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Was kann ich tun?

Um im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben, kann jeder durch einfache Vorsorge viel zu seiner Sicherheit beitragen. Dazu gehört ein Vorrat an haltbaren Lebensmitteln und Trinkwasser sowie wichtige Medikamente und persönliche Bedarfsartikel. Ebenso sinnvoll ist eine Grundausstattung mit Taschenlampen, Batterien, einem Erste-Hilfe-Set und einem batteriebetriebenen Radio, um unabhängig von Strom informiert zu bleiben. Wichtige Dokumente sollten in Kopie sicher aufbewahrt und digitale Daten zusätzlich gesichert werden. Auch etwas Bargeld ist ratsam, falls elektronische Zahlungen ausfallen. Zudem erhöhen feste Absprachen mit Familienmitgliedern, Kenntnisse in Erster Hilfe und ein gutes nachbarschaftliches Miteinander die eigene Sicherheit.

Wer diese Vorsorgemaßnahmen trifft, bleibt im Ernstfall ruhiger und kann sowohl sich selbst als auch anderen effektiv helfen. Hier finden Sie druckbereit eine kompakte Checkliste mit Vorsorgemaßnahmen (PDF, 50 KB) . Für weitere Informationen verweist das KKM auf die Website des Bundesamtes für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz .

Bild Adobe Stock

Blackout

Wenn der Strom ausfällt, bleibt die Heizung kalt und es gibt kein fließendes Wasser mehr. Der Kühlschrank und andere elektrische Geräte funktionieren nicht mehr. Kühl- und Gefriergeräte sollten nach Möglichkeit geschlossen bleiben, damit die Kälte nicht entweicht und Lebensmittel länger frisch bleiben. In der Regel halten sich Produkte im Kühlschrank etwa sechs Stunden und in einer Gefriertruhe bis zu 48 Stunden. Danach sollten verdorbene Lebensmittel entfernt werden, um Verunreinigungen zu vermeiden.

Bleibt auch die Heizung ohne Strom aus, können Decken und warme Kleidung übergangsweise für Wärme sorgen. Wer einen Kamin oder Ofen besitzt, sollte ausreichend Holz, Kohle oder Briketts im Haus haben. Bei gasbetriebenen Heizquellen sind die Sicherheitsvorkehrungen wie Sauerstoff- und Zündsicherung unbedingt einzuhalten. Energiesparend ist es, nur einen Raum zu beheizen und dort gemeinsam zu bleiben. Wird mit Kerzen für Licht oder zusätzliche Wärme gesorgt, muss regelmäßig gelüftet und die Brandgefahr beachtet werden.

Damit Kommunikationsmittel im Notfall einsatzbereit sind, empfiehlt es sich, stets geladene Akkus und Powerbanks bereitzuhalten. Außerdem ist es wichtig, elektrische Geräte, die zuvor eingeschaltet waren, auszuschalten. So wird verhindert, dass das Stromnetz beim Wiedereinschalten überlastet wird. Für mehr Informationen zum Thema weisen wir auf die Website des Bundesamtes für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz zu Stromausfall hin.

Hochwasser

Hochwasser tritt immer häufiger und heftiger auf. Die Fluten können Gebäude, Straßen und Dämme beschädigen oder unterspülen. Mitgerissenes Treibgut sowie ausgelaufenes Heizöl stellen zusätzliche Gefahren dar. Auch verschmutzter Schlamm, Fäkalien und Chemikalien belasten Umwelt und Gesundheit, da kontaminiertes Wasser Krankheitserreger verbreitet. Zudem kann Hochwasser die Versorgung mit Wasser, Gas, Strom und Kommunikation erheblich stören.

Im Falle eines drohenden Hochwassers sollten Sie die aktuellen lokalen Wettermeldungen und Hochwasserwarnungen verfolgen. Verlassen Sie gefährdete Gewässer- und Uferbereiche. Wenn Ihr Haus von eindringendem Wasser bedroht ist, schalten Sie rechtzeitig den Strom in den betroffenen Bereichen ab und stellen Sie sich darauf ein, das Gebäude zu verlassen. Bringen Sie Kinder, ältere Menschen und andere Hilfsbedürftige in Sicherheit. Betreten Sie weder überflutete Räume oder überschwemmte Straßen, da hier besondere Gefahren bestehen. Für mehr Informationen zum Thema weisen wir auf die Website des Bundesamtes für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz zu Hochwasser hin und auf die Starkregenkarte der Stadt Herne .

