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Veranstaltungen im Schloss

Schloss Strünkede

Im Rahmen der Ausstellung „Herner Zukunftsvisionen“ – Arbeiten der Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar anlässlich des Stadtjubiläums 125 Jahre Herne referiert die Kunsthistorikerin Dr. Birgit Poppe über das Schaffen von Frauen am Bauhaus, über die Schwierigkeiten ihrer Emanzipation und ihre künstlerische Entwicklung. Viele ambitionierte Gestalterinnen kamen seit 1919 an das Staatliche Bauhaus in Weimar, wo sich Kunst, Handwerk und Design miteinander verbanden, denn hier wurden gleichberechtigt auch Frauen zum Studium zugelassen. Doch die große weibliche Präsenz ließ die Männer am Bauhaus um den guten Ruf der Institution fürchten, weshalb sie schon bald strengere Auswahlkriterien für Studentinnen einführten, und manche Meister verweigerten den Frauen sogar die Aufnahme in ihre Werkstätten.

Daher ist das Bauhaus, das später in Dessau und dann noch kurz in Berlin weitergeführt wurde, bis heute vor allem mit männlichen Visionären wie Walter Gropius, Marcel Breuer, Wassily Kandinsky oder Paul Klee verknüpft, wohingegen die kreativen Frauen an der Kunstschule kaum noch bekannt sind. Dabei waren einige von ihnen dort nicht nur als Studentinnen, sondern auch als Meisterinnen und Lehrerinnen tätig, als Textilkünstlerinnen, Fotografinnen und Möbeldesignerinnen. So prägte Gunta Stölzel die Weberei, Marianne Brandt die Metallwerkstatt und Dörte Helm die architektonische Innengestaltung.

Im Vortrag werden einige dieser Frauen, die am Bauhaus aktiv waren, sowie ihre Ideen, Arbeitsbedingungen und Erfolge vorstellt. Künstlerinnen wie Anni Albers, Lucia Maholy, Lilly Reich und viele andere spielten eine wichtige Rolle für die Entwicklung der modernen Kunst und sollen nicht vergessen sein.

Zum Einstimmung auf den Vortrag können die Besucher:innen gerne um 15 Uhr an einer Führung durch die Bauhaus-Ausstellung im Schloss Strünkede mit der Kunsthistorikerin Ulrike Most teilnehmen.

Samstag, 14. Januar, 16 Uhr
Von Marianne Brandt bis Lilly Reich – Bauhäuslerinnen zwischen Handwerk und Kunst
Referentin: Dr. Birgit Poppe
Eintritt jeweils 5 Euro
Emschertal-Museum Schloss Strünkede – Karl-Brandt-Weg 5 – 44629 Herne

„Kunst in Worpswede um 1900“

Fritz Mackensen und seine Malerkollegen – Die Anfänge der Künstlerkolonie

Bis heute zählt die Künstlerkolonie Worpswede zu den bekanntesten und bedeutendsten Gemeinschaften von Malern und Malerinnen , deren Werke sehr beliebt sind. Sie gründete sich Ende des 19. Jahrhunderts nahe der Stadt Bremen in dem kleinen Bauerndorf Worpswede im Teufelsmoor . Viele Künstler und Künstlerinnen kehrten damals den Großstädten den Rücken, um sich auf dem Land niederzulassen , weil sie sich dort neue schöpferische Impulse erhofften. Hier schufen sie direkt vor Ort vor allem naturalistische und poetische Gemälde, die teils auch von der Moderne beeinflusst waren. Unter dem Eindruck der Umgebung entstanden stimmungsvolle Landschaftsbilder, ebenso Porträts von den Menschen, die dort lebten, und Darstellungen von ihrem Zuhause .

In dieser Veranstaltungsreihe erkunden wir gemeinsam anhand von vielen Bildbeispielen die Biografien der Männer und Frauen, die um 1900 in der Künstlerkolonie Worpswede lebten und arbeiteten. Welche Erfolge hatten sie und was für Freundschaften entwickelten sich? Erfahren Sie mehr über diese bis heute so bekannte Künstlergemeinschaft, in der besonders auch die Frauen eine wichtige Rolle spielten.

Kunsthistorische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Samstag, 28. Januar 2023
14:30 bis 17 Uhr
Emschertal-Museum Schloss Strünkede
Karl-Brandt-Weg 5
44629 Herne

Weitere Termine:

  • Der Jugendstilkünstler Heinrich Vogeler und sein Barkenhoff am 25. Februar 2023
  • Paula, Marie, Ottilie und Emmy – Malschülerinnen im Künstlerdorf am 11. März 2023
  • Die Modersohns, die Rilkes und die Overbecks – Vom Glück und Leid der Worpsweder Künstlerpaare am 1. April 2023

Teilnahme: je 10 Euro| ermäßigt 5 Euro für die Mitglieder des Museumsfördervereins
Anmeldung erforderlich 0 23 23 / 16 - 26 11 oder emschertal-museum@herne.de

Die Veranstaltungen können auch unabhängig voneinander einzeln besucht werden.

Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Deutschland parallel zum französischen Fauvismus die expressionistische Kunst, die u. a. van Gogh und Gauguin sowie die archaische Kunst Afrikas und der Südsee zum Vorbild hatte. Die „Brücke“-Künstler Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel und Max Pechstein schufen in Dresden und Berlin eigenwillige Bilder, darunter stark vereinfachte, bizarre Aktdarstellungen und farbkräftige Landschaften. Ebenso malten die Künstler und Künstlerinnen des „Blauen Reiter“ in München, darunter Wassily Kandinsky, Gabriel Münter, Franz Marc, Marianne Werefkin, Alexej Jawlensky sowie August Macke, Bilder in flächigem Stil und starken Leuchtfarben. Der Vortrag stellt anhand typischer Werke den „Expressionismus“ vor.

Donnerstag, 30. März 2023, 19 Uhr
Referentin: Dr. Birgit Poppe
Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Fördervereins „Freunde des Emschertal-Museums Herne“

Marc Chagall (1887-1985) war ein Künstler, dessen fantasievolle, farbenreiche Bilder bis heute sehr beliebt sind. Er kam aus einer einfachen jüdischen Familie in Weißrussland, verbrachte aber die größte Zeit seines Lebens in Frankreich. Sein Werk spiegelte stets auch sein Leben wider, und Chagall mischte darin detailreich die heimatliche russische Volkskunst mit Elementen der Avantgardekunst. So malte er in seinem ganz eigenen, märchenhaften Stil bizarre Szenen, nostalgische Kindheitserinnerungen und verträumte Liebespaare, zudem widmete er sich jüdischen und christlichen Motiven. Lassen Sie sich anhand vieler Bildbeispiele vom bunten Werk des Malerpoeten Chagall verzaubern!

Donnerstag, 26. Oktober 2023, 19 Uhr
Referentin: Dr. Birgit Poppe
Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Fördervereins „Freunde des Emschertal-Museums Herne“
2023-01-04