Blick in die Historie

Streng genommen beginnt die Geschichte jeder Stadt mit dem Erhalt der Stadtrechte. In Herne geschah das am 1. April 1897 - aus der Gemeinde Herne wurde die Stadt Herne.

Energisch dafür eingesetzt hatte sich Amtmann Hermann Schaefers, der spätere Bürgermeister. Die Aufwertung Hernes erfolgte aufgrund des schnellen Wachstums. Das Amt Herne war von knapp 1.000 Einwohnern im Jahr 1847 auf rund 20.000 im Jahr 1890 angewachsen.

Andererseits jedoch beginnt Stadtgeschichte natürlich nicht erst mit den Stadtrechten. In seiner Frühform "Haranni" zum Beispiel taucht der Name Herne zum ersten Mal bereits um das Jahr 880 im Heberegister der Abtei Werden auf (also locker tausend Jahre vor der Stadtwerdung). Außerdem ist am Geschlecht der Ritter von Strünkede kein Vorbeikommen, blickt man in die Geschichte Hernes. Das berühmte Wasserschloss der Stadt (Schloss Strünkede) trägt den edlen Namen, und die Strünkeder selbst, die sich im 12. Jahrhundert hier niederließen, bestimmten über Jahrhunderte das Leben in der Region.
1815 fiel Herne an Preußen zurück, nachdem es bereits von 1614 bis 1806 in brandenburgischem Besitz war. Von 1815 bis 1844 gehörte Herne als Bürgermeisterei zum Landkreis Bochum. Der Grundstein für das heutige Herne aber wurde im März 1857 gelegt: In diesem Monat begannen auf dem Hof des Bauern Sengenhoff die Abteufarbeiten für den ersten Schacht der Zeche Shamrock. Damit wurde die Entwicklung Hernes zur Bergarbeiterstadt eingeläutet.

Die Historie Hernes kann in dieser Kürze natürlich nicht abgehandelt werden. Deshalb haben wir alle wichtigen Ereignisse der vergangenen Jahrhunderte in einer Zeittafel aufbereitet (siehe rechte Marginalie): Klicken Sie sich durch die Vergangenheit!

Um 774
In einer Schrift auf Baumrinde aus dem Jahre 774 ist von einer Burg Eclo (Eichenwald) die Rede, zu jener Zeit soll dort, wo heute Eickel liegt, der mächtige Tabo geherrscht und auch über die Gegend des heutigen Gelsenkirchen verfügt haben.

Um 880/884
Der Name "haranni" (von "har" bzw. "hare" = "Anhöhensiedlung") tauchte zum ersten Mal in seiner Frühform im Heberegister (Urbar A) der Benedektinerabtei Werden an der Ruhr auf. 30 Jahre später fand der Name "Holthuson" (Holthausen) darin seine erste Erwähnung.

1085
Eine Urkunde berichtet über den Ankauf des Oberhofes Eickel ("Eycklo": "eck" = Eiche, "loh" = Wald; somit war Eickel eine Siedlung im Eichenwald)

1142
Die Ritter von Strünkede ließen sich im Gebiet der späteren Stadt Herne nieder. Das Adelsgeschlecht bestimmte über Jahrhunderte das Leben in der Region. Das heutige Schloss Strünkede stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

1150
Im Urbar E der Abtei Werden an der Ruhr wurde ein "Wicbertus in Eclo" ( Eickel ) genannt.

Um 1150
Das altdeutsche "haranni" wurde zum mittelhochdeutschen "hernen"; Sodingen hieß im Urbar E noch "Sothinkge".

1217
Erwähnung eines Rötger zu Giesenberge

1220
In der kleinen, älteren Vogteirolle des Stiftes Essen aus der Zeit vor 1220 stand erstmals der Name Bickern: Byckeren, Bickeren kommt wahrscheinlich von Bach, "bek" oder "bik", der karolingischen Bezeichnung für Bachläufe. Das ursprüngliche Bickern lag dort, wo drei Flüsse nahe beieinander flossen: der Dorneburger-, der Hüller- und der Baumbach.
Holsterhausen hieß "Holtzeterhusen", Röhlinghausen "Rodelinchusen, Rodilinchusen", Wanne "Wande" ( vermutlich ), und alle waren den Oberhöfen "Ekelo" (Eickel) und "Hurle" (Hordel) abgabepflichtig. "Horsthusen" ( Horsthausen ) war Hof des Oberhofes Suderwich.

1263
Gerlach von Strünkede, Ritter zu Herne, unterstellte sich dem Grafen von Kleve

1266
Beurkundungen über Bertold von Börsinghausen sowie Heinrich und Walter von Börnig ( "Bornewic" ); andere Dokumente bewahren Namen wie Adam von Sodingen, Bernhard von Düngelen zur Schadeburg, Rykard von Alstede.

1272
Fertigstellung der Schlosskapelle Strünkede.

1368
Herne gehörte zur Grafschaft Mark, kommt nun zum Herzogtum Cleve-Mark.

1369
Erste belegbare Erwähnung der "Emscherbrücher Dickköppe"

1378
Ein "Gut zu Boko(u)we" ( das heutige Baukau ) war Mannlehen eines Junkers Diderich van Limborch.

10. August 1441
Derick van Eykel, Droste des Amtes Bochum, wurde am Laurentiustag durch Herzog Adolph von Cleve und Graf von der Mark mit Haus "geheiten ten Krangh" belehnt. (Crange = Reihendorf im "Krang, Krangh" ( = Kring = Ring ))

1486
Im Schatzbuch der Grafschaft Mark wurden in "Boickauwe" ( Baukau ) Gerwyn, Henrick und Derick to Boickau erwähnt.

1614
Das Herzogtum kam an Brandenburg (Preußen).

1634
Der schwedische Oberst Wendt plünderte Herne.

1664
Fertigstellung des Wasserschlosses Strünkede

1806 - 1815
Herne unterstand dem napoleonischen Herzogtum Berg.

1815
Herne fiel nach dem Wiener Kongress an Preußen zurück, Eingliederung in den Regierungsbezirk Arnsberg der neu geschaffenen Provinz Westfalen als Bürgermeisterei im Kreis Bochum.

1844
Amt Herne mit elf Gemeinden: Herne, Baukau, Horsthausen, Pöppinghausen, Bladenhorst, Hiltrop, Bickern, Crange, Eickel, Holsterhausen und Röhlinghausen

1847
Im Zuge des Ausbaus der Köln-Mindener-Eisenbahnstrecke erhielt Herne einen Bahnhof (Bahnhof Herne/Bochum).

1857
Auf dem Hof des Bauern Sengenhoff begannen die Abteufarbeiten für den ersten Schacht der Zeche Shamrock. Die Entwicklung Hernes zur Bergbaustadt wurde eingeläutet.

1860
Die Zeche Shamrock begann als erste mit der Kohleförderung. Nach Shamrock entstand mit "Königsgrube" die zweite Zeche. Ein gutes Dutzend weitere folgten.

1869
Die Firma Halstrick begann mit dem Bau von Koks- und Grubenwagen.

1871
Ewald Berninghaus begann mit der Produktion von Dampfkesseln.

1874
Die Anfänge des Bergbaus waren zunächst eine irisch-belgisch-französische Angelegenheit. Erst 1874 wurde die erste rein deutsche Zeche in Betrieb genommen: Sie wurde nach dem Preußenkönig Friedrich der Große benannt. Sie war ein Musterbeispiel für die rasante Entwicklung im Bergbau.

