Der OGS-Fachtag der Stadt Herne fand am Mittwoch, 29. April 2026, im Kaisersaal, Eickeler Straße 29a, statt. Er hat gezeigt, welche zentrale Bedeutung die Offenen Ganztagsschulen (OGS) für die Bildungslandschaft in der Stadt haben. Die Veranstaltung, eröffnet durch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, brachte zahlreiche Akteur*innen aus Praxis, Verwaltung und Politik zusammen.
Neben Vertreter*innen der Offenen Ganztagsschulen nahmen Abgeordnete aus Bundestag und Landtag teil. Ein besonderer Höhepunkt war die Podiumsdiskussion mit dem Bundestagsabgeordneten Hendrik Bollmann, in der zentrale Fragen zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ab 2026 diskutiert wurden.
Im Fokus standen insbesondere die Herausforderungen und Perspektiven für die Stadt Herne. Deutlich wurde, dass die Stadt in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte erzielt hat: So wurden seit dem Schuljahr 2021/22 über 1.100 zusätzliche OGS-Plätze geschaffen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage weiterhin stark an, sodass der Ausbau konsequent fortgeführt werden muss.
Einigkeit bestand darüber, dass der Ganztag weit mehr ist als ein Betreuungsangebot. Vielmehr geht es um eine ganzheitliche Bildungs- und Entwicklungsförderung, die nur durch enge Kooperation aller Beteiligten gelingen kann.
Andreas Merkendorf, Bildungsdezernent der Stadt Herne, betonte: „Der OGS-Fachtag hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Herne geht hier einen klaren Weg: Kooperation statt Alleingang. Nur gemeinsam können wir den Rechtsanspruch nicht nur erfüllen, sondern auch qualitativ hochwertig gestalten.“
Auch Tanja Wasmuth, Leiterin des Fachbereichs Schule und Weiterbildung, zog ein positives Fazit: „Die Veranstaltung war ein großer Erfolg. Sie hat nicht nur die Leistungen der OGS gewürdigt, sondern vor allem den fachlichen Austausch und die Vernetzung gestärkt. Genau diese Zusammenarbeit ist entscheidend für die Weiterentwicklung des Ganztags in Herne.“
Die Stadt Herne verfolgt weiterhin das Ziel, die Versorgungsquote im Ganztag bis zum Schuljahr 2029/2030 auf mindestens 70 Prozent zu erhöhen und gleichzeitig die Qualität der Angebote nachhaltig zu sichern. Der Fachtag hat hierfür wichtige Impulse geliefert und den gemeinsamen Willen zur Weiterentwicklung deutlich unterstrichen.
Foto: Armin Kurpanik, Stadt Herne
Gruppenfoto Bildunterzeile: v.l Nina Baumann, Fachbereichsleitung Schule bei der Arbeiterwohlfahrt, Hendrik Bollmann Bundestagsabgeordneter (SPD), Andreas Merkendorf, Bildungszezernent und Andrea Christoph-Martini, Schulamtsdirektorin des Schulamtes für die Stadt Herne.