Stadt der Talente

Die Zeit des Bergbaus in Herne ist schon lange Geschichte, heute heben wir andere Ressourcen: die Talente der Menschen in unserer Stadt. Bürger*innen, die nicht nur über eigene gute individuelle Lebensperspektiven verfügen, sondern sich auch aktiv in die wirtschaftliche und soziale Entwicklung unserer Stadt einbringen.

Mit der Gründung des Herner Bildungsnetzwerks hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, die Bildungsteilhabe und Bildungschancen der Herner*innen zu verbessern. Alle Menschen sollen ihre Talente entfalten können. Dabei geht es nicht nur um Wissensvermittlung und das Erreichen formaler Bildungsabschlüsse. Ziel ist es vielmehr, alle Bürger*innen zu einer eigenverantwortlichen Lebensgestaltung und zu einer aktiven gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen.

Hierzu tragen in Herne viele Bildungseinrichtungen sowie außerschulische Lernorte für alle Lebens- und Altersphasen bei. So gibt es etwa eine Vielzahl an Angeboten, die Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten des außerschulischen Lernens, der Freizeitgestaltung und Selbstwirksamkeitserfahrung ermöglichen. Dazu gehören Angebote der kulturellen und technischen Bildung, aber auch die Jugendverbandsarbeit oder die städtischen Einrichtungen der Jugendförderung. Mit dem TalentKolleg Ruhr findet sich in unserer Stadt außerdem ein einzigartiges Beratungs-, Scouting- und Qualifizierungsangebot von regionaler Bedeutung.

Ein wesentlicher Bestandteil der Herner Bildungslandschaft ist auch das gute und differenzierte Schulangebot. Im Rahmen der staatlich-kommunalen Verantwortungsgemeinschaft versteht sich die Stadt Herne als verlässlicher Partner der Schulen und arbeitet an der Sicherstellung professioneller Lern- und Arbeitsbedingungen in den Schulen.

Hierbei spielen insbesondere die räumlichen und technischen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. Über ihre Schulmodernisierungsgesellschaft (HSM) wird die Stadt in den kommenden Jahren rund 150 Millionen Euro in den Gebäudebestand investieren, um Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Unterricht zu verbessern und mehr Ganztagesangebote zu ermöglichen.

Gerade in der Corona-Pandemie hat sich gezeigt: Digitaler Unterricht wird immer wichtiger und bietet auch außerhalb von Krisenzeiten viel Potenzial. Das Jahr 2020 hat aber auch offenbart: Es muss noch viel getan werden, damit digitaler Unterricht in Zukunft zur Selbstverständlichkeit werden kann. Mit der Digitaloffensive 2020 wird die Stadt Herne deshalb die Voraussetzungen für digitalen Unterricht in Herne deutlich voranbringen – mit moderner Infrastruktur und einer zeitgemäßen Geräteausstattung für Schüler*innen und Schulen.


Beispiel: Herner Bildungsnetzwerk

Mit der Gründung des Herner Bildungsnetzwerks und der Einrichtung des Kommunalen Bildungsbüros wurden wichtige strukturelle Grundlagen für eine verlässliche Kooperation der Bildungsakteure in Herne geschaffen. Auf Grundlage eines gemeinsam entwickelten Leitbilds konnten viele bildungspolitische Herausforderungen im Zusammenspiel verschiedener Träger und Einrichtungen bewältigt werden. Die Gestaltung von Bildungsübergängen und der Umgang mit zunehmend heterogenen Lerngruppen zeigen die Vielfalt gemeinsamer Handlungsfelder. Weitere Beispiele sind der Ausbau der Schulsozialarbeit und die Integration von neu-zugewanderten Schüler*innen. Darauf wollen wir aufbauen, in dem wir die lokale Bildungslandschaft bedarfsgerecht und auf Grundlage differenzierter Bildungsdaten weiterentwickeln.

https://inherne.net/rueckschau-und-ausblick-zum-zehnjaehrigen-bestehen-des-bildungsbueros/

Beispiel: Herner Talentschulen

Um die Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu verbessern, hat die NRW-Landesregierung im Jahr 2019 den Schulversuch „Talentschulen NRW“ ins Leben gerufen. Aus insgesamt rund 250 Bewerbungen hat eine Jury 60 Schulen landesweit als Talentschulen ausgewählt, die über einen Zeitraum von zunächst sechs Jahren mehr Personal, eine bessere Ausstattung und ein höheres Budget für Fortbildungen bekommen. Damit sollen sie beispielhaft ausprobieren, wie die Entkopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg besser gelingen kann.
Drei dieser Schulen liegen in Herne. Nach der Realschule Crange wurden Ende 2019 auch das Gymnasium Wanne und die Mont-Cenis Gesamtschule als Talentschulen ausgewählt.

https://inherne.net/realschule-crange-als-talentschule-ausgewaehlt/

Beispiel: Talentkolleg Ruhr

Mit dem TalentKolleg Ruhr findet sich in Herne ein einzigartiges Beratungs-, Scouting- und Qualifizierungsangebot von regionaler Bedeutung. Das TalentKolleg Ruhr aktiviert und begleitet talentierte junge Menschen beim Einstieg in ein geeignetes Studium oder eine passende Ausbildung. Im Fokus stehen dabei insbesondere Jugendliche aus Nichtakademikerfamilien, die sich nach wie vor seltener für ein Studium entscheiden. Ziel der Stadt Herne ist es, das TalentKolleg langfristig als wichtigen Baustein der Bildungslandschaft in Herne zu etablieren.

https://www.tkr-herne.de/
https://inherne.net/talentkolleg-ruhr-startet-jetzt-durch/
https://inherne.net/unsere-talente/

Beispiel: Herner Schulmodernisierungsgesellschaft

Gut 150 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren investiert, um die Herner Schulen für die Zukunft zu rüsten. Die notwendigen Kompetenzen und Ressourcen hierfür liegen in der eigens zu diesem Zweck gegründeten Schulmodernisierungsgesellschaft.

https://inherne.net/die-schulbaumeister/

2020-07-24