Im Rahmen des 5-StandorteProgramms des Landes NRW zur strukturellen Förderung der besonders vom Ausstieg aus der Kohleverstromung betroffenen Kommunen kann die Stadt Herne einen wichtigen Erfolg auf dem Weg zur erfolgreichen Beantragung der Fördermittel vermelden: Die Projektplanung für eine Revitalisierung und Entwicklung des FunkenbergQuartiers Ost hat eine Drei-Sterne-Bewertung erhalten und erfüllt damit alle formalen Voraussetzungen für eine kurzfristige Einreichung des Förderantrags.
Damit hat das Projektvorhaben eine weitere, wichtige Hürde auf dem Weg hin zu einer erfolgreichen Bewerbung um Strukturfördermittel von Bund und Land aus dem 5-StandorteProgramm genommen: „Mit dieser Entscheidung kommen wir unserem erklärten Ziel, Fördermittel in mittlerer zweistelliger Höhe für die Entwicklung des östlichen Teils des FunkenbergQuartiers einzuwerben, einen großen Schritt näher“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.
Zur Erinnerung: Um den vom Kohleausstieg besonders betroffenen Kommunen Perspektiven im Strukturwandel zu eröffnen, unterstützt die Bundesregierung in Nordrhein-Westfalen fünf Standorte von Steinkohlekraftwerken bis 2038 mit bis zu 662 Millionen Euro. Herne ist einer der Standorte, die die zusätzlichen Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen können. Weitere Standorte sind die Städte Gelsenkirchen, Duisburg und Hamm sowie der Kreis Unna. Die Umsetzung des Programms erfolgt durch das Land NRW, genauer dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Bewilligungsbehörde ist im Falle des Herner Vorhabens die Bezirksregierung Arnsberg.
Aus Sicht der Herner Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne Business erläutert Dr. Svenja Rebsch den Stellenwert der Drei-Sterne-Bewertung: „Mit diesem Votum geht die Feststellung einher, dass das Projekt in der vorliegenden Form alle formellen Voraussetzungen für eine Beantragung von Fördermitteln erfüllt.“ Im Gegensatz zu anderen Projekten habe bei diesem Vorhaben nicht nachgearbeitet werden müssen.
„Dieser Erfolg freut uns sehr, weil sich damit zeigt, dass unsere Ideen und Planungen exakt auf der Linie dessen liegen, was aus Sicht des Fördermittelgebers von einem solchen Transformationsprojekt erwartet wird und im Sinne einer zukunftsweisenden Wirtschafts- und Stadtentwicklung Sinn ergibt. Im Hinblick auf die kommende Beantragung der Fördermittel ist das ein sehr gute Nachricht“, so Ronald Graf, Geschäftsführer der Funkenbergquartier- Entwicklungsgesellschaft Herne (FEG).
Aktuell werden durch die Mitarbeitenden im Projekt die entsprechenden Antragsunterlagen fertiggestellt. Angesichts der Komplexität des Vorhabens wird dies noch bis zum Sommer dauern. Beteiligt sind neben der Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft auch Kolleg*innen des Fachbereichs 51, der für „Umwelt und Stadtplanung“ zuständig ist: „Vorgesehen ist, dass die Einreichung der Antragsunterlagen noch vor Beginn der Sommerferien erfolgen wird. Anschließend beginnt die Prüfung durch den Fördermittelgeber. Mit einer Entscheidung rechnen wir nicht vor Ende des laufenden Jahres“, zeigt Svenja Rebsch den weiteren Zeitplan auf.
Für die Stadt Herne stellte Oberbürgermeister Frank Dudda nochmals heraus, dass man beim 5-StandorteProgramm mit mehreren Projekten parallel an den Start gehe, die aber gezielt auf einander abgestimmt seien: „Wir entwickeln mit ChemINa, einem Spitzen-Cluster der Chemieforschung in Deutschland, und dem Transformationszentrum für Georessourcen und Ökologie (TGÖ) gezielt des Hochschul- und Wissenschaftsstandort Herne weiter. Hier fügt sich die Entwicklung des FunkenbergQuartiers nahtlos ein, zumal wir in absehbarer Zeit auch weitere Details zur geplanten Wohnbebauung auf dem Areal werden berichten können.“