Eine Fortbildung zum Thema Mundgesundheit in der Kindertagespflege hat Ende Februar stattgefunden. Als fachkundige Referentin war die städtische Zahnärztin Birsel Habrichi-Pulat zu Gast.
Diese vermittelte den teilnehmenden Tagespflegepersonen praxisnahe Informationen rund um einen mundgesunden Betreuungsalltag mit den Kleinsten. Im regen Austausch untereinander wurden die Grundlagen für ein gesundes Aufwachsen der Kinder ab dem ersten Zahn durch Vermeidung der frühkindlichen Karies besprochen. Altersgerechte Mundhygiene, gesunde Ernährung und zahnärztliche Angebote für die Kleinsten, aber auch der dosierte Einsatz eines Beruhigungssaugers waren zentrale Themen. Was hilft beim Zahnen? Was ist ein Kirschsauger? Brauchen Kinder Trinklerngefäße? Zahnpasta mit oder ohne Fluorid? Das waren einige der Fragen, die mit zahlreichen Ansichtsmaterialien erörtert und beantwortet wurden.
Tagespflegepersonen, die mundgesunde Kriterien umsetzen, können durch den Arbeitskreis Zahngesundheit als „Tagespflege mit Biss“ zertifiziert werden. Dazu gehört tägliches, betreutes Zähneputzen mit allen Kindern, eine zahngesunde Ernährung mit einem zuckerfreien Vormittag und kauintensiven Zwischenmahlzeiten sowie der Verzicht auf Trinklerngefäße und Nuckelflaschen. Wasser als Getränkeangebot und das Abstellen von Lutschgewohnheiten spätestens zum dritten Lebensjahr sind weitere Kriterien. Die Fortbildung zeigte einmal mehr, wie wichtig die kontinuierliche Weiterbildung und der Erfahrungsaustausch in der Kindertagespflege sind.
Bild: Christina Kaym, Herner Tageseltern.