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Meldung vom 05. Januar 2026

Zwei neue Baudenkmäler in Herne

Im Dezember 2025 wurden zwei Gebäude in die Denkmalliste der Stadt Herne aufgenommen. Bei den neuen Baudenkmälern handelt es sich um die evangelische Dreifaltigkeitskirche im Ortsteil Herne-Süd und um ein ehemaliges Wohnhaus, das als „Stennert Musiker-Treff“ in Sodingen bekannt ist. Zusätzlich wurde der Eintragungstext des ehemaligen Polizeigebäudes in Herne-Mitte erweitert.

Die Präzisierung des Eintragungstextes des ehemaligen Polizeigebäudes und die Unterschutzstellung der evangelischen Dreifaltigkeitskirche sind das Ergebnis einer Denkmalwertprüfung, die vom Denkmalfachamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) durchgeführt wurde. Basierend auf den Ergebnissen der Untersuchung durch den LWL wurden die Kirche und der aktualisierte Text über das ehemalige Polizeirevier nun durch die Untere Denkmalbehörde der Stadt Herne in die Denkmalliste eingetragen.

Auf Initiative der Stadt Herne wurde zudem der Denkmalwert für das ehemalige Wohnhaus Auf dem Stennert wissenschaftlich herausgearbeitet und ebenfalls in die Herner Denkmalliste eingetragen.

Die neuen Baudenkmäler im Detail

Die evangelische Dreifaltigkeitskirche bezeugt wesentliche Charakteristika der sakralen Architektur der frühen 1960er Jahre. Hierzu zählt insbesondere der kompakte sechseckige Grundriss. Die traditionellen religiösen Motive wurden damals in sehr abstrakte und moderne Formen übersetzt. Einen besonderen künstlerischen Akzent stellen die Glasmalereien von Hilde Hoffmann-Schulte dar.

Das 1898 errichtete Wohnhaus des ehemaligen Schmidtshofs spiegelt die Entwicklung der Gutshöfe während der Anfänge der Industrialisierung wider. Die Anlage, bestehend aus Wohnhaus mit Anbau und Außenanlagen, dokumentiert die veränderten Nutzungsanforderungen und die verbesserten wirtschaftlichen Verhältnisse des Hofbesitzers. Neben den Fenstern und Türen aus der Bauzeit besitzt vor allem das Treppenhaus mit seinen Zement-Bodenfliesen mit organischen Motiven besonderen Zeugniswert hinsichtlich der Architekturströmung der Gründerzeit.

Das ehemalige Polizeigebäude, das am Tag des offenen Denkmals im September 2025 viele Besucher*innen anzog, ist bereits seit 1986 in die Denkmalliste eingetragen. Die überarbeitete Textfassung würdigt die Bedeutung und die Komplexität des zwischen 1927 und 1929 errichteten Gebäudes nun noch deutlicher. Die detaillierte Beschreibung des Denkmals sowie seine Einordnung in die Stadtgeschichte und den städtebaulichen Kontext schaffen eine fundierte wissenschaftliche Grundlage. Damit erhält die Denkmalbehörde eine verlässliche Orientierung für den Umgang mit Detailfragen im Hinblick auf eine zukünftige Nutzung und die damit verbundenen Veränderungen.

Die aktuellen Eintragungen belegen erneut, dass die Stadt Herne ein großes und gewachsenes Spektrum an architektonischer Qualität besitzt, das für die Zukunft erhalten und geschützt werden muss. Um den zeitgenössischen Gedanken der historischen Gebäude weiter zu tragen und diesen auch für kommende Generationen ablesbar zu erhalten, müssen zukünftige Veränderungen am und im Gebäude mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden.

Details der Meldungen
2017-04-26