1875
1.8.1875: Aus dem bisherigen Amt Herne wurden das Amt Herne (mit Herne, Baukau, Horsthausen, Pöppinghausen, Bladenhorst und Hiltrop) und das Amt Wanne (mit Bickern, Crange, Eickel, Holsterhausen und Röhlinghausen), die beide zum Kreis Bochum gehörten.

1885
1.7.1885: Das Amt Herne verblieb im Kreis Bochum, das Amt Wanne kam in den neugebildeten Kreis Gelsenkirchen.

1888
Die Maschinenfabrik Beien ließ sich in Herne nieder.

1891
1.11.1891: Das Amt Wanne wurde in Amt Eickel (mit den Gemeinden Holsterhausen und Eickel) und Amt Wanne (mit den Gemeinden Bickern, Crange und Röhlinghausen) geteilt.

1897
1.4.1897: Die "königliche Regierung" zu Arnsberg verlieh Herne das Stadtrecht. Die Aufwertung trug dem schnellen Wachstum der Gemeinde Rechnung. Herne wuchs von einem 1000-Seelen-Dorf im Jahr 1847 zu einer Stadt mit 20.000 Einwohnern im Jahr 1890 an. Hermann Schaefer wurde am 1. April 1897 der erste Bürgermeister der neuen Stadt.
Das Amt Herne wurde in Stadt Herne und Amt Baukau (mit den Gemeinden Baukau, Horsthausen, Pöppinghausen, Bladenhorst und Hiltrop) geteilt.

1899
23.6.1899: 69 jugendliche Schlepper, Bremser und Pferdejungen traten auf der Zeche Von der Heydt in den Ausstand. Sie protestierten gegen die Erhöhung ihrer Knappschaftsbeiträge. Der Streik breitete sich auf die anderen Zechen aus. Das Militär brauchte über eine Woche, um die Unruhen der überwiegend polnischen Arbeiter zu beenden. Fazit: Zwei Menschen starben, zwölf wurden verletzt, 190 standen auf der Straße. Die Ausschreitungen gehen als "Herner Krawalle" in die Stadtgeschichte ein.

1900
Immer mehr Menschen zogen in die Ruhrgebietsstadt. Die Aussicht auf einen festen Arbeitsplatz und eine Wohnung lockte Arbeiter aus Hessen, Thüringen, Anhalt und vor allem aus Polen nach Herne. 30 Prozent gaben Polnisch als Muttersprache an.

Die Firma Dorn, die hauptsächlich Schrauben für den Bergbau und seine Zulieferindustrie produzierte, siedelte sich in der Stadt an.

Die "Maschinen- und Dampfkessel-Armaturenfabrik Heinrich Flottmann & Comp." errichtete ihr Werk in Herne. Die Fabrik produzierte vor allem Kompressoren, Bohrhämmer und Abbauhämmer für den Bergbau.

1902
1. April 1902: Das Amt Sodingen wurde aus dem Restamt Castrop mit den Gemeinden Börnig, Holthausen und Sodingen gebildet. Die Gemeinde Hiltrop schied aus dem Amt Baukau aus.

1904
Flottmann erfand die "Kugelsteuerung für Gesteinsbohrmaschinen". Das Gerät wurde mit rund einer Millionen verkauften Exemplaren in aller Welt der große Verkaufsschlager.

An der Kaiser-Passage in Wanne wurde seit 1904 fleißig gearbeitet. Nach Ende der Bauarbeiten überdachte an der Mozartstraße eine aufwendige Glaskonstruktion die Flaniermeile mit zwölf Wohn- und Geschäftshäusern.

1905
19. Januar 1905: Das Amtshaus und spätere Rathaus Wanne wurde feierlich eröffnet. Amtsbaumeister Otto Zahn hatte den Ziegelsteinbau entworfen. Charakteristisch: die Rundbogenfenster, die dreigliedrige Fassade und der Schweifgiebel im Stil der Neorenaissance.

18. September 1905: Die Gemeinde Crange wurde in die Gemeinde Wanne eingemeindet.

1906
1906 - 1916: Heinrich Rühmann, der Vater des berühmten Schauspielers Heinz Rühmann, hat die Bahnhofswirtschaft in Wanne gepachtet. Das Restaurant ist eine Goldgrube. Heinz Rühmann besucht das Realgymnasium der Ämter Wanne und Eickel, das heutige Gymnasium Eickel, bevor seine Familie 1916 nach München zieht. Heute erinnert der "Heinz-Rühmann-Platz" vor dem Wanne-Eickeler Hauptbahnhof an den großen Darsteller.

10. März 1906: Im französischen Departement Pas de Calais ereignete sich um 7 Uhr morgens das bis dahin schwerste Grubenunglück der Welt. Über 1.000 Bergleute kamen ums Leben. Rettungsmannschaften der Zechen Shamrock aus Herne und Rheinelbe aus Gelsenkirchen fuhren nach Frankreich, um zu helfen - eine versöhnliche Geste zwischen den "Erbfeinden" Deutschland und Frankreich. Am 30. März konnten 13 französische Bergleute gerettet werden. Die Rettungsaktion legte den Grundstein für die Städtepartnerschaft zwischen Hénin-Beaumont und Herne nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

1.Juli 1906: Die Stadt Herne wurde kreisfreie Stadt und schied aus dem Landkreis Bochum aus.

1908
Der neue Herner Stadtgarten entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugsziel neben dem Schloßpark Strünkede und dem Constantiner Busch.

1. April 1908: Das Amt Baukau wurde aufgelöst. Baukau und Horsthausen wurden in die Stadt Herne eingemeindet. Bladenhorst und Pöppinghausen bildeten das neue Amt Bladenhorst.

1910
Die Herner Post zog von der Bahnhofstraße in einen Neubau in der Kaiser-Wilhelm-Straße, der heutigen Bebelstraße. Auch in der Gemeinde Wanne richtete sich die Post neu ein: Im Mai 1915 bezog sie an der damaligen Sedanstraße, der heutigen Wanner Straße, ihr neues Gebäude, einen neoklassizistischen Bau in der Nähe des Hauptbahnhofs.

1. April 910: Die Gemeinde Holsterhausen wurde in die Gemeinde Eickel eingemeindet.

1911
Die Bauarbeiten für den Wanner Saalbau begannen 1911. Im Stadtgarten entstand ein repräsentatives Jugendstil-Gebäude für Theateraufführungen, später auch für Tagungen und kleinere Veranstaltungen.

1912
6. Dezember 1912: Einweihung des Herner Rathauses. Der Düsseldorfer Architekt Prof. Wilhelm Kreis hatte das repräsentative Gebäude im Stil der neuen Sachlichkeit entworfen - klassizistisch ohne zu protzen, funktionsgerecht und zweckmäßig. Heute haben im Rathaus der Oberbürgermeister, der Rat der Stadt und ein Teil der Verwaltung ihren Platz.

1. Dezember 1912: Am Eickeler Markt eröffnete das erste kommunale Kino im Deutschen Reich mit dem Film "Mütter verzaget nicht". Das Gemeindelichtspielhaus stand im Dienst der Volkserziehung gegen den Verfall der Moral.

