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Meldung vom 16. Februar 2026

Eröffnung der Anne Frank Ausstellung in Herne

Mit einer feierlichen Veranstaltung wurde in Herne am Mittwoch, 11. Februar 2026, die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“, die vom Anne Frank Zentrum Berlin und dem Anne Frank Haus Amsterdam entwickelt wurde, im Haranni-Gymnasium eröffnet. Zahlreiche Gäste aus Schulen, Politik und Verwaltung nahmen daran teil und unterstrichen damit die große gesellschaftliche Bedeutung der Ausstellung für Erinnerungskultur und historisch-politische Bildung in der Stadt.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Lehrer*innenband der Gesamtschule Wanne-Eickel, die mit ihrem Auftritt den feierlichen Rahmen der Eröffnung gestaltete.

In seinem Grußwort betonte Bildungsdezernent Andreas Merkendorf die besondere Relevanz der Ausstellung für die Herner Schulen. Er hob hervor, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus sowie mit den Lebensgeschichten von Verfolgten ein zentraler Bestandteil demokratischer Bildungsarbeit sei. Die Ausstellung biete Schüler*innen eine wichtige Möglichkeit, sich intensiv mit den Folgen von Ausgrenzung, Antisemitismus und Rassismus auseinanderzusetzen.

Einen besonders bewegenden Beitrag leistete die Holocaust-Überlebende Hanneke Schmitz, deren Mutter, Gerda Günzburger, 1933 am heutigen Haranni-Gymnasium ihr Abitur machte. Hanneke Schmitz schilderte eindrücklich die Geschichte ihrer Eltern, deren Leben durch Verfolgung, Entrechtung und die drohende Deportation geprägt war. Ihr persönlicher Bericht verdeutlichte die Schicksale der Menschen hinter den historischen Ereignissen und berührte die Anwesenden tief.

Nicole Nowak, Schulleiterin des Haranni-Gymnasiums, würdigte die Ausstellung als wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur sowie zur pädagogischen Arbeit mit jungen Menschen. Sie betonte die Verantwortung von Schulen, historisches Wissen zu vermitteln und zugleich demokratische Werte zu stärken.

Bei der Eröffnungsfeier wurden auch die Peer-Guides vorgestellt, die für die Ausstellung eine besondere Rolle einnehmen. 30 Schüler*innen wurden im Vorfeld intensiv geschult und werden Schüler*innengruppen durch die Ausstellung begleiten. Bei der Eröffnungsveranstaltung machten sie deutlich, wie wichtig ihnen die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte ist. Die Peers betonten, dass die Ausstellung jungen Menschen einen anschaulichen und lebensnahen Zugang zur Geschichte von Anne Frank, zur Geschichte des Nationalsozialismus und der Geschichte der Judenverfolgung eröffne und zugleich dazu anrege, über heutige Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung nachzudenken. Ihr Engagement unterstreicht die nachhaltige pädagogische Wirkung des Projekts.

Über die Ausstellung

Die Ausstellung wurde vom Bildungsbüro der Stadt Herne, der Stabsstelle „Zukunft der Gesellschaft“ im Büro des Oberbürgermeisters, dem Haranni-Gymnasium sowie dem Otto-Hahn-Gymnasium organisiert. Kooperationspartner ist das Anne Frank Zentrum in Berlin.

Die Ausstellung vermittelt anhand von Texten, Bildern und interaktiven Elementen das Leben von Anne Frank sowie die historischen Hintergründe des Nationalsozialismus, der Judenverfolgung und des Holocaust. Ein besonderer Fokus liegt auf der Lebenswelt Jugendlicher sowie auf Fragen von Identität, Diskriminierung und Zivilcourage.

Die Ausstellung ist vom 12. Februar bis zum 3. März 2026 in der Aula des Haranni-Gymnasiums, Hermann-Löns-Straße 58, zu sehen. Sie richtet sich insbesondere an Schulklassen, steht aber auch der interessierten Öffentlichkeit dienstags und freitags von 15 bis 19 Uhr sowie sonntags von 11 bis 16 Uhr offen.

Gefördert wird das Projekt durch das Landesprogramm „teil.Sein.NRW“ des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW.

Weitere Informationen zur Ausstellung sind unter http://www.herne.de/anne-frank erhältlich.

Details der Meldungen
2017-04-26