Cookie-Einstellungen
herne.de setzt sogenannte essentielle Cookies ein. Diese Cookies sind für das Bereitstellen der Internetseite, ihrer Funktionen wie der Suche und individuellen Einstellungsmöglichkeiten technisch notwendig und können nicht abgewählt werden.
Darüber hinaus können Sie individuell einstellen, welche Cookies Sie bei der Nutzung von externen Webdiensten auf den Seiten von herne.de zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei Aktivierung Daten, zum Beispiel Ihre IP-Adresse, an den jeweiligen Anbieter übertragen werden können.
herne.de setzt zur Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit das Webanalysetool eTracker in einer cookie-freien Variante ein. Mit Ihrer Zustimmung zum Setzen von eTracker-Cookies können Sie helfen, die Analyse weiter zu verfeinern. Eine Möglichkeit das Tracking vollständig zu unterbinden finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
eTracker:
Readspeaker:
Youtube:
Google Translate:
Homepage / Meldungen
Meldung vom 12. Februar 2026

Herne und Bochum richten gemeinsam den Aktionstag „Move2Beruf“ aus

Beim Aktionstag „Move2Beruf“ öffneten am Mittwoch, 11. Februar 2026, Herner und Bochumer Betriebe ihre Türen für Schüler*innen, damit die Jugendlichen sich ein Bild von der Arbeit vor Ort machen und direkt persönliche Gespräche führen können. Das soll die Entscheidung für eine Berufsausbildung erleichtern. „Move2Beruf“ findet zum dritten Mal statt – erstmalig mit Bochumer Beteiligung – und ist eine Aktion der Arbeitsmarktakteur*innen der Städte Herne und Bochum.

In diesem Jahr beteiligten sich 118 Unternehmen und fast 2.000 Schüler*innen hatten ihr Kommen angekündigt. So lief die Veranstaltung am Mittwoch ab: Schüler*innen buchten sogenannte „Time Slots“ bei den beteiligten Firmen auf Herner oder Bochumer Stadtgebiet und machten sich selbstständig auf den Weg, um vor Ort Ausbilder*innen und Azubis zu treffen. Die Schulen und Lehrer*innen waren in die Vorbereitung eingebunden.

Die beiden Oberbürgermeister der Städte Herne und Bochum, Dr. Frank Dudda und Jörg Lukat, machten sich zusammen mit weiteren Arbeitsmarktakteur*innen bei der Lidl Herne Vertriebs-GmbH & Co. KG persönlich ein Bild von der Ausbildungsaktion. Ein gut gewählter Ort, um die Handelnden der beiden Städte zusammenzubringen, verläuft doch die Stadtgrenze zwischen Bochum und Herne genau durch das neue Verwaltungs- und Warenverteilzentrum des Lebensmitteleinzelhändlers.

Dr. Frank Dudda betonte beim Pressegespräch, wie wichtig dieses Erfolgsformat mit Blick auf die Arbeitslosenzahlen ist: „‚Move2Beruf‘ bringt Schülerinnen und Schüler buchstäblich in Bewegung und direkt in die Unternehmen und erleichtert ihnen so eine durchdachte Entscheidung für Ausbildung oder Studium. Gerade angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Herne ist ein erfolgreicher Übergang von der Schule in den Beruf entscheidend. Die nach wie vor zu hohe Langzeitarbeitslosigkeit basiert im Wesentlichen auf fehlender Berufsausbildung und diese ist damit zugleich ein wesentlicher Faktor für Armutsgefährdung“.

Die Stadt Bochum stellt bereits Erfolge bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit fest. So legte Oberbürgermeister Jörg Lukat dar: „Eine aktuelle Auswertung der WirtschaftsWoche zeigt, dass Bochum bei der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit bundesweit zu den stärksten Verbesserern zählt. Diese positive Entwicklung zeigt, dass unsere gemeinsamen Maßnahmen für junge Menschen Wirkung entfalten. Mit Initiativen wie ‚Move2Beruf‘ schaffen wir konkrete Zugänge zur Arbeitswelt und unterstützen Jugendliche dabei, berufliche Perspektiven zu entwickeln.“ Besonders erfreulich sei es, so das Stadtoberhaupt weiter, dass sich 63 Unternehmen aus Bochum – aus ganz unterschiedlichen Branchen – an der Aktion beteiligen würden. „Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit bestätigt unseren Kurs und bestärkt uns darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen“, schloss Bochums Oberbürgermeister.