24. Februar 1912: Amtmann Friedrich Weiberg beantragte die Konzession für einen Flugplatz der Gemeinden Wanne, Herne und Herten. Schon zu Pfingsten 1912 nahm die "Rheinisch-Westfälische Flug- und Sportplatzgesellschaft" die Start- und Landebahn in Betrieb - auf Hertener Gebiet nördlich der Emscher. Drei moderne Flugzeugschuppen entstanden.

1913
13. Juli 1913: Anlässlich des 25. Regierungsjubiläums von Kaiser Wilhelm II. öffnete der "Kaiser-Wilhelm-Park" auf dem Beimberg in der Gemeinde Sodingen. Nach Ende des Kaiserreichs erfolgt die Umbenennung in "Volkspark". Prunkstück des Geländes ist der Aussichts- und Wasserturm.

1914
Nach einer Bauzeit von rund neun Jahren fuhr im April 1914 das erste Schiff den Rhein-Herne-Kanal entlang. Für die fortschreitende Industrialisierung der Stadt spielte die Wasserstraße eine wichtige Rolle - für Herne vorwiegend als Transportweg für Kohle.

1916
Der Erste Weltkrieg veränderte auch das Leben in Wanne, Eickel und Herne. Die Bevölkerung litt unter dem strengen Winter von 1916 auf 1917, dem sogenannten "Steckrübenwinter". Die Versorgungslage im Ruhrgebiet war katastrophal.

1918
8. November 1918: Deutsche Matrosen meuterten am 29. Oktober 1918 in Wilhelmshaven. In der Nacht vom 8. auf den 9. November 1918 brachten einige Matrosen auf der Durchreise nach Recklinghausen die Revolution auch in das Amt Wanne. Einige Dutzend Soldaten rebellierten und zogen zur Polizeistation. Dort erzwangen sie die Freilassung von militärischen Gefangenen.

In den Ämtern Wanne, Eickel, Sodingen und Herne übernahmen die Räte die Macht. In Herne wurde am 9. November - nach Bergarbeiterstreiks und einer Kundgebung auf dem Markt - die rote Fahne der Revolution auf dem Rathaus gehißt. An diesem Tag dankte auch Kaiser Wilhelm II. ab. Die Monarchie war beendet.

1919
18. Februar 1919: Die Kumpel der Zeche Mont Cenis riefen zum Streik auf. Bis zum April erschütterten Arbeitsniederlegungen das gesamte Ruhrgebiet. Über 185.000 Kumpel, mehr als die Hälfte aller Bergleute im Revier, legten die Arbeit nieder. Nach blutigen Zusammenstößen zwischen Streikenden und Einheiten des Freicorps wurde Ende März 1919 der Belagerungszustand über das Ruhrgebiet verhängt. Die Regierung entsendete Truppen, um die Ruhe wiederherzustellen.

1920
Das "Sol- und Thermalbad Wilhelmsquelle" in Wanne, das heutige Solbad, wurde 1920 Eigentum des Amtes Wanne. Das 42 Grad Celsius warme Salzwasser galt als besonders wirksam bei rheumatischen Erkrankungen.

1921
20. Juni 1921: Bei einer Schlagwetter-Katastrophe auf der Zeche Mont Cenis in Sodingen kamen über 100 Knappen ums Leben.

1923
Die französische Regierung wollte sich durch die Besetzung des Ruhrgebiets die deutschen Reparationszahlungen für den 1. Weltkrieg sichern. In Wanne, Eickel, Sodingen und Herne zeigten sich die ersten Soldaten am 15. Januar. Nach mehr als zwei Jahren, im Juli 1925, zogen die Truppen wieder ab.

1926
1. April 1926: Die Ämter Wanne und Eickel wurden aufgelöst und bildeten die neue kreisfreie Stadt Wanne-Eickel. Die Stadtverordneten wählten auf ihrer Sitzung vom 17. September 1926 Wilhelm Kiwit zum ersten Bürgermeister Wanne-Eickels. Noch im gleichen Jahr durfte er sich "Oberbürgermeister" nennen.

Dezember 1926: Der Bahnhof der neuen Stadt wurde zum Hauptbahnhof Wanne-Eickel aufgewertet.

1927
Die Stadt Herne kaufte den Stadtwald Gysenberg, der schon damals ein beliebtes Ausflugsziel war.

22. März1927: Jean Vogel wurde wegen seiner besonderen Verdienste für Herne zum "Stadtältesten" ernannt. Der im März 1875 geborene Jean Vogel wurde nach der Stadtwerdung 1897 in das Stadtparlament gewählt. Bis 1906 vertrat er die Interessen des Amtes Herne im Bochumer Kreistag. Im November 1929 wurde er zum unbesoldeten Stadtrat ernannt. Dieses Amt übte er bis zur nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 aus. Fünf Jahre später, im November 1938, starb Jean Vogel.

1928
1. April 1928: Das Amt Sodingen mit seinen Gemeinden Sodingen, Börnig und Holthausen wurde von Herne eingemeindet: Herne verdoppelte sein Stadtgebiet. Die Einwohnerzahl erhöhte sich um ein Drittel.

3. Juni 1928: Das Sommerbad an der Bergstraße öffnete seine Tore. Rund 6.000 Besucher bevölkerten die Tribüne und staunten über den zehn Meter hohen Sprungturm.

20. Juni 1928: Der Bau der Straßenbahn von Recklinghausen über Herne nach Bochum war abgeschlossen.

1930
1. April 1930: Einer Entlassungswelle folgte die nächste. Die Zeche Friedrich der Große I/II beendete am 1. April 1930 vorübergehend ihre Förderung. Damit standen 510 Kumpel ohne Lohn und Brot auf der Straße.

16. Juni 1930: Weitere Entlassungen standen an: 200 auf Shamrock, 200 auf Friedrich der Große und 50 auf Constantin IV/V. Genau einen Monat später wurde 142 Bergleuten der Zeche Julia und 30 von Mont Cenis gekündigt. Am 15. September mussten weitere 90 Bergleute von Julia gehen. Die Zeche Friedrich der Große trennte sich im Oktober und November nochmals von 760 Arbeitern. Die Firma Schüchtermann & Kremer Baum feuerte am 1. November 270 Mann. Im November 1930 wurde der Schacht Constantin X stillgelegt. Das bedeutete erneut 650 Entlassungen.

1932
Schwere Unruhen erschütterten die Stadt. Es kam zu zahlreichen Zusammenstößen zwischen Nationalsozialisten und Linksparteien.

1933
30. Januar 1933: Adolf Hitler wurde Reichskanzler. Traditionell ist die Bergarbeiterstadt Herne keine Hochburg der Nationalsozialisten. Im Februar 1933 wurden die bestehenden Stadtparlamente aufgelöst und Neuwahlen angesetzt. Doch wieder erhielten die Nationalsozialisten nicht die Mehrheit. Nun wurden die Kommunisten kurzerhand ihrer Ämter enthoben, die SPD-Stadtverordneten erschienen aus Protest gar nicht erst zu den Sitzungen. Der NSDAP-Oberbürgermeister, Albert Meister, war der "einzige und alleinige Führer der Gemeinde".

Die Nationalsozialisten verfolgten auch in Herne ihre politischen Gegner. Die Polizei inhaftierte ohne Gerichtsbeschluss führende Politiker der SPD und KPD - "Schutzhaft" nannten das die Verantwortlichen - unter ihnen: der kommunistische Stadtverordnete Viktor Reuter, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen zu Tode kam; der evangelische Pfarrer Ludwig Steil, der 1945 im KZ Dachau an Typhus starb; der Sozialdemokrat Karl Hölkeskamp, der zu drei Monaten Gefängnis verurteilt und nach 1945 wieder aktiver Kommunalpolitiker wird.

