Das Bündnis für Arbeit hat sich am Montag, 20. April 2026, im wewole FORUM zum turnusmäßigen Austausch getroffen. Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda wies bei der Begrüßung der circa 30 Teilnehmenden aus Verwaltung, Unternehmen und Institutionen darauf hin, dass es für Herne einen neuen Beschäftigungsrekord gibt.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im September 2025 auf 53.064. Das sind 985 Personen oder 1,9 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr. „Eine sensationelle Entwicklung. Ich habe die Hoffnung, dass das noch weiter ausbaufähig ist“, betonte das Stadtoberhaupt. Die stärksten Zuwächse gab es in den Branchen Handel, Baugewerbe, Gesundheit sowie Erziehung und Unterricht.
Ein Treiber des Wachstums ist die Integration von Menschen ohne deutschen Pass in den Arbeitsmarkt. „Sie haben ganz massiv zum Wachstum beigetragen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei Menschen ohne deutschen Pass wuchs zwischen 2020 und 2025 um 3.450 Personen und 55,4 Prozent. Unser Wachstum ist massiv durch Migration gestützt worden“, betonte Sebastian Brimberg, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Herne, bei der Präsentation der Arbeitsmarktszahlen.
Ende März ist die Arbeitslosenquote gesamt in Herne leicht gesunken von 12,4 Prozent im Februar auf 12,3 Prozent. Auch die Arbeitslosenzahl der Jugendlichen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren sank leicht auf 11,3 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist mit 1.004 Personen weiterhin hoch. Die Quote der Schüler*innen inklusive Förderschüler*innen ohne Abschluss ist von 2019 bis 2024 erneut angestiegen und lag 2024 bei 11,1 Prozent. „Das ist eine Entwicklung, die uns Sorgen bereitet. Wir müssen sehen, dass wir die Jugendlichen ins System bekommen. Wenn wir sie nur rausfallen lassen, kriegen wir das Problem niemals gelöst“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.
Das Bündnis für Arbeit hatte auch deswegen Dr. Nadine Albrecht, Gründerin von „mindmittens“, für einen Impulsvortrag eingeladen. Sie führte aus, dass die psychischen Belastungen der aktuellen jungen Generationen stärker seien als bei älteren Generationen. Stress, Erschöpfung und Selbstzweifel hätten starke Auswirkungen auf Motivation und Leistungsfähigkeit. Mit ihrem Programm stärkt sie die mentale Gesundheit und Resilienz junger Menschen und setzt beim Selbstkonzept der Jugendlichen an. Seit 2022 kooperiert sie mit der Stadt Herne.