Sonderausstellungen im Schloss

Städtischer Kunstbesitz präsentiert im Schloss Strünkede

Das Emschertal-Museum zeigt regelmäßig zeitgenössische, regional- und überregional bekannte KünstlerInnen und beheimatet eine umfangreiche Kunstsammlung mit Zeichnungen, Arbeiten auf Papier, Werken der Klassischen Moderne und regionaler Künstlergruppierungen.

Mit der Eigenbestandsausstellung „Wunderkammer_Städtischer Kunstbesitz präsentiert im Schloss Strünkede“ gibt das Emschertal-Museum einen Überblick über seine Sammeltätigkeit. Es zeigt nach welchen Kriterien ausgewählt, angekauft und gesammelt wurde und gewährt Einblick in die Vielfältigkeit des Herner Kunstbestandes.

Der ghanaische Künstler Ibrahim Mahama verwandelt das Schloss in ein monumentales Kunstwerk. Dafür verhüllt der documenta 14-Teilnehmer Großteile des Daches und der Schlossfassade mit Jutesäcken. In seiner Heimat sind die groben Stoffsäcke das landestypische Verpackungsmaterial, mit dem nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kohle über weite Strecken transportiert wird. Mahama erhält sein Arbeitsmaterial im Tausch gegen neue Jutesäcke von Arbeiterinnen und Arbeitern aus seiner afrikanischen Heimat. Die von ihm verwendeten Säcke verweisen auf ihren fast täglichen Einsatz, sind sie doch bisweilen zerschlissen, mit Markierungen und Aufdrucken versehen. Gerade dadurch werden sie zum Relikt bzw. archäologischen Material, das die globale Zirkulation von Rohstoffen und wirtschaftliche Umwandlungsprozesse sichtbar machen.

Auch wenn 2018 die Förderung der Steinkohle in Deutschland endet, wird der Rohstoff weiterhin benötigt und aus Afrika, Asien oder Südamerika importiert.

Mahamas Werk verweist damit nicht zuletzt auf eine moralische Kompetente, die mit dem Ende der Steinkohleförderung einher geht. Günstige Kohle wird zugekauft, die oftmals unter schwierigen Bedingungen und ohne Rücksicht auf Mensch und Natur gefördert wird.

Parallel zur Installation sollen im Wechselausstellungsraum des Schlosses Zeichnungen, Skizzen, Fotografien und kleinere Arbeiten Mahamas präsentiert werden.

Ein vergnügliches Fest am Samstag, 5. Mai 2018 ab 13:.30 Uhr bei dem der Künstler anwesend sein wird, eröffnet die Sonderausstellung.

„Kohle, Mäuse und Zaster“ – Geschichten rund ums Geld

Von der Kohle, über Kies zu Pulver - für Geld gibt es umgangssprachlich viele Bezeichnungen. Haben diese Bezeichnungen den gleichen Ursprung wie die eigentlichen Naturalien oder woher stammen die Begriffe? Die Präsentation in der Themenvitrine des Schlosses Strünkede geht unter anderem dieser Frage nach. Aber auch Redewendungen, die sich um das Thema „Geld“ drehen, werden unter die Lupe genommen.

Darüber hinaus werden verschiedene Formen des Geldes gezeigt und wie wir es benutzen. Vom Notgeldschein bis zum Spielgeldschein – vom Umgang mit dem Geld bis zum Untergang des Geldes, wird das Thema unter dem Titel „Kohle, Mäuse & Zaster – Geschichten rund ums Geld“ beleuchtet.

Kohle mit einer anderen Bedeutung im Abschiedsjahr der Steinkohle.

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 24. Mai 2018, 18 Uhr

Ausstellungsdauer: 24.05.2018 bis Januar 2019

Einladungskarte (PDF, 786 KB)

  • Ausstellung Wunderkammer (12. Mai 2017 bis 26. Mai 2019)
  • Ausstellung Wunderkammer (12. Mai 2017 bis 26. Mai 2019)
  • Ausstellung Kunst und Kohle (5. bis 26. August 2018) ©Thomas Schmidt, Stadt Herne
  • Francis Djiwornu, Assistent des Künstlers Ibrahim Mahama, erklärt Dr. Frank Dudda das Projekt.
  • „Kohle, Mäuse und Zaster“ – Geschichten rund ums Geld
  • „Kohle, Mäuse und Zaster“ – Geschichten rund ums Geld