Masterplan Wasserlagen - Zukunftsperspektiven für die Wasserlagen der Stadt Herne

Rhein-Herne-Kanal

Warum brauchen wir einen Masterplan Wasserlagen?

Gerade für Städte im Strukturwandel besteht durch die Umnutzung (meist) industriell geprägter Wasserlagen die einzigartige Chance, neue Lagequalitäten für das Wohnen und Arbeiten zu etablieren. Eine Öffnung zum Wasser, verbunden mit der Qualifizierung von Wegeverbindungen und Aufenthaltsräumen, trägt ferner zur Erhöhung der Freizeit- und Erholungsfunktion einer Stadt bei.

Mit dem Masterplan Wasserlagen soll eine nutzungsorientierte Entwicklungsperspektive für Emscher- und Kanalraum erarbeitet werden. Neben Wohn- und Wirtschaftsflächenpotenzialen soll der Masterplan ebenso die Themen Freizeit und Mobilität sowie Umwelt- und Freiraumbelange behandeln. Eine Qualifizierung der blau-grünen Infrastruktur trägt zur Erholungs- und Freizeitfunktion der Stadt bei und kann ebenso ökologischen Zielen der Stadtentwicklung sowie der Klimaanpassung gerecht werden.

Der Masterplan dient als mittel- bis langfristiges Rahmenkonzept und bündelt Entwicklungsabsichten im Emscher- und Kanalraum. Er entwirft die Struktur, Zonierung und Organisation des Planungsraums und bereitet städtebauliche Impulse vor.

Der Planungsraum

Luftbild des Planungsraums

Der Planungsraum wird im Norden durch die Stadtgrenze und im Süden durch die A 42 begrenzt. Er umfasst etwa 12 Quadratkilometer. Dies entspricht knapp einem Viertel des Herner Stadtgebiets.

Folgende Fragen soll der Masterplan Wasserlagen beantworten:

  • Wie lässt sich der Stadtraum um den Rhein-Herne-Kanal und der Emscher für die Herner Stadtentwicklung optimal in Wert setzen?
  • Wo bestehen Potenziale für die Aufwertung des Freiraums, zur Erholung und als Landschaftsraum?
  • Wie können Fuß- und Radwegeverbindungen verbessert, geschaffen oder gesichert werden?
  • Wo bestehen Potenziale zur Entwicklung neuer Wohn- oder Wirtschaftsflächen? Welche städtebaulichen Entwicklungsziele lassen sich für diese Flächen formulieren?
  • Wo sind Bestandsentwicklung, Aufwertung oder Umstrukturierung bestehender Gebiete erforderlich?

Der Prozess

Der Erarbeitungsprozess ist in drei Bausteine gegliedert:

  • Baustein A I Bestandsaufnahme - abgeschlossen
  • Baustein B I Nutzungs- und Strukturkonzept - in Bearbeitung
  • Baustein C I Rahmenpläne für bedeutsame Potenzialflächen

Das Nutzungs- und Strukturkonzept wird aktuell im Auftrag der Stadt von einem fachübergreifend aufgestellten Planungsteam bestehend aus drei Büros erarbeitet:

  • CITYFÖRSTER architecture + urbanism (Architektur + Städtebau)
  • freiwurf LA (Landschaftsarchitektur)
  • PLANKOM (Kommunikation + Partizipation)

Projektauftakt

Die Auftaktveranstaltung fand am 4. Oktober 2021 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 statt. Im Rahmen der Veranstaltung hat sich das beauftrage Team vorgestellt und die Ziele und das Vorgehen zur Erarbeitung des Nutzungs- und Strukturkonzept erläutert. Die Anwesenden (BürgerInnen, PolitikerInnen und weitere Multiplikatoren aus dem Planungsraum) hatten die Möglichkeit, ihre Perspektiven, Erfahrungen, Wünsche und Anregungen einzubringen.

Pressemitteilung der Stadt Herne

Ausblick

Im Frühjahr 2022 werden zwei Konzeptionsworkshops durchgeführt, um das Wissen, die Ideen und Anregungen von Bürgerschaft und Politik aufzunehmen. Wir werden zu gegeben Zeit u. a. auf dieser Website über Details informieren.

Das finale Nutzungs- und Strukturkonzept (Baustein B) liegt voraussichtlich vor der Sommerpause 2022 vor und wird der Öffentlichkeit präsentiert. Für Schlüsselbereiche sollen im Anschluss Entwicklungsziele in städtebaulichen Rahmenplänen konkretisiert werden.

Ihre Anmerkungen

Anmerkungen und Fragen können Sie an die E-Mail-Adresse masterplan-wasserlagen@herne.de richten.

Weiterlesen

Prozessablauf Nutzungs- und Strukturkonzept Baustein B (PDF, 148 KB)

Beschluss Erarbeitung Masterplan Wasserlagen (PDF, 5.240 KB)

Bericht Masterplan Wasserlagen - Vergabe Strukturkonzept (PDF, 770 KB)

2021-10-18