Seit Jahren besteht der Wunsch den vollversiegelten Marktplatz durch großflächige Entsiegelungsmaßnahmen aufzuwerten.
Die Aufenthaltsqualität des Marktplatzes ist gering und die nahezu vollversiegelte Fläche macht ein Verweilen vor allem an heißen Sommertagen nur schwer erträglich. Die Anwohnenden halten sich demnach vorzugsweise nur im Randbereich unter der schattenspenden Baumkrone des Straßenbaums auf.
Damit der Platz in Zukunft in vollem Maß genutzt werden kann, soll der Platz durch Maßnahmen wie Entsiegelung und Begrünung in seiner Aufenthaltsqualität erheblich gesteigert werden. Es entsteht ein Piko-Park (kleine lokalklimatisch wirksame Parkanlagen) bei dem die Hitzeentwicklung am Tag sowie die nächtliche Überwärmung verringert wird. Weiterhin wird der neue Piko-Park so weit möglich von der Kanalisation getrennt, damit das Regenwasser vor Ort bleibt und den zukünftigen Pflanzen zur Verfügung steht, aber auch hilft die Umgebung durch Verdunstung abzukühlen. Mit zusätzlichen Pflanzungen von Bäumen entstehen neue schattenspendende Orte und Verdunstungsflächen, die den Ort abkühlen. Die großen Grünflächen bieten viel Platz für Sträucher, Stauden, Gräser und Bodendecker, die einen artenreichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen.
Als weiterer Anlaufpunkt zum Verweilen und Erholen soll neben der Gestaltung der großen Grünfläche auch die Wassergestaltung als eine weitere Maßnahme zur Anpassung des Stadtklimas realisiert werden. Hier entsteht auf dem zentralen Platz ein Wasserspiel in Form eines Fontänenfeldes.
Die Gewerbetreibenden an der nördlichen Seite des Platzes sowie des Pavillons erhalten ausreichend gepflasterte Platzfläche um die Kundschaft empfangen und bedienen zu können. Dem Markthändler wird die Möglichkeit geboten sich zukünftig auf dem angrenzenden Parkplatz aufzustellen.
Der Marktplatz erfährt mit der Umgestaltung zu einer kleinen grünen Oase eine enorme Steigerung der Aufenthaltsqualität und wird als Begegnungsraum für die Bürgerinnen des Stadtteils fungieren können.
Dies wird mit der Hilfe von Fördergeldern in Höhe von etwa 1 Million Euro durch das Förderprogramm "NKK - Natürlicher Klimaschutz in Kommunen" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Bank aus Mitteln des Klima- und Transformationsfonds des Bundes realisiert.
Eine Umsetzung der Maßnahme ist ab dem 1. Quartal 2026 vorgesehen. Die Baumaßnahme wird dann voraussichtlich im Herbst 2026 abgeschlossen sein.