19. Juni 1933: Die Nazis verbrannten auf dem Herner Rathausplatz eine ganze Möbelwagenladung mit Büchern von Schriftstellern wie Kurt Tucholsky und Thomas Mann.

1938
9. November 1938: In der Nacht wurden in Herne wie in ganz Deutschland die Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand gesetzt. Die Nazis zerschlugen Fensterscheiben, zertrümmerten Einrichtungen.

1940
2. und 3. Juni 1940: Englische Bomberpiloten flogen den ersten Angriff auf Herne. Durch neun Sprengbomben entstand aber nur geringer Sachschaden. Beim nächsten Bombenangriff vom 17. auf den 18. Juni starben zwei Menschen. Erklärtes Ziel der Piloten waren Industrieanlagen.

1945
31. März1945: Die deutsche Wehrmacht sprengte die Brücken über Kanal und Emscher. Herne wurde unmittelbares Kampfgebiet.

9. April 1945: Die deutsche Armee, Polizei und Partei räumten die Stadt. Einen Tag später besetzten amerikanische Truppen Herne kampflos. Die schreckliche Bilanz nach Kriegsende: Insgesamt 92 Bombenangriffe auf Wanne-Eickel und 1.074 Tote; 64 Angriffe auf Herne und 419 Tote.

In der Nachkriegszeit wurde Herne "die goldene Stadt" genannt. Die Innenstadt war von Zerstörungen durch Bombenangriffe weitgehend verschont geblieben. Die Menschen aus allen umliegenden Städten kamen, um hier einzukaufen, zu flanieren und sich zu amüsieren.

1946
21. Oktober 1946: Nach den ersten Stadtverordnetenwahlen nach dem Krieg konstituierte sich der erste frei gewählte Rat der Stadt Herne. Einen Tag später trafen sich die Stadtverordneten aus Wanne-Eickel zu ihrer ersten Sitzung. Beide Räte wählten CDU-Abgeordnete zu ihren Oberbürgermeistern - in Herne Hermann Kleine, in Wanne-Eickel Heinrich Weidmann. Beide amtierten bis zum November 1948.

1947
Der Boxsport hatte in Herne Hochkonjunktur. Der BSC Herne 22 errang einen Erfolg nach dem anderen. Die Herner Boxstaffel zählte viele Jahre hindurch zu den stärksten in Westdeutschland.

1948
2. November 1948: Josef Walter wurde Oberbürgermeister von Herne. Seine Amtszeit dauerte bis zum 18. Oktober 1951. Nach 1933 hatten die Nationalsozialisten den gebürtigen Herner und studierten Juristen für 27 Monate aus politischen Gründen inhaftiert. Von 1947 bis 1954 war Josef Walter Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags. Nach seiner Amtszeit als Oberbürgermeister arbeitete er bis zu seinem Tod im Januar 1974 als Rechtsanwalt in Herne.

Am gleichen Tag übernahm Edmund Weber das Oberbürgermeisteramt in Wanne-Eickel. Nach Ende des Ersten Weltkriegs zog Edmund Weber nach Wanne-Eickel und war bis 1932 als Bergmann auf der Zeche Pluto tätig. Danach arbeitete er als Versicherungsangestellter. Ab 1945 war er städtischer Angestellter im Aufgabenbereich "Kriegsfürsorge" und Mitglied des Rats. Im Dezember 1959 erhielt er den goldenen Ehrenring der Stadt Wanne-Eickel. Im Dezember 1969 ernannte ihn die Stadt zum Ehrenbürger.

Die Stadt Herne kaufte 1948 das Schloss Strünkede, das seit 1938 die Abteilung Früh- und Kulturgeschichte des Emschertal-Museums beherbergte.

Um die zahlreichen Flüchtlinge in Herne zu unterstützen, rief die Stadt 1948 auf Initiative von Oberstadtdirektor Hermann Meyerhoff die "Bücherei des deutschen Ostens" ins Leben. Zehn Jahre später umfasste die Büchersammmlung bereits über 20.000 Bände. 1990 erhielt die Bücherei den Namen Martin-Opitz-Bibliothek. Mittlerweile hat sie ihren Bestand auf rund 130.000 wissenschaftliche Bücher und Dokumente erweitert.

1951
19. Oktober 1951: Robert Brauner, 1907 geboren, wurde Oberbürgermeister Hernes. Das blieb er bis zur kommunalen Neugliederung. Wegen seiner konsequenten politischen Haltung verfolgten ihn die Nationalsozialisten während ihrer Terrorherrschaft und steckten ihn für mehrere Jahre ins Zuchthaus. Die Militärregierung ernannte ihn im Dezember 1945 zum Mitglied der 38-köpfigen Stadtverordnetenversammlung, deren Amtsperiode mit den ersten freien Wahlen im Oktober 1946 endete.

1953
2. Juni 1953: Edwin Ostendorf wurde zum neuen Oberstadtdirektor gewählt, nachdem sein Vorgänger Hermann Meyerhoff nach 25-jähriger Tätigkeit aus seinem Amt ausschied. Ostendorf blieb bis zum 28. Februar 1974 Leiter der Verwaltung. Unter seiner Regie wurden die Voraussetzungen für den Zusammenschluss von Wanne-Eickel und Herne erarbeitet und die Städtepartnerschaften mit Hénin-Beaumont und Wakefield geknüpft.

1954
Herne war Vorreiter für die Versöhnung mit Frankreich. Mit Hénin-Liétard vereinbarte die Stadt die erste Städtepartnerschaft ihrer Nachkriegsgeschichte. 1971 schloss sich Beaumont im Zuge der französischen Gebietsreform Hénin-Liétard an. Nun hieß Hernes Partner Hénin-Beaumont. Die Freundschaft zu der Bergbaustadt hatte ihren Anfang schon im Jahr 1906 genommen. Bei dem schweren Grubenunglück vom März 1906 hatte eine Mannschaft der Herner Zeche Shamrock bei der Rettung von 13 französischen Bergleuten geholfen.

1955
Mit der Geburt des 100 000. Bürgers durfte sich Wanne-Eickel "Großstadt" nennen. Herne hatte diese Einwohnerzahl bereits am 14. März 1933 erreicht.

3. Juli 1955: 11.000 Zuschauer kamen, um beim Feldhandball-Länderspiel Tschechoslowakei gegen Jugoslawien das Stadion am Sportpark in Eickel zu eröffnen.

Im September 1955 feierte die Scala an der Bochumer Straße ihren zehnten Geburtstag. Heinrich Rohde hatte sie im September 1945 als Variété-Bühne eröffnet. Später nahm die Scala auch Revuen, Operetten und Kinofilme in ihr Programm auf. 1949 flimmerte die "Berliner Ballade" als Uraufführung mit Gerd Fröbe in der Hauptrolle über die Leinwand. Der Hauptdarsteller erschien persönlich zur Premiere.

Nach einem zweiten Platz in der Oberliga West spielte der SV Sodingen 1955 in der Endrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft.

