Die Stadt Herne setzt ein starkes Zeichen für Teilhabe und Miteinander. Am Freitag, 13. Februar 2026, fand der Spatenstich für den Umbau des Spielplatzes an der Overwegstraße zum ersten „Inklusionsspielplatz für Alle“ in der Stadt Herne statt. Den führte Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda zusammen mit Schüler*innen der Robert-Brauner-Schule und der Förderschule Forellstraße durch.
Das Stadtoberhaupt betonte in seinen Begrüßungsworten die Wichtigkeit dieses Projekts für die Stadtgesellschaft: „Dieser Inklusionsspielplatz steht für das, was wir als Stadt erreichen wollen. Hier geht es nicht um Unterschiede, sondern um gemeinsames Spielen und Erleben und Begegnung auf Augenhöhe. Inklusion heißt, dass alle Kinder dazugehören und genau das machen wir an der Overwegstraße möglich.“
Der Spielplatz liegt im Stadtumbaugebiet Herne-Mitte, welches das Hauptzentrum und angrenzende Quartiere umfasst. Ziel der Stadterneuerung ist es, den Bereich als attraktiven Wohn- und Lebensraum weiterzuentwickeln. Neben der Umgestaltung von Straßen, Plätzen und Grünflächen gehört auch die Erneuerung von Spiel- und Aufenthaltsorten dazu. „Die Umgestaltung des Spielplatzes wird mit Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land umgesetzt. Die Kosten liegen bei rund 1,2 Millionen Euro, wovon 80 Prozent gefördert werden. Den restlichen Anteil trägt die Stadt Herne“, erklärte Achim Wixforth, Fachbereichsleiter Umwelt und Stadtplanung die Förderkulisse des Projekts.
Der bisherige Spielplatz entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen an Qualität, Aufenthaltswert und Barrierefreiheit. Gleichzeitig bietet der Standort beste Voraussetzungen für eine inklusive Nutzung. Durch die gute Erreichbarkeit und die Nähe zu sozialen und kulturellen Einrichtungen kann hier ein Ort entstehen, der Menschen zusammenbringt. Ziel ist es, einen Ort des Miteinanders zu schaffen, an dem unabhängig von körperlichen, geistigen und sensorischen Einschränkungen, sicher und selbstbestimmt miteinander gespielt und kommuniziert werden kann. Damit stärkt die Stadt den Zusammenhalt sowie Akzeptanz und Toleranz im Alltag.
Besonderen Wert legte die Stadt auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. In verschiedenen Formaten brachten Kinder aus dem Quartier sowie aus mehreren Schulen ihre Ideen ein. Auf ihren Wunsch hin steht der neue Spielplatz unter dem Motto Tiere. Künftig laden unterschiedliche Themenbereiche zum Entdecken ein. In der Meereswelt wird geklettert und geschaukelt, auf der Safari wartet eine große Spielanlage. Für die jüngeren Kinder entsteht ein Bauernhofbereich mit Sandspielflächen, Wipptieren, Nestschaukel und Rutsche.
Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche Sitzgelegenheiten und neue schattenspendende Bäume. Auch an Familien und Begleitpersonen wurde gedacht. Die benachbarte Musikschule stellt ihre sanitären Einrichtungen zur Verfügung und unterstützt damit die Nutzung des Spielplatzes.
„Bei den jetzt gestarteten Bauarbeiten wird zunächst mit dem Rückbau des alten Spielplatzes begonnen. Im April werden die neuen Spielgeräte eingebaut. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2026 geplant“, gibt David Hucklenbroich, Leiter des ausführenden Fachbereichs Stadtgrün, einen Überblick über den Zeitplan. Die ausführende Baufirma ist die HerWe Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Dortmund, die Spielgeräte werden von der Firma Kompan hergestellt und aufgebaut. Über mögliche kurzfristige Einschränkungen im Umfeld durch gesperrte Straßen und Wege wird rechtzeitig informiert und Umleitungen für Fußgänger*innen und Radfahrende werden ausgeschildert.