Masterplan Einzelhandel Herne

Die Stadt hat das Ziel eines wohnortnahen Einzelhandelsangebots mit attraktiven Zentren. Um dieses zu steuern, wurde der Masterplan Einzelhandel erarbeitet.

Um eine ausgewogene Einzelhandelsstruktur in Herne zu sichern und dauerhaft zu stärken, stellt der dieser Masterplan Empfehlungen und Umsetzungsinstrumente für die kommunale Baugenehmigungspraxis und die örtliche Bauleitplanung sowie Grundlagen für die Beratung von Projektentwicklern, Investoren und Immobilieneigentümern zur Verfügung.

Die Vorstellungen der Stadt werden auf diese Weise transparent gemacht, sodass alle Beteiligten Planungssicherheit erlangen.

Der Masterplan Einzelhandel wurde am 23. Juni 2020 (erste Teilfortschreibung) vom Rat der Stadt Herne beschlossen. Er beinhaltet Regelungen zur Einzelhandelsentwicklung im gesamten Stadtgebiet. Ein Ziel ist es, die Nahversorgung zu sichern und Einzelhandelsansiedlungen auf zentrale Versorgungsbereiche beziehungsweise geeignete Nahversorgungs- und Sonderstandorte außerhalb der Zentren zu lenken.

Regionales Einzelhandelskonzept Östliches Ruhrgebiet (REHK)

Bereits im Jahr 2001 hatten sich 19 Kommunen im östlichen Ruhrgebiet in einer Kooperation zusammengeschlossen mit dem Ziel, ihre Einzelhandelsentwicklung möglichst einvernehmlich zu betreiben und dadurch die Innenstädte und Stadtteilzentren zu stärken. Gleichzeitig wurde die Notwendigkeit eines ergänzenden Versorgungsnetzes mit nicht zentrenrelevanten Angeboten an Sonderstandorten anerkannt. Künftig sollte sich keine Gemeinde mehr gezwungen fühlen, ein Vorhaben trotz Bedenken gegen Konzeption oder Standort nur deshalb zu unterstützen oder umzusetzen, weil es andernfalls in einer Nachbargemeinde zur Realisierung kommen würde.

Zu diesem Zweck wurde eine Vereinbarung geschlossen, die inzwischen von 24 Kommunen anerkannt wird. Diese beinhaltet

  • die gegenseitige Information über Einzelhandelsvorhaben mit überörtlicher Bedeutung
  • die Bereitschaft zur nachbarschaftlichen Erörterung im Kreis betroffener Kommunen mit dem Ziel, einen regionalen Konsens herzustellen
  • das Einverständnis, das Regionale Einzelhandelskonzept inhaltlich und verfahrensmäßig zur Gesprächsgrundlage zu machen
  • die Verpflichtung zu Datenpflege und Austausch
  • die Verpflichtung, die im regionalen Konsens getroffenen Vereinbarungen durch entsprechende planungsrechtliche Maßnahmen einzuhalten und umzusetzen.

Die Zusammenarbeit wird unterstützt durch fünf Industrie- und Handelskammern, zwei Einzelhandelsverbände, zwei Bezirksregierungen, den Regionalverband Ruhr und zwei Kreise. Der bislang gute Erfolg hat den gewählten Weg bestätigt und in den letzten Jahren zu einer Vielzahl ähnlicher regionaler Einzelhandels-Kooperationen und -Konzepte in NRW geführt.

Handel ist permanenter Wandel, so dass sich die Städte und Gemeinden mit immer wieder mit neuen Entwicklungen planerisch auseinandersetzen müssen. Trotz fast überall sinkender Bevölkerungszahlen und mehr oder weniger stagnierender Kaufkraft erhöht sich die Verkaufsfläche im Einzelhandel weiter. Zudem werden immer wieder neue Konzepte erprobt.

Vor diesem Hintergrund wurden die Regelungen des Regionalen Einzelhandelskonzeptes nach 2007 ein zweites Mal überprüft und fortgeschrieben (REHK 2013).

Durch Beschluss vom 15. Oktober 2013 hat der Rat der Stadt Herne dem fortgeschriebenen Konzept und der weiteren Beteiligung an der regionalen Kooperation zugestimmt.

Karen Schulz
Stadt Herne
Fachbereich Umwelt und Stadtplanung
Langekampstraße 36
44652 Herne
Telefon: 0 23 23 / 16 – 30 14
E-Mail: karen.schulz@herne.de

2020-09-29