1956
8. Mai 1956: Die Partnerschaft zwischen Herne und dem britischen Castleford begann offiziell. Nach einer Gebietsreform 1974 gehörte Castleford dem Wakefield Metropolitan District Council (WMDC) im mittelenglischen Yorkshire an. Der WMDC zählte rund 317.000 Einwohner.

11. Februar 1956: Die ersten italienischen Gastarbeiter des Bauunternehmens Heitkamp kamen in Wanne-Eickel an.

1958
Der SC Westfalia Herne wurde Westdeutscher Fußball-Meister der Saison 1958/59. Mit dem Erfolg in der Oberliga erlebte der 1904 gegründete Verein den Höhepunkt seiner Vereinsgeschichte.

Der Bergbau ist in Krisenstimmung. Immer mehr Zechen fuhren Feierschichten, die Halden wuchsen an.

1959
Herne bekam ein neues Stadtbad. Seinen Platz hatte es auf einem ehemaligen Schützenplatz im Herzen der Stadt - nur unweit von der Bahnhofstraße.

1960
Alfred Hufeld wurde im Januar 1960 zu Wanne-Eickels Oberstadtdirektor gewählt. Der Jurist aus Halle an der Saale schied 1975 mit dem Zusammenschluss von Wanne-Eickel und Herne aus seinem Amt aus.

1961
27. Mai 1961: Der erste elektrisch angetriebene Zug traf im Herner Bahnhof ein.

1962
1962 rief Jürgen von Manger "Adolf Tegtmeier" ins Leben - eine Figur, die Millionen zum Lachen bringen wird.

1963
9. November 1963: Der Gedenkstein für die in der Reichspogromnacht 1938 abgebrannte Synagoge an der Hermann-Löns-Straße, Ecke Schaeferstraße, wurde eingeweiht.

Nach zweijähriger Bauzeit ging im Februar 1963 der erste 150 Megawatt-Block des STEAG-Kraftwerks an der Hertener Straße ans Netz. Der zweite Block wurde im Herbst fertiggestellt. Bereits im Juli 1960 war der Bau des STEAG-Werks der RAG-Tochter beschlossen worden. Heute ist der später erbaute 300 Meter hohe Kamin des Heizkraftwerks eine Art Wahrzeichen von Herne.

12. Oktober 1963: Die Mehrheit des Rates beauftragte zum ersten Male in der Geschichte der Stadt Herne eine Frau mit der Stellvertretung des Stadtoberhauptes: Else Drenseck wurde Bürgermeisterin.

1964
Das "große" Zechensterben wird eingeläutet. Nacheinander müssen alle Herner, und damals noch Wanner, Zechen schließen.

1965
In einer für den Bergbau schwierigen Zeit besuchte Bundeskanzler Ludwig Erhard Herne. Oberstadtdirektor Edwin Ostendorf schilderte ihm am 2. April 1965 im Sitzungssaal des Rathauses die Bergbaukrise.

1965 schloss die Stadt mit der Firma Bosch einen Vertrag für das Werk ihrer Tochtergesellschaft Blaupunkt ab, am 9. November 1967 wurde das Werk an der Forellstraße eingeweiht. Die heile Arbeitswelt hielt mehr als 20 Jahre.

1970
4. Juni1970: Der Revierpark Gysenberg wurde eröffnet. 7.000 Besucher unterzogen den ersten der fünf Freizeitparks im Revier einer Belastungsprobe. 18,4 Millionen Mark hatte die Anlage gekostet.

13. Juli 1970: Der Herner Eisportverein, kurz HEV, wurde ins Leben gerufen. Die Eishockeymannschaft des HEV wurde bald zum Aushängeschild des Vereins.

3. August 1970: Die ersten Autos fuhren über den Westring, einer Umgehungsstraße, die die Bürger schneller ins Zentrum bringen sollte.

1972
13. Mai 1972: Eine Herner Musikerlegende trat in der Gysenberghalle auf: der Big-Band-Leader Kurt Edelhagen, in Börnig geboren, in Herne aufgewachsen. Die große Karriere des Jazz-Musikers begann mit seiner Big-Band vom Südwestfunk Baden-Baden. Den Höhepunkt erreichte sie mit Kurt Edelhagens "All Stars" vom Westdeutschen Rundfunk.

1973
17. Oktober 1973: Herne und Wanne-Eickel besiegelten per Gebietsänderungsvertrag die Städte-Ehe zum 1. Januar 1975. Insgesamt 32 verschiedene Modelle waren diskutiert und wieder verworfen worden.

1975
1. Januar 1975: Herne und Wanne-Eickel schlossen sich zu einer Stadt zusammen: Bei der dritten Lesung des Neugliederungsgesetzes am 8. Mai 1974 läuteten die Hochzeitsglocken. Nicht alle Wanne-Eickeler waren mit der Ehe einverstanden.

1976
Die Bahnhofstraße wurde ab September Fußgängerzone. Bereits im Mittelalter war sie Teil einer Handelsstraße von Köln nach Münster. Seit 1847 war die Straße Bindeglied zwischen Dorfkern und Bahnhof. Auch die erste Straßenbahn von Herne nach Bochum führte später über die Bahnhofstraße.

Von 1973 bis 1976 wurde die Hauptstraße zwischen Kolpingstraße und Glückaufplatz auf einer Länge von 900 Metern zur Fußgängerzone ausgebaut. Sie war in der Vergangenheit die Nabelschnur für die angrenzenden Gemeinden.

2. OKtober 1976: Die Sportbünde aus Wanne-Eickel und Herne schlossen sich zusammen und gründeten den Stadtsportbund Herne (SSB). Zum Vorsitzenden des SSB wurde Lothar Sommer gewählt, der bis zum Frühjahr 1996 im Amt blieb.

Im September 1976 wurde das Kulturzentrum eröffnet. 32 Millionen Mark hatte der durch schwarz gefärbtes Aluminium, Sichtbeton und rote Eingangstüren geprägte Bau gekostet. Der Gebäudekomplex beherbergt einen großen Saal mit rund 1.000 Plätzen, die Stadtbücherei, die Volkshochschule und ihren kleinen Saal, ein Restaurant, eine Diskothek und eine Tiefgarage. Herne hatte endlich ein Haus für Messen, Konzerte, Theatergastspiele, Ausstellungen oder Parteitage.

Anfang Dezember 1976 fanden im Kulturzentrum zum ersten Mal die Tage alter Musik in Herne statt. Das erste große Konzert zur ,Ausstellung seltener Musikinstrumente' im Kulturzentrum stand im Zeichen des virtuosen Organisten Burghard Schloemann und seiner mit 12 Registern bestückten Barockorgel. Dass die Zuschauer das Auftaktkonzert eines musikalischen Dauererfolges hörten, konnten sie natürlich noch nicht wissen.

1977
11. Juli 1977: Der Startschuss für die "Fröhliche Ferienstadt" fiel. Allein am ersten Tag tummelten sich rund 900 Kinder im Gysenberg. Zahlreiche Aktionen, Spiele und Sport machten ihnen den Urlaub daheim interessant.

1978
Rudi Cerne wurde zum ersten Mal Deutscher Meister im Eiskunstlaufen. Der Grundstein für eine große Karriere war gelegt. Bis zu seinem vierten Platz bei den Olympischen Spielen in Sarajevo bestimmte der Wanne-Eickeler Ausnahmesportler die Weltspitze mit.

