wenn der kürzeste Fußweg zwischen Wohnung und dem nächstgelegenen Eingang zum Schulgrundstück mehr als 2 Kilometer beträgt.
  • Für Schüler/innen der Klassen 5 bis 10 liegt die Mindestentfernung bei mehr als 3,5 Kilometern. Ab der Klasse 11 müssen es mehr als 5 Kilometer sein.
  • Die Entfernung von mehr als 5 Kilometern gilt auch für Schüler/innen an Berufskollegs, bei denen jedoch noch weitere Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Für Schüler/innen von Förderschulen gelten ähnliche Entfernungsregeln.

  • Hier sind bei den Klassen 1 bis 6 mehr als 2 Kilometer Distanz notwendig, ehe Fahrkosten übernommen werden können.
  • Ab der 7. Klasse sind es mehr als 3,5 Kilometer.

Wie sieht die Fahrkostenübernahme aus?
Übernimmt die Stadt Herne die Fahrkosten, erhält die Schülerin oder der Schüler auf Antrag ein Schoko-Ticket der HCR. Damit können die öffentlichen Verkehrsmittel auch in der Freizeit, in den Ferien und an Wochenenden genutzt werden; es ist im gesamten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gültig.

Die Stadt Herne hat dafür aber einen Anspruch auf die Übernahme eines Eigenanteils. Das heißt, einen Teil des Preises für das Schoko-Ticket müssen die Schüler/innen beziehungsweise die Erziehungsberechtigten aufbringen. Dieser beträgt zur Zeit 12 Euro für das erste und 6 Euro für das zweite anspruchsberechtigte Kind. Ab dem 3. anspruchsberechtigten Kind entfällt der Anteil. Volljährige Schüler/innen zahlen generell einen Eigenanteil von 12 Euro.

Unter bestimmten Voraussetzungen (zum Beispiel bei Erhalt von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII) entfällt der Eigenanteil.

Wer einen Antrag auf Fahrkostenübernahme stellen möchte, erhält in den Schulsekretariaten die benötigten Vordrucke. Der Antrag sollte unmittelbar nach Anmeldung an der Schule gestellt werden.

Haben Sie Fragen zum Thema Schülerfahrkosten?
Frau Polzin (0 23 23 / 16 - 32 02) und Frau Sendzick (0 23 23 / 16 - 34 71) vom Fachbereich Schule und Weiterbildung stehen für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.