Die Stadt Herne baut eine neue Hauptfeuer- und Rettungswache. Es wird ein funktional angeordneter Gebäudekomplex bestehend aus 4 verbundenen Bauteilen: Feuerwehrhaus Nord der Freiwilligen Feuerwehr, Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr, Rettungswache mit Desinfektionseinheit und ein Werkstatt-Logistik-Service-Gebäude mit Tankstelle.
Lage: Florianweg 2 (ehemals Werkshallenstraße) 44628 Herne, Stadtbezirk Sodingen
Meilensteine erreicht
Stadtrat hat am 20. Februar 2024 der Vergabe der Generalübernehmerleistungen zugestimmt
Der Zuschlag ist Anfang März 2024 erfolgt. Der Spatenstich hat am 23. April 2024 und die Grundsteinlegung am 6. November 2024 stattgefunden.
Stadtrat hat am 1. Juli 2025 der Vergabe der Generalübernehmerleistungen 2 (Leitstellentechnik) zugestimmt
Der Zuschlag ist direkt im Anschluss erteilt worden.
Flächen
- Bruttogrundfläche: circa 23.000 Quadratmeter, anteilig davon Fahrzeughallen überbaut circa 3.200 Quadratmeter, sowie 2000 Quadratmeter Fahrzeughallen nicht mit weiteren Geschossen überbaut
- Bruttogrundfläche Erdgeschoss: circa 10.100 Quadratmeter
- Brutto-Rauminhalt: circa 118.000 Kubikmeter
- Grundstücksfläche: circa 31.000 Quadratmeter (Grundstück Hauptfeuer- und Rettungswache circa 28.000 Quadratmeter zuzüglich Bearbeitungsfläche)
- Außen- und Freiflächen: circa 9.000 Quadratmeter für Alarmhof, Übungsfläche mit Übungsturm - Höhe circa 22 Meter, Sportfeld, Parkplätze, Tankstelle
- Parken: 30 Stellplätze, sogenannte "Alarmparker" der Freiwilligen Feuerwehr, circa 80 Stellplätze für Mitarbeitende, 7 Stellplätze für Besuchende, überdachte Fahrradabstellflächen
- Fläche Gründach: circa 9.200 Quadratmeter (ohne Flächen für Technik, Terrassen, et cetera), davon circa 5.700 Quadratmeter Photovoltaik
Weitere Informationen
- Geschossigkeit:
- Feuerwehrhaus Nord: Erdgeschoss, 1. Obergeschoss
- Rettungswache: Erdgeschoss, 1. bis 2. Obergeschoss
- Hauptfeuerwache Berufsfeuerwehr: Erdgeschoss, 1. bis 4. Obergeschoss
- Werkstatt-Logistik-Service-Gebäude: Erdgeschoss, 1. Obergeschoss Unterkellerung nur für einen Anteil der Haustechnik: circa 220 Quadratmeter Bruttogrundfläche
- An der Funktionalität ausgerichtet Gebäudestruktur. Konstruktion in Stahlbeton
- Stellplätze Dienstfahrzeuge der Feuerwehr: 73 Stück in 10 Fahrzeughallen plus 5 weitere unter anderem Waschhalle, Desinfektionshalle
- Werkstätten: unter anderem KFZ-, Atemschutz-, Funk-, Hydraulik-, Mechanik- und Elektro-Werkstatt, Schlauchpflege, sowie Atemschutzübungsstrecke
- Büros: circa 110 Stück
- Ruheräume: circa 55 Stück
- Mehrzweckhalle mit Nebenräumen: circa 600 Quadratmeter
- Leitstelle (circa 1.500 Quadratmeter Bruttogrundfläche) mit zugehörigen Nebenräumen und Funktionen
- Das Gebäude wird in den öffentlich zugänglichen Bereichen nach DIN 18040 barrierefrei geplant.
Leitstelle
Technisch auf dem neuesten Stand befindliche Leitstelle mit einer ergonomischen Arbeitsumgebung für die Mitarbeitenden.