Mit der Schließung von Friedrich der Große 1978 war das Kapitel Bergbau für Herne so gut wie abgeschlossen. Die Zechen sind endgültig aus dem Stadtgebiet verschwunden.

1980
15. September 1980: Welturaufführung in der Lichtburg: "Theo gegen den Rest der Welt" flimmerte zum ersten Mal über eine Leinwand. In der Hauptrolle: Rocksänger Marius Müller-Westernhagen. Er spielte den Fernfahrer Theo Gromberg aus Herne. Der Herner Matthias Seelig hatte das Drehbuch mit viel Lokalkolorit geschrieben.

1983
Mit dem ersten Preis für Gesang beim NRW-Landeswettbewerb "Jugend jazzt" legte Silvia Droste im Alter von 23 Jahren den Grundstein für ihre musikalische Karriere. Die gebürtige Hernerin spielte in den nächsten Jahren mit den renommiertesten Big Bands und Rundfunkorchestern, moderierte die Fernsehsendung "ZDF-Jazzclub", spielte CDs ein und sang bei internationalen Festivals.

"Immer wieder aufsteh'n...", sangen die "kreisfreien Rocker" von "Herne 3". 1983 landeten sie mit ihrer ersten Single gleich einen Hit. Über Nacht wurden die fünf Musiker weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt.

1984
4. August 1984: Claudia Losch gewann bei den Olympischen Spielen in Los Angeles Gold. Die Sportlerin stieß die 4 Kilogramm schwere Kugel genau einen Zentimeter weiter als die Rumänin Mihaela Loghin. Auch sonst hatte die Wanne-Eickelerin alles erreicht, was eine Sportlerin erreichen konnte: Von 1982 an wurde sie zehnmal ununterbrochen Deutsche Meisterin.

Der Rat wählte Willi Pohlmann im Oktober 1984 zum ersten Mal in dieses Amt und schenkte ihm 1989 erneut das Vertrauen. Der Ex-Feuerwehrchef war von 1970 bis 1990 auch Landtagsabgeordneter, 1975 wählte ihn die SPD-Landtagsfraktion zum innenpolitischen Sprecher. Als Oberbürgermeister baute Willi Pohlmann die internationalen Beziehungen der Stadt Herne aus: Er brachte drei neue Städtepartnerschaften auf den Weg, während seiner Amtszeit legte die Kommune viel Gewicht auf den Strukturwandel nach der Bergbauperiode: Bergarbeitersiedlungen wurden renoviert und restauriert und neue Industrie- und Gewerbegebiete auf Zechenbrachen erschlossen. Auf Pohlmanns Initiative gründete sich 1992 das Herner Kinder- und Jugendparlament, das anderen Städten später als Vorbild zur Nachahmung diente.

1986
Im Oktober hielten Kunst, Theater, Musik und Sport Einzug in die Flottmann-Hallen, einer ehemaligen Bohrhämmerfabrik.

1987
15. Juli 1987: Der neue Oberstadtdirektor Hernes hieß Dr. Roland Kirchhof. Er übernahm das Amt von Dr. Karl Raddatz. Der in Breslau geborene Jurist war der letzte Oberstadtdirektor Hernes. Nach seiner Amtsperiode wurde im Juli 1995 die Doppelspitze aus Oberbürgermeister und Oberstadtdirektor abgeschafft.

1988
Die Emscher-Region feierte den Startschuss für die IBA, die Internationale Bauausstellung Emscher Park. Die Werkstatt für die Zukunft alter Industriegebiete unterstützte in Herne einige Dutzend Projekte - die Modernisierung der Zechensiedlung Teutoburgia, den Erhalt von Industrieanlagen als Denkmäler, die Renaturierung von Kohlenhalden und die Begrünung ehemaliger Industriegebiete.

1989
2. September 1989: Herne hatte endlich eine U-Bahn. Tausende kamen zum Geburtstag und pendelten zum Null-Tarif mit der U 35 zwischen Bochum Hauptbahnhof und der Haltestelle Schloss Strünkede. Um 10:22 Uhr stellte Loki Schmidt, Frau von Ex-Kanzler Helmut Schmidt, den Steuerknüppel auf "volle Fahrt". Rund 800 Millionen Mark hatten Bund, Land, Bochum und Herne investiert.

1990
Im August wird die 555. Cranger Kirmes eröffnet. Die Schnapszahl ist zwar historisch nicht verbrieft, das tat der guten Laune aber keinen Abbruch.

Anfang September 1990 ging das Lokalradio "Herne 90acht" auf Sendung. Ein sympathisches Programm mit viel Musik, Hörfunk-Unterhaltung mit bunten Reportagen, lockerer Moderation und Grußsendungen.

31. Oktober 1990: Nur wenige Wochen nach der Wiedervereinigung unterschrieben die Vertreter Hernes und Eislebens den Vertrag zu einer Städtepartnerschaft. Herne hatte sich schon lange vor der politischen Wende in der ehemaligen DDR um partnerschaftliche Beziehungen zur Lutherstadt bemüht.

1991
Anfang Mai weihte Verkehrsminister Kniola an der Sodinger Straße die erste von zunächst 34 Tempo-30-Zonen ein. Herne gehörte zu den ersten Städten in Nordrhein-Westfalen, die sich zu einer umfassenden Verkehrsberuhigung entschlossen hatten. Alle Grundschulen und Kindergärten der Stadt grenzen an Tempo-30-Straßen.

Herne hatte neue Freunde in Polen, Russland und im Nicaraguasee. Am 8. Oktober 1991 unterzeichneten der Vorsitzende des Stadtrats von Konin, Kerzy Jarzynski, und Oberbürgermeister Willi Pohlmann einen Freundschaftsvertrag. Die 81.000 Einwohner zählende Stadt Konin unterhielt bereits seit langem freundschaftliche Beziehungen zu Hernes französischer Partnerstadt Hénin-Beaumont. Bereits am 19. Februar 1990 hatten die russische Stadt Belgorod und Herne ihre Partnerschaft besiegelt. Das war die erste Partnerschaft Hernes mit einer Kommune in Osteuropa. Belgorod liegt am Oberlauf des Donez, rund 695 Kilometer von Moskau entfernt. Seit dem 24. Mai 1988 ist auch die Insel Ometepe Partnerstadt Hernes. Der 1986 gegründete Verein "Hermanidad - Städtepartnerschaft Ometepe-Herne" hatte schon vor 1986 gute Kontakte zur Insel im Nicaraguasee geknüpft.

1992
Im Mai 1992 besuchte eine Gruppe ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger ihre frühere Heimatstadt Herne. Die rund 30 Gäste waren nach mehr als einem halben Jahrhundert zum ersten Mal wieder in ihrer Geburtsstadt. Die Wunden, die durch deutsches Unrecht entstanden sind, sitzen tief. Dennoch wurde das Wiedersehen ein Erfolg. Deshalb fand im September 1994 ein zweiter Besuch statt.

1. Oktober 1992: Die Unternehmensgruppe Heitkamp feierte ihren 100. Geburtstag. Heitkamp, eines der größten Familienunternehmen in Deutschland, hatte 1991 einen Gesamtumsatz von 1,7 Milliarden Mark gemacht und rund 9.000 Mitarbeiter beschäftigt. Heute noch ist der Firmensitz genau dort zu finden, wo Engelbert Scharpwinkel, genannt Heitkamp, sein Unternehmen 1892 mit vier Mitarbeitern gegründet hat. Die Unternehmensbereiche Bau, Bergbau, Umwelttechnik und Handel haben bei dem Wanne-Eickeler Unternehmen eine lange Tradition.

