Das ehemalige Betriebsgebäude im Tierpark Gysenberg wurde 2024 aus Sicherheitsgründen gesperrt. Nun soll es neu gebaut werden. Die Pläne dazu wurden am Mittwoch, 18. März 2026, bei einem Termin mit Bezirksbürgermeister Mathias Grunert und der Bezirksvertretung Sodingen vorgestellt.
Direkt vor Ort am ehemaligen Unterkunftsgebäude, das in Sichtweite zum Tierpark gelegen ist, konnten sich die Anwesenden vom desolaten Zustand des Gebäudes überzeugen. „Das Gebäude musste 2024 spontan gesperrt werden, da es einsturzgefährdet und auch stark von Schimmel befallen ist“, erläuterte Fachbereichsleiter Stadtgrün David Hucklenbroich. Übergangsweise konnten die Mitarbeitenden beim Betriebsgebäude des Südfriedhofs an der Wiescherstraße unterkommen. Insgesamt vier Mitarbeitende und zusätzlich zwei am Wochenende betreuen den Tierpark an sieben Tagen in der Woche.
Jedoch könne dies allein wegen der räumlichen Entfernung keine dauerhafte Lösung sein, fuhr David Hucklenbroich fort. Eine Machbarkeitsstudie für einen Neubau sei deshalb beim Gebäudemanagement in Auftrag gegeben und die Haushaltsmittel für die Maßnahme angemeldet worden. Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf rund 850.000 Euro. Das Bauvorhaben umfasst zwei wesentliche Phasen, zum einen den Abriss und die Baugrunderschließung, die für Ende 2026 vorgesehen sind, und dann 2027 den Neubau.
„Wir werden das vom Gebäudekörper her etwas verkleinern“, erläuterte Matthias Eschmann, Teamleiter Planung im Fachbereich Gebäudemanagement der Stadt Herne. Geplant sei ein Funktionsbereich, wo Lager- und Betriebsmittel untergebracht werden, und gegenüber ein Aufenthaltsbereich mit Büros, Arbeitsplätzen, Umkleiden, sanitären Anlagen und einer Küche. Ein befahrbarer Innenhof soll bestehen bleiben. Das Ganze soll in Containerbauweise errichtet werden.
Zu den Entwicklungen des Tierparks äußerte sich Andreas Rothe, Leiter des Bereichs Unterhaltung im Fachbereich Stadtgrün: „1965 war die Hochzeit des Zoos mit 1.000 Tieren und 190 Arten auf 1.000 Hektar verteilt.“ 1990 beschlossen Verwaltung und Politik das Ende der in die Jahre gekommenen Anlage und den Weg zum bauernhofähnlichen Tierpark. 1998 wurde das Gebäude des heutigen Tierparks eingeweiht. „Das Unterkunftsgebäude diente früher auch der Beherbergung von verschiedenen Tierarten. Ich erinnere da an die Kragenbären, die Braunbären und die Gibbons, die über die Teiche mit Seilen von Insel zu Insel manövrierten“, so Andreas Rothe weiter.