Technische Daten
- Nahwärme: umweltschonender Energieansatz durch Nahwärmenutzung mit sehr gutem Primärenergieansatz
- Kombination aus Ziegelfassade und leichter vorgehängter Fassade
- Betonkernaktivierung
- BIM-Projekt in 3D-Planung
- Die Ausschreibung erfolgt auf Basis einer funktionalen Leistungsbeschreibung mit Leitdetails und BIM-Modell.
Umweltfakten
Das Projekt wird ressourcenschonend umgesetzt:
- Rückbau bestehender Gebäude und Nutzung des vor Ort erzeugten RC-Schotters
- BEG 40 Standard, dgnb-silber-Zertifizierung angestrebt
- Regenwasserabkopplung, teilweise Nutzung von Regenwasser, kleinere Versickerungsflächen, Rückstaukanäle für 100jährige Starkregenereignisse ausgelegt
- Eigenstromnutzung über Photovoltaik-Anlagen
- E-Mobilität für kleine Dienstfahrzeuge und Privat-PKW
- Nutzung von langlebigen und ortstypischen Materialien
- Gründächer (extensiv) und begrünte Fassaden
- Einbindung des umgebenden Grünsaums, Ergänzung durch heimische Gehölze
- rund 150 Baumersatzpflanzungen sind bereits im 1. Halbjahr 2024 in der Umgebung erfolgt – weitere 80 erfolgen 2026 auf dem Grundstück.
Fördermittel
- Das Projekt wurde für die DGNB-Zertifizierung angemeldet. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen ist ein weltweit anerkanntes System zur Bewertung und Auszeichnung nachhaltiger Gebäude und Quartiere. Ziel ist die Förderung von Gebäuden, die ökologisch, ökonomisch und sozial ausgewogen sind und eine hohe Qualität über ihre ganze Lebensdauer aufweisen.
- Progres.NRW ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und fördert:
- die Photovoltaik-Dachanlage
- die Ladeinfrastruktur E-Mobilität
- Nahwärme
- Der klimaangepasste Neubau und sein Wassermanagement erhalten Fördermittel durch KRiS. KRiS steht für „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ und ist ein Förderprogramm des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW unter Beteiligung der jeweiligen Wasserwirtschaftsverbände. Der Förderzuschuss des Landes wird von der Emschergegnossenschaft/Lippeverband (eglv) aufgestockt.
- Die Errichtung von Fahrradabstellanlagen wird gefördert von der Zukunft – Umwelt –Gesellschaft (ZUG) gGmbH, einer Bundesgesellschaft, die im Auftrag unter anderem des Bundesumweltministeriums Förderprogramme entwickelt und betreut.
Zeitplanung
Baugenehmigung liegt vor.
Beauftragung Generalübernehmer ist im März 2024 erfolgt.
Beauftragung Generalübernehmer 2 - Leitstellentechnik ist im Juli 2025 erfolgt.
Inbetriebnahme: 2027
Projekt-Protagonisten
Projektgruppe Hauptfeuer- und Rettungswache der Stadt Herne:
Christian Keller (HSM), Johannes Oude-Steege (Fachbereich 33 Feuerwehr), Kerstin Petermann (Fachbereich 26 Gebäudemanagement)
Vertretung der Stadt Herne als Bauherrin
Projektsteuerung:
Ingérop Deutschland GmbH, Niederlassung Essen, Girardetstraße 6, 45131 Essen
breite Palette an Dienstleistungen, unter anderem Projektmanagement und Beratung in allen Bausektoren
Generalplanung:
agn Niederberghaus & Partner GmbH, Groner Allee 100, 49479 Ibbenbüren
Architektur- und Ingenieurunternehmen mit über 70 Jahren Erfahrung und mehr als 30 Fachdisziplinen durch interdisziplinäre Planungsteams im eigenen Haus.
Generalübernehmer (GÜ 1):
MBN Bau GmbH, Max-Planck-Straße 17, 40699 Erkrath
Tätigkeitsfeld: Gebäudekomplex bis auf Leitstellentechnik
Generalübernehmer (GÜ 2):
Frequentis Deutschland GmbH, Ohmstraße 12, 63225 Langen
Tätigkeitsbereich: Leitstellentechnik
Weitere Unterlagen
Luftbild zur Lage des Grundstücks (PDF, 658 KB)
Projekttafel (PDF, 1.382 KB)
Überblick der Bauteile (PDF, 509 KB)