Blaupunkt schloss Ende 1992 endgültig sein Werk in Herne. Der Grund: Produktionsverlagerungen in Billiglohnländer.

4. November 1992: Herner Schüler hatten zum ersten Mal die Gelegenheit, Politik und Verwaltung offiziell die Meinung zu sagen. In der ersten Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments bekamen die Großen dann auch einiges zu hören. Getrennte Müllsammlungen wünschten sich die Kinder und mehr "Berliner Kissen" gegen Raser. Sie wiesen auf Zigarettenkippen und Scherben in Sandkästen hin, auf defekte Ampeln und das Problem Ausländerfeindlichkeit. Initiator Willi Pohlmann hörte aufmerksam zu und versprach, sich für die Belange der Kinder stark zu machen.

1995
Wolfgang Becker wurde nach Abschaffung der Doppelspitze erster hauptamtlicher Oberbürgermeister Hernes. Bereits am 3. November 1994 hatte er das Oberbürgermeisteramt von Willi Pohlmann übernommen. Der gebürtige Wanne-Eickeler Wolfgang Becker hat Germanistik und evangelische Theologie studiert. 1964 wurde er Lehrer und später Leiter der Realschule Crange. Seit 1984 ist Wolfgang Becker Ratsmitglied. 1988 wechselte der Wanne-Eickeler als Schulleiter zur Realschule Strünkede. Ein Jahr später wurde er SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat.

1997
7. Februar 1997: Mit der Eröffnung einer Gaststätte war der Umbau des Sud- und Treberhauses der ehemaligen Hülsmann-Brauerei abgeschlossen. Nach zweieinhalb Jahren tat sich wieder etwas am Eickeler Markt. Die Stadt Herne zog in das denkmalgeschützte Gebäude ein. Ein großer Bürgersaal für rund 190 Personen, der soziale Dienst des Jugendamts, eine Zweigbücherei und Mitarbeiter des Bürger- und Einwohneramts fanden in der einstigen Brauerei ein neues Domizil. Bereits 1990 hatte die Stadt Herne das Hülsmann-Brauhaus einschließlich der zwei mächtigen Kupferkessel für zwei Millionen Mark erworben. Der Umbau hat weitere 8,85 Millionen Mark gekostet. Den Löwenanteil übernahm mit 6,28 Millionen Mark die Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA).

1997 heißt es "100 Jahre Stadt Herne". Zum 1. April 1897 hat die königliche, preußische Regierung dem Amt Herne die Stadtrechte verliehen. Grund genug für die Herner, das Jahr festlich zu begehen. Das ganze Jahr steht im Zeichen des Jubiläums, das die vielen Facetten und Gesichter der Stadt widerspiegelt, ihre Traditionen, ihr reiches kulturelles und künstlerisches Potential, ihr reges sportliches Leben, Brauchtumspflege und Avantgarde.

Ende 1997 betrat die Stadt Herne das Internet.

2000
31. August 2000: Bis zum 3. September findet auf dem Cranger Kirmesplatz der 9. Deutsche Bergmanns-, Hütten- und Knappentag statt. Die Bergleute pflegen ihr Brauchtum mit dem Großen Zapfenstreich, einer Bergparade und einer Ausstellung unter dem Motto "Wurzeln, Wandel, Innovationen".

2002
29. November 2002: Nach zweijähriger Aus- und Umbauzeit feierte die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 mit einem ansprechenden Kulturprogramm strahlende Eröffnung des neuen Begegnungszentrums an der Alleestraße 50. Helmut Bettenhausen hatte bereits 1964 als erster Herner Künstler sein Atelier in der Zeche eingerichtet. Die "neue" Künstlerzeche bietet nun elf Künstlern Platz für ihr Schaffen - und zudem viel Fläche für Ausstellungen. Das 1,3 Millionen Euro teure Projekt stemmte die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Zeche und dem Land NRW.

2003
28. März 2003: Der Landesverband Westfalen-Lippe eröffnete das Westfälische Museum für Archäologie im urbanen Zentrum der Stadt zwischen Kreuzkirche und Kulturzentrum. Mit dem Neubau aus dunklem Ziegelstein und verglasten Sheddächern aus lauter kleinen Giebeln, die ein wenig an das Gebiss eines Sauriers erinnern, erhielt die Stadt ein Prunkstück - und das modernste Museum seiner Art. Das Land NRW und der LWL investierten 28,1 Millionen Euro.

2004
28. Januar 2004: Da ging er auf, der Vorhang zum ersten, echten und bislang einzigen Volkstheater des Ruhrgebiets: der Mondpalast von Wanne-Eickel. Das Premierenstück "Ronaldo & Julia" - geschrieben von Sigi Domke - eroberte sofort alle Herzen, nicht nur die der Wanne-Eickeler. Hinter der Jugendstilfassade des einstigen Städtischen Saalbaus erwartet die Besucher von Nah und Fern seitdem Ruhrkomik in Reinkultur, Volkstheater mit Niveau.

10. Oktober 2004: Horst Schiereck wurde in der Oberbürgermeister-Stichwahl mit 63,2 Prozent zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Herne gewählt. Der 56-jährige Vater von zwei Kindern löste Wolfgang Becker ab und war zuvor als Lehrer und Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion tätig.

27. Oktober 2004: Herne hat endlich wieder ein Kino! Mit der "Filmwelt Herne" gewann die Stadt ein wichtiges Stück Lebensqualität zurück. Zur Kinopremiere mit rotem Teppich (über den übrigens auch Joachim Kròl schritt), Champagner und Currywurst standen zwei Filme zur Auswahl: Ottos "Sieben Zwerge" und der Richard-Gere-Streifen "Darf ich bitten?". Aber gerne...

Ende 2004: Die Umgestaltung des Boulevard Bahnhofstraße kann mit dem Umbau des Zentralen Busbahnhofs am Konrad-Adenauer-Platz endgültig als abgeschlossen bezeichnet werden.

2005
Im Juli erlebt Röhlinghausen eine große Evakuierung. 11.000 Menschen müssen eines Morgens ihre Wohnungen verlassen, weil eine 1.400 Kilogramm schwere Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft wird.

Das BÜRGERlokal Wanne öffnet im Oktober als Anlaufstelle für die Hernerinnen und Herner seine Pforten.

Jubiläum für die Tage Ater Musik: Zum 30. Mal findet das angesehene Festival im November statt.

2007
16. Dezember 2007: Die jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen hat eine neue Synagoge. Das Gotteshaus steht an der Castroper Straße in Bochum. In der Pogromnacht 1938 waren die Synagogen in Herne und Wanne-Eickel zerstört worden.

2008
15. Januar 2008: Schock zum Jahresbeginn. Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia gibt bekannt, sein Werk in Bochum zu schließen. Die Fabrik liegt an der Stadtgrenze zu Herne. Alle Proteste helfen nichts. Mitte 2008 schließt die Produktionsstätte mit 2.300 Beschäftigten. Viele Menschen aus Herne verlieren ihre Arbeit.

10. August 2008: Die Cranger Kirmes meldet einen Besucherrekord. 4,7 Millionen Besucher sind zum 573. Rummel auf den Festplatz am Rhein-Herne-Kanal gekommen.

