Der Fachbereich Kinder-Jugend-Familie der Stadt Herne und der Verein GG Open Lobby setzen ihre Zusammenarbeit 2026 fort. Drei neue Bildungs- und Beteiligungsformate und das bewährte Turnierprogramm starten dieses Jahr.
„Wir freuen uns, Ihnen die Fortführung unserer Kooperation und unsere Vorhaben für 2026 vorzustellen“, eröffnete Kirsten Wietoska, Leiterin des Fachbereichs, die Pressekonferenz am Donnerstag, 19. März 2026, in der GG Open Lobby, Hauptstraße 240, in Wanne.
Herner eSport-Stadtmeisterschaft Dennis Kazakis und Mike Lautenschläger, Projektleiter bei GG Open Lobby, kündigten die Fortsetzung der Herner eSport-Stadtmeisterschaft an. „Unser Dauerbrenner wird auch dieses Jahr wieder stattfinden“, so Kazakis. Wie im Vorjahr werden Mario Kart, Smash Bros., Fortnite und EAFC gespielt. Neu ist die Taktung: Die Turniere werden quartalsweise ausgetragen — Qualifikationsrunden und Finale finden innerhalb von drei Monaten statt. Die Veranstaltungen sind offen für alle Interessierten; das gesetzliche Mindestalter wird beachtet.
„Die Jugendlichen in Herne haben sich solche Turniere gewünscht. Die Veranstaltungen schaffen sozialen Mehrwert: Sie fördern Teamfähigkeit, Frustrationstoleranz und Übungsethik. Wichtig ist, dass die Teilnehmenden sich vor Ort treffen - so entstehen Gespräche über medienpädagogische Themen wie Glücksspielelemente oder Cybergrooming“, so Nikolai Ammann, in der Abteilung Planung und Prävention der Stadt Herne verantwortlich für das Projektmanagement.
Für 2026 sind drei neue Formate geplant, die gemeinsam mit Herner Schulen umgesetzt werden. Zunächst wird eine gesonderte Schulstadtmeisterschaft im Spiel Mario Kart durchgeführt: In vier Qualifikationsrunden in den Stadtbezirken ermitteln die Schulen ihre besten Fahrer*innen, das Finale findet am 31. Oktober 2026 in den Flottmannhallen statt. Pro Schule sollen jeweils zwei Teilnehmende im Finale antreten; die Qualifikationsrunden sind für September vorgesehen. Anmeldungen von Schulen werden noch bis Mitte August entgegengenommen.
Zudem startet das Kurzvideo-Projekt „Jugend erklärt Medien“. Jugendliche produzieren zehn Kurzfilme zu verschiedenen Medienthemen und übernehmen dabei alle Produktionsschritte, von Drehbuch über Ton bis Schnitt. Die Clips richten sich an Eltern, Jugendgruppen und Fachkräfte; die Arbeitsgruppe trifft sich wöchentlich ab März in den Räumen der GG Open Lobby.
Als drittes Format wird das Angebot der MedienScouts ausgeweitet: Ältere Schüler*innen sollen jüngere in medienpädagogischen Inhalten schulen. Erste Erfahrungen aus der Praxis, unter anderem mit der Hibernia-Schule, liegen bereits vor. Gespräche mit weiteren Schulen sind im Gange.
„Wir wissen, dass der Bereich Medienbildung ungemein wichtig ist. Gleichzeitig merken wir, dass sich viele Erwachsene – egal ob Eltern, Lehrkräfte oder Pädagog*innen – ihrer Verantwortung dabei schon bewusst sind, aber sich da selber alleine gelassen fühlen. Es kommt schnell zu einer Überforderung, weil das Thema so groß und die Geschwindigkeit von neuen Entwicklungen so enorm ist. Deswegen müssen wir präventiv arbeiten. Also den Kindern und Jugendlichen vorher das Wissen und die Kompetenz vermitteln, damit sie sich sicher im digitalen Raum bewegen können. Und dafür sind die Angebote der GG Open Lobby ein großer Gewinn für Herne“, betonte Kirsten Wietoska.
Nikolai Ammann zieht eine positive Bilanz: „Mit eSport in der Jugendarbeit haben wir junge Menschen erreicht und ein langfristiges Angebot etabliert.“ Die eSport-Stadtmeisterschaft findet 2026 erstmals ohne finanzielle Förderung des Fachbereichs statt. Möglich wird sie durch das Engagement der GG Open Lobby und vieler Ehrenamtlicher. Die neuen Formate sollen in diesem Geist weitergeführt werden.
Gefördert werden die Projekte durch das Programm „Teil.Sein.NRW“ des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI NRW) sowie durch den Fachbereich Kinder-Jugend-Familie der Stadt Herne.