Digitaler Netz-Infrastruktur-Ausbau in Herne

Herne ist eine digitale Stadt, die über eine moderne, zukunftssichere IT-Infrastruktur mit Glasfaserleitungen verfügt. Sowohl die Nutzung von Highspeed-Internet mit hoher Leistungsfähigkeit als auch der Anschluss an die Datenautobahn ist von Vorteil für die Versorgung der Verbraucher und tragen dazu bei, dass Herne als Gewerbe- und Wohnstandort zukunftssicher und für junge Menschen und Unternehmen interessant bleibt.

Haushalte in Herne sollen auf eine Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s zugreifen können, Gewerbetreibende und öffentliche Einrichtungen auf mindestens 1 Gbit/s. So wird der Zugang zu digitalen Angeboten flächendeckend ermöglicht und Herner Unternehmen im globalen Wettbewerb gestärkt. Unabhängig der sozialen Herkunft soll den Menschen der Zugang zum Internet bereitgestellt werden. Hierbei setzen wir auf die Zukunftstechnologie Glasfaser sowie die 5G-Mobilfunktechnologie. Ein öffentliches WLAN ist ebenfalls Bestandteil der Infrastruktur und ein klares Bekenntnis zur globalen Ausrichtung der Stadt. Weitere Übertragungstechniken wie das LoRaWAN werden weiter ausgebaut.

Breitband-Ausbau in Herne

Schnelles und zuverlässiges Internet ist ein zentraler Standortfaktor für Unternehmen und Bürger*innen, deshalb ist der Breitbandausbau für die Stadt Herne eine wichtige Maßnahme, um als Standort weiter attraktiv zu sein.

Bereits heute sind 99 Prozent der Haushalte in Herne mit einem Breitbandanschluss ausgestattet, 70 Prozent davon habe einen Glasfaseranschluss. Laut Gigabit NRW werden über 79 Prozent der Haushalte in Herne bereits mit einer Anschlussgeschwindigkeit von mindesten 1000 Mbit/s versorgt. Langfristig soll in ganz Herne eine Versorgung mit schnellen Internet von mindestens 1000 Mbit/s vorhanden sein. Gebiete, die bisher mit weniger als 30 Mbit/s versorgt waren, werden im Zuge des geförderten Breitbandausbaus mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet. Unterstützt wird der Ausbau durch Bund und Länder mit 11,4 Mio. Euro. Im Zuge des Projektes erhalten gut 1.000 Adressen mit über 2.000 Haushalten, unterversorgte Gewerbegebiete sowie 16 Schulen einen Glasfaseranschluss.

Erfahren Sie mehr über die geförderten Ausbaugebiete und den Glasfaserausbau .

WLAN

Um Bürger*innen der Stadt Herne an verschiedenen Orten in Herne die Möglichkeit zu geben, sich in freies WLAN einzuloggen, werden weiter Standorten mit öffentliches WLAN eingerichtet. Im Zuge des Förderprojektes WiFi4EU konnten in der Stadt Herne die Jugendzentren Freibad, Wache, Heisterkamp, Hasenkamp und das Stadtteilzentrum Wache mit öffentlichem WLAN ausgestattet werden. Nutzer können sich hier nach einer Authentifizierung einloggen und im Internet surfen.

Surfen lässt es sich auch in den Busverbindungen der HCR. Die HCR bietet in allen Buslinien kostenloses WLAN an. Fahrgäste können sich in den Linien mit ihren mobilen Endgeräten, ohne Angabe von persönlichen Daten, ins Internet einloggen.

Long Range Wide Area Network (LoRaWAN)

Das LoRaWAN gehört zu den Funktechnologien, die für das Internet der Dinge eingesetzt werden. Das können zum Beispiel Sensoren oder Messinstrumente, Parkplatzmanagement oder Diebstahlsicherungen sein. Auf Grund der geringen Übertragungsraten und hohen Reichweiten eignet sich das LoRaWAN insbesondere für die Übertragung von kleinen Datenmengen über große Distanzen. Im Gegensatz zum WLAN bei dem große Datenmengen über kurze Distanzen verschickt werden.

Anwendungsfälle für die Nutzung eines LoRaWANs, finden sich sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Raum.

LoRaWAN in Herne

Das LoRaWAN-Netz in Herne wurde 2020 im Zuge des Förderprojektes der „Emscher-Lippe Things.Net“ ausgebaut und vom Landesministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie im Digitalisierungsprojekt „Umbau 21“ finanziert. Seitdem stehen 7 LoRaWAN-Masten in Herne und sorgen für ein flächendeckendes frei verfügbares Netz.

Schon heute werden über das LoRaWAN Wasserstandsmeldungen, Schachtfüllstände, Parksensoren sowie Daten von Wetterstationen verschickt.

Der Stiftungsprofessor der Stadtwerke Herne AG, Haydar Mecit von der Hochschule Bochum, gemeinsam mit dem Stiftungsgeber Stadtwerke Herne haben den ersten Anwendungsfall für das LoRaWAN umgesetzt und konnten das Nutzenpotenzial des LoRaWANs direkt unter Beweis stellen. So haben die Stadtwerke Herne einen Sensor in einem Fernwärmeschacht installiert. Über das LoRaWAN-Netz teilt der Sensor den Wasserstand mit, sodass ein Wassereinbruch oder offene Schachttüren aus der Ferne erkannt werden können. Dadurch müssen bei starkem Regen keine Mitarbeitenden rausfahren und nach dem Rechten sehen.

Ein weiteres Beispiel sind Wettersensoren, die nun im Testbetrieb laufen. Überwacht wurden die Auswertungen über eine Smart City IT-Plattform der Stadt Herne. Diese Plattform basiert auf Open-Source-Technologien aus Deutschland und der EU. Dort laufen die Daten zusammen und können genutzt werden. Zukünftig wird diese Plattform auch noch für weitere Smart-City-Anwendungsfälle Einsatz finden. Hieran werden die Stadtwerke Herne AG gemeinsam mit dem Stiftungsprofessor und seinem Forschungsteam weiter arbeiten .

5G-Netzausbau

Das 5G-Netz zählt zu den Schlüsseltechnologien der digitalen Transformation und gilt als Grundlage für eine institutionalisierte Digitalisierung. Das 5G-Netz kann aufgrund seiner niedrigen Latenzzeiten (Verzögerungszeit) für Echtzeit Anwendungen verwendet werden und bildet so die Grundlage für neue Geschäftsmodelle, wie das Internet der Dinge. Das 5G-Netz hat eine bis zu 100 Mal höher Datenübertragungsrate als das heutige 4G-Netz (LTE) und kann mehr Nutzer in einer Mobilfunkzelle versorgen. Dies ist insbesondere im industriellen Umfeld wichtig, wo eine Vielzahl von Sendern auf kleinem Raum konzentriert wird. In Herne ist das 4G-Netz bereits flächendeckend vorhanden, auch das 5G-Netz soll ausgebaut werden und flächendeckend in Herne zur Verfügung stehen.