Veranstaltungen im Schloss

Das Emschertal-Museum der Stadt Herne bietet auch in 2019 an jedem zweiten Sonntag im Monat kostenfreie Führungen an.

Die nächste Sonntagsführung führt die Besucher durch unsere Sonderausstellung „Briten in Westfalen. Klein London und Umzugskisten“.

Befreier, Besatzer, Verbündete, Freunde und was noch? Über siebzig Jahre lebten britische Militärangehörige und Deutsche in Westfalen nebeneinander und miteinander. Die Ausstellung fragt danach, wie Militärfamilien in Westfalen lebten, wo sich Briten und Deutsche begegneten und was sie voneinander dachten.

Etwa 200 Menschen – Briten und Deutsche – haben durch Wissen, Erinnerungen, Objekte und Fotos dazu beigetragen, ein facettenreiches Bild der deutsch-britischen Geschichte in Westfalen zu zeichnen.

Nicht zuletzt fragt die Ausstellung danach, was von der gemeinsamen Zeit in Westfalen bleibt und welche Erinnerungen und Andenken mit nach Großbritannien gehen. Was ist wichtig und was darf nicht vergessen werden?

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Anlässlich dieses Angebotes ist der Eintritt im Schloss Strünkede und im Heimatmuseum Unser Fritz am 10. Februar von 15 bis 17 Uhr frei!

Sonntag, 10. Februar 2019, 15 Uhr
Führung für Erwachsene
Entgeltfrei; Anmeldung nicht erforderlich
Emschertal-Museum Herne Schloss Strünkede
Karl-Brandt-Weg 5 – 44629 Herne
Telefon 0 23 23 / 16 - 26 11

Farbenreiche Vorträgen und bunte Gesprächsrunde
Referentin: Dr. Birgit Poppe

Jetzt wird’s bunt! An diesen drei Nachmittagen beschäftigen wir uns mit den drei Grundfarben Rot, Gelb, Blau. Sie sind ein wichtiges ästhetisches Mittel in der Kunst. Bilder aus verschiedenen Stilepochen zeigen diese Farben mal dezent, mal leuchtend, als realistische oder erdachte Farbgebung, in zarten Flecken oder als berauschende Farbmeere. Aber welche Künstler waren das, die eine besondere Vorliebe für bestimmte Farben hatten und warum? Wie wirken diese Farben heute auf uns? Anhand vieler Bildbeispiele nähern wir uns hier nun Rot, Gelb, Blau und ergründen deren Wirkung und Bedeutung. Über die Symbolik hinaus erfreuen wir uns am sinnlichen Farbenreichtum – sei es als einzelner Farbton, als harmonischer Klang oder raffinierte Farbkomposition.

1. Sinnliches Rot – Samstag, 15. Dezember 2018, 14 bis 17 Uhr

Den Anfang macht das „Rot“, denn diese Farbe ist bei den meisten Menschen sehr beliebt. Sie besitzt eine Vielzahl an Bedeutungen und weckt besondere Emotionen und Assoziationen. Rot ist intensiv, knallig und erregend, gilt als Symbolfarbe von Blut und Leben, als Zeichen von Macht sowie als Signal, wirkt sinnlich und erotisch, aber manchmal auch aggressiv. Dies beweisen die Gemälde u.a. von Henri Matisse, Ernst Ludwig Kirchner und Alexej Jawlensky.

2. Sonniges Gelb – Samstag, 19. Januar 2019, 14 bis 17 Uhr

Auch die Farbe Gelb besitzt vielfältige Bedeutungen, die sowohl positiv als auch negativ besetzt sind. Der Sonne und dem Gold nahe, weist Gelb seit dem Mittelalter auf die „himmlischen Freuden“ hin und symbolisiert die Farbe des Lichts. Gleichzeitig war Gelb jedoch auch eine „Schandfarbe“ und wurde damals zur Kennzeichnung der Dirnen, Ketzer und Verfemten genutzt. Kaltes, grelles Gelb gilt zudem als Farbe des Neides. Vincent van Gogh malte gern Sonnenblumen, aber auch Paul Gauguin, Erich Heckel und Emil Nolde liebten Gelb in ihren Bildern.

