Anfang Februar 2026 erhielt der Fachbereich Kinder-Jugend-Familie einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 290.000 Euro. Diese Summe wird durch einen 20-Prozent-Eigenanteil ergänzt, sodass im Jahr 2026 insgesamt 363.000 Euro für die Umsetzung von Projekten für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 27 Jahren zur Verfügung stehen. Die Fördermittel stammen aus dem Landesförderprogramm Teil.Sein.NRW des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration Nordrhein-Westfalen.
Der Fachbereich Kinder-Jugend-Familie beantragt seit 2018 Mittel aus diesem sowie aus den Vorgänger- und Förderprogrammen. In den letzten fünf Jahren konnte die erhaltene Fördersumme um 1.500 Prozent gesteigert werden. Diese Erhöhung ist das Ergebnis einer langfristigen strategischen Ausrichtung und des kontinuierlichen Aufbaus eines Netzwerks in Herne.
Die Verantwortung für die Anträge liegt in der Abteilung Planung und Prävention. „In den letzten Jahren wurde viel Energie investiert, um gezielte und durchdachte Projekte zu entwickeln. Diese zielgerichtete Planung ermöglicht es uns, umfangreiche finanzielle Mittel zu akquirieren. Unsere Erfolge in der Umsetzung und Verstetigung dieser Projekte sind deutlich sichtbar. Das gemeinsame Ziel ist, das Miteinander in unserer Gesellschaft zu verbessern, deswegen sind die Projekte so vielfältig“, so Kirsten Wietoska, Leiterin des Fachbereiches Kinder-Jugend-Familie der Stadt Herne. Das Landschaftsverband-Westfalen-Lippe-Landesjugendamt schätzt die Umsetzung in Herne und hat bereits mehrfach eingeladen, bei Fachveranstaltungen über die Erfahrungen aus Herne zu berichten.
Das Projektangebot ist vielfältig. Es gibt Angebote, die sich gezielt an junge Kinder richten und solche, die offen für alle Interessierten sind. Die Projekte reichen von Workshops bis hin zu Fortbildungen für Fachkräfte. Ein großes Augenmerk legt der Fachbereich auf die nachhaltige Umsetzung der Projekte. „Wir haben einen guten Kontakt zu den Geldgebern, dem Landesjugendamt und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Als wir unsere Ideen vorstellten, waren sie begeistert und erkannten den Bezug zur Jugendhilfe. Sie haben unser Konzept geprüft und unterstützen uns weiterhin“, sagte Ronald Schüssler, Abteilungsleiter der Abteilung Planung und Prävention im Fachbereich Kinder-Jugend-Familie.
Mehrere Initiativen, wie ein Coolnesstraining oder eine Kulturwoche an einer Schule, werden auch außerhalb des Förderprogramms fortgeführt. So können solche Projekte verstetigt werden.
Im Jahresverlauf sind insgesamt 18 Fachkräfte federführend an der Umsetzung der Projekte beteiligt. Die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern, darunter Zivilgesellschaft, Schulen und Jugendzentren, ist entscheidend.