Der Familienkiosk im Kaiserquartier ist als gelungenes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit zwischen der Stadt Herne und dem Kreis Recklinghausen ausgezeichnet worden. Thomas Hunsteger-Petermann, Landesbeauftragter für interkommunale Zusammenarbeit, übergab am Montag, 20. April 2026, vor Ort in Herne den Förderbescheid.
Entgegengenommen wurde der Bescheid vom Recklinghäuser Kreisdirektor Dominik Schad und Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Gemeinsam nutzten beide die Gelegenheit, den Landesbeauftragten sowie anwesende Gäste und Medienvertreter*innen im Anschluss an die Übergabe des Förderbescheids durch die Räumlichkeiten zu führen.
„Der Familienkiosk folgt einer einfachen Idee: Wir bringen an einem Ort alles zusammen, was junge Familien an medizinischer Versorgung und Information in Sachen Unterstützung und Begleitung brauchen, um für ihre Kinder einen guten Start ins Leben zu ermöglichen“, bringt Dr. Frank Dudda das Konzept auf den Punkt.
„Es geht um eine gute gesundheitliche Versorgung für Familien im Bedarfsfall, aber auch um Themen wie Prävention und Beratung. Um die jungen Familien bestmöglich zu unterstützen, werden Familienlotsinnen und -lotsen aus den Gesundheitsämtern unserer beiden Kommunen eingesetzt, die die Familien auf Wunsch begleiten, beraten und anleiten“, erklärt Kreisdirektor Dominik Schad. „Es ist ein besonderes Projekt, das genau dort stattfindet, wo es viel bewirken kann. Ich freue mich, dass Unterstützung nicht an Stadtgrenzen Halt macht und wir diesen Weg gemeinsam gehen.“
Weil dieser Service- und Beratungsbedarf nicht nur in Herne, sondern auch jenseits der Stadtgrenze im nahegelegenen Kreis Recklinghausen besteht, lag es nahe, Kompetenzen zu bündeln, Kosten zu sparen und ein gemeinsames Angebot zu schaffen. Weil dies in besonders überzeugender Weise gelungen ist, wurde das Projekt „Familienkiosk“, das auf den Namen „HERE’s healthy“ für HERne und REcklinghausen hört, nun vom Land NRW ausgezeichnet.
Darüber hinaus ist das Familienkiosk über seinen eigentlichen Zweck hinaus ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Entwicklung des Kaiserquartiers insgesamt. „Hier zeigt sich, dass ein solch wohnortnahes Angebot ein echter Gewinn für die Menschen ist – und zwar ganz gleich, ob sie dies- oder jenseits der Stadtgrenze leben“, so Dr. Frank Dudda.