3. Romantisches Blau – Samstag, 23. Februar 2019, 14 bis 17 Uhr

Über keine Farbe wurde von der Antike bis heute so viel geschrieben und philosophiert wie über das Blau, das sehr bildbeherrschend und auch mystisch wirkt. So besaß bereits die Madonna im Mittelalter einen Blauen Mantel. Die Epoche der Romantik stellt mit ihrer Suche nach der „Blauen Blume“ im Hinblick auf die Verehrung dieser Farbe einen Höhepunkt dar. Später wurde sie von den Impressionisten und besonders von den Künstlern des „Blauen Reiters“ wiederaufgenommen, und auch Picasso durchlebte eine „blaue Periode“.

Die Veranstaltungen können auch unabhängig voneinander einzeln besucht werden. Kunsthistorische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Nach einem einführenden Vortrag mit vielen Bildbeispielen sprechen wir in einer Kaffeerunde gemeinsam über die sinnliche Wirkung von Farben - nicht nur in der Kunst, sondern auch im Leben, in Mode und Design!

Teilnahmeentgelt: 10 Euro pro Vortrag
Anmeldung unter 0 23 23 / 16 2611 oder per E-Mail emschertal-museum@herne.de
Schloss Strünkede – Karl-Brandt-Weg 5 – 44629 Herne

Anlässlich des Australia Day erlernen wir unter Anleitung von Silke Wleklik das „Dot-Painting“, eine der bekanntesten Maltechniken der australischen Ureinwohner der Aborigines.

Samstag, 26. Januar 2019 ab 14:30 Uhr
Zeichenworkshop für Jugendliche und Erwachsene; entgeltfrei
Emschertal-Museum Herne – Schloss Strünkede
Karl-Brandt-Weg 5 – 44629 Herne
Telefon: 0 23 23 / 16 - 26 11

Kunstvortrag anlässlich „100 Jahre Bauhaus“

Kreatives Genie und charismatischer Pädagoge – der russische Künstler Wassily Kandinsky inspirierte mit seinen Ideen nicht nur die Studenten am Bauhaus. Die Farben Rot, Gelb, Blau und geometrische Grundformen standen im Mittelpunkt seines stets akribisch vorbereiteten Unterrichts. Aber auch Gegenstände wie Besen, Hocker oder Leitern zeigte er im Seminar-raum, um so räumliche Beziehungen zu verdeutlichen. Mit der Gründung der Künstlergruppe Blauer Reiter in München war der 1866 in Moskau geborene Kandinsky berühmt geworden, 1922 folgte er dem Ruf Walter Gropius‘ nach Weimar ans Staatliche Bauhaus, wo er insgesamt elf Jahre lang tätig war. An dieser modernen Kunstschule leitete er die Werkstatt für Wandmalerei und lehrte in den Vorkursen „Abstrakte Formelemente“ und „Analytisches Zeichnen“. Später in Dessau besaß er eine freie Malklasse und schrieb Bücher zu seinen Theorien. Anlässlich des 100jährigen Bauhaus-Jubiläums stellt der Vortrag anhand von Bildern das bewegte Leben und faszinierende Werk Kandinskys vor, den Schwerpunkt bildet seine schöpferische Bauhauszeit.

