Der Neubau der Hauptfeuer- und Rettungswache am Florianweg hat den nächsten Meilenstein erreicht: Am Dienstag, 26. August 2025, feierten Feuerwehrleute, Vertreter*innen der Stadt Herne sowie das Architektur- und Fachplanungsbüro agn Niederberghaus & Partner GmbH und das ausführende Bauunternehmen MBN Bau GmbH gemeinsam Richtfest.
Mit einem Investitionsvolumen von rund 140 Millionen Euro ist der Bau der neuen Hauptfeuer- und Rettungswache (HFRW) das größte kommunale Infrastrukturprojekt in der Geschichte der Stadt Herne.
Entsprechend groß fiel auch der Dank aus, den Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda in seinem Grußwort in Richtung der Beteiligten Akteure abstattete: „Im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Herne, zu deren Schutz die neue Hauptfeuer- und Rettungswache entsteht, sage ich einen herzlichen Dank an alle Bauleute, Planer und Architektinnen, die an der Realisierung dieses Großprojekts beteiligt waren.“
Seit dem Spatenstich Ende April 2024 hatten Bauleute und Beschäftigte weiterer Gewerke auf der Großbaustelle am Florianweg intensiv und mit großem Engagement daran gearbeitet, das für die Stadt so wichtige Projekt im Sinne eines ressourcenschonenden und nachhaltigen Bauens Realität werden zu lassen. Und dank der guten Arbeit aller beteiligten Personen liegt das Großprojekt hinsichtlich Zeit- und Kostenplanung weiterhin voll im selbst gesetzten Rahmen. Vorgesehen ist, dass in der neuen Hauptfeuer- und Rettungswache im Mai 2027 der operative Dienst aufgenommen wird.
Doch nicht nur finanziell erreicht das Bauvorhaben bisher nicht gekannte Dimensionen: Aufgrund der logistischen Anforderungen an den entstehenden Gebäudekomplex ist das Vorhaben auch baulich ein hochkomplexes Unterfangen. Denn künftig finden nicht nur Feuerwehr und Rettungsdienst ein neues, gemeinsames Zuhause am Florianweg, sondern das Gebäude beherbergt auch eine redundante, interkommunale Einsatzzentrale mit aller technischen Ausstattung, die im Not- und Krisenfall für Einsätze rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche erforderlich ist.
Mit Abschluss des Rohbaus tritt ein weiteres ausführendes Unternehmen in das Projekt ein: „Die in Wien ansässige Frequentis AG ist eines der führenden Unternehmen für IT- und Kommunikationstechnik im Bereich der kritischen Infrastruktur“, erläutert Christian Keller, der das Projekt bei der HSM Herner Schulmodernisierungsgesellschaft mbH für die Stadt verantwortet.
Für den federführenden Generalübernehmer MBN Bau GmbH unterstrich Geschäftsführer Ralf Kotbusch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Wir freuen uns, Teil dieses besonderen Bauvorhabens zu sein. Dass wir heute mit dem Richtfest einen weiteren, wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur endgültigen Fertigstellung feiern können, ist nicht zuletzt das Ergebnis des guten, partnerschaftlichen Miteinanders aller Beteiligten.“
Seitens des Architektur- und Fachplanungsbüros agn bekräftigte Evelyn Wendt-Salmhofer diese Einschätzung ausdrücklich: „Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn Menschen mit Engagement, Können und Kommunikationsbereitschaft zusammenarbeiten. Es ist der Wunsch, etwas zu schaffen, das Bestand hat – einen Ort, der den Menschen dient, der funktioniert und der die Werte von Sicherheit, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft repräsentiert. Als Architektin erfüllt es mich mit Stolz, heute zu sehen, wie aus einer Vision Realität wird.“
Und Hernes Feuerwehrchef Marco Diesing unterstrich in seinem Grußwort, dass von der neuen Feuerwache ein grundsätzliches Signal ausgehe: „Das neue Quartier bietet neben hinreichendem Stellplatz für den in den letzten Jahren noch angewachsenen Fuhrpark und die vielfältige Rettungs- und Einsatztechnik der Feuerwehr außerdem moderne Unterkünfte sowie Sport- und Bereitschaftsdiensträume für die Kolleginnen und Kollegen. Hinzu kommen Übungs- und Ausbildungsräume sowie Werkstätten. Insofern stellt die neue Wache qualitativ ein gewichtiges Pfund dar, mit dem die Stadt Herne in Zukunft beim Werben um den benötigten Nachwuchs an Feuerwehrleuten gut wuchern kann.“
Zu guter Letzt konnte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda außerdem vermelden, dass es gelungen ist, eine Lösung für den Erhalt des „Florian“ zu finden, der bisher die Außenwand der Feuerwache an der Sodinger Straße ziert: „Nach Abstimmung mit der Familie des Herner Bildhauers Hermann Gesing, der den Florian 1969 geschaffen hat, wird eine detail- und maßstabsgetreue Replik erstellt und im Eingangsbereich der neuen Hauptfeuerwache aufgestellt.“
Dass das am Florianweg entstehende Gebäude etwas ganz Besonderes ist, wurde nicht zuletzt auch anhand des Richtspruchs deutlich, den Zimmermann Dominik Zimmer feierlich vortrug.
Ein stolzes Werk ragt himmelwärts,
aus Stein und Stahl, mit Hand und Herz.
Was hier entsteht mit Kraft und Mut,
das dient dem Schutz, das dient dem Gut.
Die neue Wache, fest und klar,
steht für die Helfer – immer da.
Der Feuerwehr gilt unser Dank.
Sie schützt allzeit, sie rettet Krank.
Die Stadt Herne - stets bereit -
steht ein für Schutz und Sicherheit.
Drum wird es ihr mit uns gelingen,
dies Werk erfolgreich zu vollbringen.
So sprechen wir - nicht bloß aus Pflicht –
nun laut und frei den Richtspruch dicht.
Der Bau sei stark, das Haus besteh´,
auf dass kein Sturm es je verweh´.
Doch ganz besonders hier und heute
geht nun der Dank an Handwerksleute,
die diesen Bau entstehen ließen.
Und das woll´n wir heut´ begießen.
Ein Glas nun hoch in froher Rund´
für dieses Werk auf festem Grund.
Hoch auf alle Schaffenden, die Stadt und die Feuerwehr!