Damit die Erfolge verstetigt werden, gibt es den Aktionstag „Move2Beruf“. Der Lebensmitteleinzelhändler Lidl war gerne Gastgeber für dieses Erfolgsformat. „Als einer der großen Arbeitgeber der Region freuen wir uns, an der Aktion teilzunehmen. Mit über 150 Anmeldungen für unser Schnupperprogramm senden die Jugendlichen ein tolles Signal. Unser Ziel ist es, die vielfältigen Karrierewege bei Lidl erlebbar zu machen. Die Bandbreite reicht dabei von der klassischen Ausbildung über das Abiturientenprogramm bis hin zu dualen Studiengängen. Ob im Handel oder direkt in unserer Warenlogistik – wir bieten jungen Talenten einen Direkteinstieg mit echter Zukunft“, sagte Abdelaziz Bouchkhachakh, Betriebsleiter Logistik der Lidl Herne GmbH & Co. KG.

Christopher Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bochum, freute sich über die Ausweitung des Formats auf Bochum: „Frühzeitige Praxiseinblicke sind der wirksamste Hebel gegen den Fachkräftemangel. Der Erfolg von ‚Move2Beruf‘ in Herne zeigt: Wenn Jugendliche Berufe hautnah erleben, treffen sie fundiertere und sicherere Entscheidungen. Mit der Ausweitung nach Bochum bedienen wir gezielt den steigenden Bedarf an passgenauer Berufsorientierung.“ Mit authentischen Einblicken in die Unternehmenspraxis würden Fehlentscheidungen verringert und die Vermittlungsquote nachhaltig gesteigert, so Christopher Meier weiter. „Unser Ziel ist eine klare Win-Win-Situation: Fachkräftesicherung für die Betriebe und ein erfolgreicher Karrierestart für die nächste Generation“, betonte der Geschäftsführer.

„‚Move2Beruf‘ hat sich in Herne seit dem Start 2024 zu einem festen Bestandteil der Berufsorientierung in den Schulen entwickelt. Dass wir das Erfolgsformat auf Bochum ausweiten können und direkt zu Beginn mehr als 60 Bochumer Unternehmen mitmachen, freut mich umso mehr“, sagte Michael Bergmann, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet. „Das Format beweist, wie wichtig niederschwellige Angebote sind, um jungen Menschen Einblicke in die berufliche Praxis zu ermöglichen. Eine duale Ausbildung ist und bleibt ein wichtiger Eckpfeiler bei der Fachkräftesicherung und ist für Jugendliche die perfekte Basis für eine berufliche Karriere.“

Jens Probst, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Ruhr, führte aus, dass die Jugendlichen einen authentischen Einblick in die Berufe erhalten können: „Mit ‚Move2Beruf‘ schaffen wir eine wertvolle Plattform, auf der junge Menschen Ausbildungsberufe im Handwerk unmittelbar kennenlernen und persönliche Gespräche mit Betrieben führen können. Gleichzeitig erhalten unsere Handwerksunternehmen die Möglichkeit, ihr Berufsfeld authentisch zu präsentieren und frühzeitig den Kontakt zu potenziellen Nachwuchskräften aufzubauen. Solche Formate sind ein wichtiger Baustein, um junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.“