Donnerstag, 28. März 2019, 19 Uhr
Emschertal-Museum Schloss Strünkede – Karl-Brandt-Weg 5 – 44629 Herne
Eintritt frei
Referentin: Dr. Birgit Poppe
Eine Veranstaltung der „Freunde des Emschertal-Museums“

100 Jahre Bauhaus-Jubiläum, das ist 2019 ein besonderes Fest in der thüringischen Stadt Weimar und Anlass, ein neues Bauhaus-Museum zu eröffnen, das die Gedankenwelt der Bauhäusler widerspiegelt. Einige Jahre öffnete sich die geschichtsträchtige Kulturstadt, die mit ihren inspirierenden Erinnerungsorten zu Goethe, Schiller und Herder eigentlich als Klassikerstadt bekannt ist, der künstlerischen Avantgarde. Bereits seit dem 16. Jahrhundert gab es hier das Cranachhaus, den berühmten Cranach-Altar kann man in der Herderkirche besichtigen. Alle wollen zudem das Denkmal des Dichterpaares Goethe und Schiller vor dem Theater sehen, aber wer kennt die Geschichte des Gänsemännchenbrunnens gegenüber dem Schillerhaus? Noch heute atmet die kleine Stadt Weimar viel Zeitgeist vergangener Jahrhunderte mit unzähligen sehenswerten Orten, von denen einige mit ihren Geschichten in diesem Vortrag vorgestellt werden. Anhand von Fotografien führt er vorbei an den alten Häusern und Schlössern prominenter Bewohner, an diversen Museen, originellen Läden und traditionsreichen Gaststätten, an imposanten Denkmälern und ausgefallenen Brunnen sowie am unvergleichlichen Ilmpark.

Donnerstag, 10. Oktober, 19 Uhr
Emschertal-Museum Schloss Strünkede – Karl-Brandt-Weg 5 – 44629 Herne
Referentin: Dr. Birgit Poppe
Eintritt frei
Eine Veranstaltung der „Freunde des Emschertal-Museums“

Aus einem weiblichen Blickwinkel können die Besucher bei dieser Führung hinter die Fassade von Exponaten blicken und den „Strünkeder Frauengeschichten“ lauschen. Schmuck, Aussteuerkoffer, Geschirr, Poesiealben und Bilder, sowie Grabsteine verweisen auf das Leben und Wirken der ehemaligen Bewohnerinnen und Herrinnen des Schlosses. Die persönlichen Besitztümer, Arbeitsgeräte und Accessoires offenbaren ganz individuelle Geschichten und lassen diese besonderen Strünkeder Frauenpersönlichkeiten lebendig werden.

Sonntag, 10. März, 15 Uhr
Emschertal-Museum Schloss Strünkede – Karl-Brandt-Weg 5 – 44629 Herne
Teilnahme entgeltfrei; Anmeldung erbeten 0 23 23 / 16 - 26 11
Referentin: Ulrike Most
Im Rahmen der Herner Frauenwoche

Vortrag und Konzert mit Spanische Rhythmen, Leidenschaft, Tanz...
Was liegt näher, als an Flamenco zu denken?

Doch schon im 18. Jahrhundert sorgten seine Vorläufer für reichlich Aufruhr: der Fandango und der Bolero. Helmut C. Jacobs ist Professor für Romanistik an der Universität Duisburg-Essen und hat eine CD mit spanischen Fandangos der Zeit Goyas eingespielt. An diesem Nachmittag im Schloss Strünkede stellt er Fandangos und Boleros in einem Vortrag mit Konzert vor, wobei er die Tänze live auf dem Konzertakkordeon spielt, auch lässt er die Reisenden zu Wort kommen, die über die erotischen Tänze in Spanien berichtet haben, und gibt einen interessanten Einblick in seine spannende Recherche nach den Manuskripten der Stücke und den zeitgenössischen Texten über die beiden Tänze.

Sonntag, 10. März, 16 Uhr
Emschertal-Museum Schloss Strünkede – Karl-Brandt-Weg 5 – 44629 Herne
Teilnahme entgeltfrei; Anmeldung erbeten 0 23 23 / 16 - 26 11
Referent: Prof. Helmut C. Jacobs
Im Rahmen der Herner Frauenwoche