6. und 7. Oktober 2008: Herne hat hohen Besuch. Bundespräsident Horst Köhler weilt in der Stadt. Er besucht unter anderem die Akademie Mont-Cenis und sucht das Gespräch mit den Menschen.

26. Oktober 2008: Das letzte Teilstück des Radwegs auf der Erzbahntrasse, die im Westen der Stadt verläuft, wird freigegeben. Damit besteht eine direkte Verbindung für Radler vom Rhein-Herne-Kanal zur Jahrhunderthalle in Bochum.

2009
27. Februar 2009: Das letzte klassische Kaufhaus in Herne schließt. Bei Hertie am Robert-Brauner-Platz gehen die Lichter aus.

30. August 2009: Bei der Kommunalwahl wird Oberbürgermeister Horst Schiereck im Amt bestätigt.

2010
Herne ist mit 52 anderen Städten des Ruhrgebiets ein Jahr lang Teil der Kulturhauptstadt Europas, der RUHR.2010.

29. Januar 2010: Auf dem Willi-Pohlmann-Platz im Herzen der Stadt wird das Mahnmal für die Opfer der Shoah aus Herne und Wanne-Eickel eingeweiht.

27. März 2010: AufRuhr!1225 heißt es im LWL-Museum für Archäologie. Die Ausstellung entführt ins Mittelalter und unterstreicht die Bedeutung des Ruhrgebiets lange bevor Kohle und Stahl kamen.

6. August 2010: Gemeinsam mit Oberbürgermeister Horst Schiereck eröffnet NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die 575. Auflage der Cranger Kirmes.

2011
Am 21. Januar übergibt NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens den Schlüssel für die fertig gestellte forensische Klinik an der Wilhelmstraße. Jahrelang hatte es Streit darüber gegeben, ob der Standort für eine Therapieeinrichtung für gefährliche Straftäter genutzt werden solle. Die Stadt hatte sich dagegen ausgesprochen.

In der Nacht zum 10. November zerstört ein Großbrand das beliebte städtische Familien- und Freizeitbad "Wananas". Personen kommen zum Glück nicht zu schaden, vom Bad bleiben jedoch nur Trümmer übrig.

2012
Im Juli feiert die Print-Ausgabe des Stadtmagazins inherne ihr 10-jähriges Jubiläum.

Am 30. September wird der Jugendkulturpreis Herbert zum ersten Mal vergeben.

Am 8. Dezember wird das 100-jährige Bestehen des Herner Rathauses mit einem Tag der offenen Tür begangen. Alle Bürger der Stadt sind eingeladen, das Gebäude vom Keller bis zur Turmspitze kennen zu lernen.

2013
Am 30. Mai wird der neugestaltete Buschmannshof als zentraler Platz in Wanne der Öffentlichkeit übergeben.

2014
Am 7. März startet die neue Online-Präsenz des Stadtmagazins www.inherne.net in das Internet.

Am 7. Mai fällt mit der Eröffnung des Stadtumbaubüros der offizielle Startschuss für das Stadtumbauprojekt Herne-Mitte.

2015
Am 11. Februar beginnt der Neubau des Sport- und Erlebnisbads Wananas, das im Jahre 2011 einem Großbrand zum Opfer fiel.

Am 13. September gewinnt Dr. Frank Dudda die Wahl zum neuen Oberbürgermeister im ersten Wahlgang.

2016
Am 31. März startet die Unterstützerkampagne "Herne kann was", mit der in Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ein neues Image gegeben werden soll.

Am 4. August wird der Istanbuler Stadtbezirk Besiktas zur siebten Partnerstadt von Herne. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und sein türkischer Amtskollege Murat Hazinedar unterzeichnen den Partnerschaftsvertrag bei einem Empfang im Parkhotel.

Am 27. Dezember öffnet das neu errichtete Sport- und Erlebnisbad Wananas seine Pforten für die Öffentlichkeit.

2017
Am 6. April stellt Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda zusammen mit Mitgliedern des Markenrats der Unterstützerkampagne "Herne kann was" das neue Stadtlogo mit dem Slogan "Mit Grün. Mit Wasser. Mittendrin." vor. Das Logo wurde im Rahmen der Kampagne in den Monaten zuvor entwickelt, um Herne als Marke greifbar zu machen.

Am 26. April präsentiert sich die städtische Homepage www.herne.de in neuem Gewand. Der neue Auftritt ist deutlich übersichtlicher gestaltet und trägt mit seinem voll responsiven Design der verstärkten Rolle mobiler Endgeräte Rechnung.

Am 13. November eröffnet Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda das neue Technische Rathaus als modernsten Standort der Herner Stadtverwaltung im ehemaligen Heitkampgebäude in Wanne.

2018
Der neukonzipierte Wertstoffhof der Entsorgung Herne nahm seinen Betrieb auf.

Das Stadtentwicklungsprojekt für die Innenstadt, die Realisierung der „Neuen Höfe Herne“ am Robert-Brauner-Platz, nimmt Gestalt an. Im Herbst 2018 haben die Bauarbeiten begonnen.

Im Juni 2018 stellte der Vorstand der Fakt AG, Professor Hubert Schulte-Kemper, die Pläne für das Shamrock-Gelände vor.

2019
Ende August 2019 versetzte eine ausgebrochene Kobra Herne in Aufregung. Die am 30. August wieder eingefangene Schlange sorgte für ein hohes Medienaufkommen.

Die Basketballerinnen des Herner TC schreiben Sportgeschichte: Nach einem 80:60 gegen Keltern sind sie erstmals Deutscher Meister und machen damit nach dem Pokalsieg im März das Double perfekt.

2020
Am 11. März wurden die ersten Covid-19-Fälle in Herne bestätigt.

Aufgrund des Pandemiegeschehens muss die Cranger Kirmes abgesagt werden.

Auf dem Parkplatz an der Ecke Cranger Straße/Harpener Weg entsteht Hernes neue Polizeiwache.

2021
Die Stadt Herne hat am Mittwoch, 8. September 2021, im feierlichen Rahmen das neue Stadtteilzentrum H2Ö vorgestellt. Die Einrichtung liegt am Hölkeskampring 2, was den gewählten Namen erklärt. Neben einer Jugendfreizeiteinrichtung finden sich zukünftig das Familienbüro, die Familien- und Schulberatung, die Jugendhilfe im Strafverfahren sowie der soziale Beratungs- und Pflegekinderdienst. Auch das Spielezentrum ist mit seiner riesigen Sammlung von Brettspielen eingezogen. Außerdem stehen dort freie Räume für Stadtteilgruppen, kulturelle Initiativen, Ehrenamtliche und freie Träger zur Verfügung.

Nach fast zwei Jahren Sanierungsarbeiten konnte das Gebäude der „Alten Sparkasse“ offiziell wiedereröffnet werden. Das Einwohnermeldeamt Herne-Mitte, das seit Beginn der Sanierung in der Bahnhofstraße 38 zu finden war, konnte in die ehemalige Schalterhalle der Sparkasse zurückziehen.

Auch in diesem Jahr musste die Cranger Kirmes pandemiebedingt abgesagt werden.

2022
Der Bau der neuen Polizeiwache in Herne geht mit großen Schritten voran. So fand am Mittwoch, 9. Februar 2022, das Richtfest des Gebäudes statt.

Die Planungen für das Stadtjubiläum laufen auf Hochtouren.

2022-02-24