Neben der gemeinsamen Organisation öffnete die Agentur für Arbeit auch Ihre Türen als Arbeitgeberin für Move2Beruf. Sebastian Brimberg, Geschäftsstellenleiter in Herne erklärte: „Die Aktion ermöglicht es Jugendlichen, Berufe hautnah zu erleben. Gleichzeitig haben die Unternehmen die Möglichkeit, sich vorzustellen und mit potenziellen Nachwuchskräften ins Gespräch zu kommen. Im Ideal kommt es zu persönlichen Vorstellungsgesprächen und es gelingt Bewerbungsprozesse zu vereinfachen. Je mehr man voneinander weiß, desto besser kann man sich für einander entscheiden.“

Dr. Dirk Drenk, Geschäftsführer Herne Business, zeigte sich begeistert vom Erfolg des Formats: „Die dritte Ausgabe von ‚Move2Beruf‘ und diesmal haben wir das Konzept auch nach Bochum ausgerollt. Das zeigt einmal mehr, wie erfolgreich das Gesamtkonzept ist, damit Schülerinnen und Schüler den richtigen Beruf finden.“

Georg Sondermann, Geschäftsführer des Jobcenter Bochum betonte die besondere Verbindung zwischen den beiden Städten: „Wenn ich bei uns in Bochum vom Straßenbahn-Derby spreche, weiß jeder Bescheid. Bei ‚Move2 Beruf‘ sind auch zwei Nachbarstädte gemeinsam im Boot, die eine U-Bahn-Linie verbindet. Vielleicht gelingt es uns ja, diese tolle Aktion zu einem echten Klassiker werden zu lassen, damit zukünftig in jeder Schule im Stundenplan für Februar das Wort „Ausbildungsderby“ steht. Denn eine gute Ausbildung ist der Schlüssel für eine gute Zukunft.“

Ähnlich argumentierte Thomas Saponjac, Geschäftsführer des Jobcenters Herne: „Zwei Städte sind verbunden, nicht nur durch eine U-Bahn, sondern auch durch ihre Verantwortung. Verantwortung dafür, junge Menschen zu stärken, zu inspirieren und ihnen den Weg in die Arbeitswelt zu öffnen. Mit ‚Move2Beruf‘ investieren wir in das Wertvollste, was unsere Städte haben. Unsere Jugend und ihre Zukunft.“

Die Handwerkskammer Dortmund unterstützt „Move2Beruf“ ebenfalls. Björn Woywod ist Abteilungsleiter Ausbildungsberatung und er begrüßte die Ausweitung des Formats: „Wir freuen uns sehr, dass ‚Move2Beruf‘ nach den tollen Erfahrungen in Herne jetzt gleichzeitig in Bochum stattfindet. So bekommen noch mehr junge Leute die Möglichkeit, verschiedene Ausbildungsberufe direkt kennenzulernen und mit den Betrieben ins Gespräch zu kommen. Für unsere Handwerksunternehmen bietet sich dadurch die perfekte Gelegenheit, die Nachwuchskräfte von morgen für ihre Berufe zu begeistern.“

Lars Bergmann, Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgeberverbände Ruhr/Westfalen wies auf die vielfältigen Karrierechancen in den produzierenden Unternehmen hin: „‚Move2Beruf‘ ist für uns ein starkes Format. Junge Menschen lernen Berufe hier nicht nur theoretisch kennen, sondern erleben Ausbildungsmöglichkeiten ganz konkret. Als industriegeprägte Verbände liegen uns vor allem produzierende Unternehmen am Herzen.“ Viele Schülerinnen und Schüler hätten im Alltag kaum Kontakt mit moderner Fertigung und Technik. Auch die vielfältigen Ausbildungs- und Karrierewege seien oft wenig bekannt. Der Geschäftsführer führte weiter aus: „Genau deshalb engagieren wir uns. Der Aktionstag öffnet Türen, baut Hemmschwellen ab und bringt Betriebe früh mit potenziellen Nachwuchskräften zusammen. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zu guten Zukunftsperspektiven – für unsere Mitgliedsunternehmen und die Region.“

Um möglichst nahtlos an die Schullaufbahn auch eine Ausbildung anzuknüpfen, gibt es zudem die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA), die auch bei den beiden Städten Herne und Bochum verankert ist.

Details der Meldungen
2017-04-26