Extremwetterlagen

Unwetter

Stürme bergen erhebliche Gefahren durch lose Bauteile, Dachpfannen, Trümmer und umstürzende Bäume. Wird ein Sturm angekündigt, ist es wichtig, sich über Wetterwarnungen zu informieren und rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen. Dazu gehören das Schließen von Fenstern und Türen, das Sichern loser Gegenstände im Außenbereich sowie das Meiden gefährdeter Orte. Am sichersten ist der Aufenthalt in stabilen Gebäuden; Zelte oder Wohnwagen bieten keinen ausreichenden Schutz. Räume direkt unter dem Dach sowie solche, die durch umstürzende Bäume gefährdet sein könnten, sollten gemieden werden. Fahrzeuge sollten möglichst in Garagen oder fern von Bäumen und Gebäuden abgestellt werden. Da Stromausfälle möglich sind, ist es sinnvoll, entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Für mehr Informationen zum Thema weisen wir auf die Website des Bundesamtes für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz zu Unwettern hin.

Extreme Wärme

Die Hitzebelastung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, besonders in dicht bebauten Innenstädten, wo sich sogenannte Wärmeinseln bilden. Längere Hitzeperioden belasten den Körper stark und können zu Dehydrierung, Kreislaufproblemen, Hitzschlag oder Hautschäden durch Sonneneinstrahlung führen. Auch Umwelt und Infrastruktur sind betroffen, etwa durch Waldbrände, Dürren oder Hitzeschäden.

Um gesundheitliche Risiken zu verringern, sollten Bürgerinnen und Bürger auf leichte Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutz achten, die Mittagssonne meiden, körperliche Anstrengung reduzieren, sich in kühlen Räumen aufhalten und ausreichend Wasser trinken. Besonders gefährdet sind Babys, Kleinkinder, ältere oder vorerkrankte Menschen sowie Wohnungslose. Auch Tiere leiden unter Hitze und benötigen Schutz. Ein umsichtiges Verhalten hilft allen, die heißen Tage besser zu überstehen. Für mehr Informationen zum Thema weisen wir auf die Website des Bundesamtes für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz zu Hitze hin.

Freisetzung von Gefahrenstoffen

In einer modernen Industriegesellschaft kann es trotz hoher Sicherheitsstandards jederzeit zu Unfällen mit Gefahrstoffen kommen, etwa bei Transporten, Bränden in Fabriken oder in Lagern mit chemischen Produkten. Diese Stoffe werden unter dem Begriff CBRN-Gefahrstoffe zusammengefasst und umfassen chemische, biologische, radiologische und nukleare Substanzen. Da sie in gasförmiger, flüssiger, fester oder aerosolartiger Form auftreten können und ihre Gefährlichkeit für Laien meist nicht erkennbar ist, muss eine Freisetzung umgehend über die Notrufnummer 112 gemeldet werden.

„Im Ernstfall gilt es, den Anweisungen von Einsatzkräften und Lautsprecherdurchsagen zu folgen und zusätzlich Radio, Fernsehen oder Internet als Informationsquellen zu nutzen. Der Aufenthalt im Gebäude bietet den besten Schutz. Türen und Fenster sind geschlossen zu halten, ebenso Ventilatoren, Klimaanlagen und Lüftungsschlitze. Besonders geeignet sind Innenräume ohne Außenfenster. Unnötiger Sauerstoffverbrauch, etwa durch Kerzen, sollte vermieden werden, und Telefonate sind auf Notfälle zu beschränken. Andere Hausbewohnerinnen und - bewohner sollten informiert und gefährdete Personen gegebenenfalls aufgenommen werden.

Dringen Gefahrstoffe ein, helfen Atemschutzgeräte oder improvisierte Mund-Nasen- Bedeckungen wie OP-Masken oder Tücher. Wer im Freien überrascht wird, sollte sich quer zur Windrichtung bewegen, den Atem möglichst filtern und rasch ein geschlossenes Gebäude aufsuchen. Bei einer Kontamination empfiehlt es sich, beim Betreten des Hauses Oberbekleidung und Schuhe abzulegen, diese in Plastiktüten zu verpacken und draußen zu lagern. Anschließend sind gründliches Händewaschen sowie die Reinigung von Gesicht, Haaren, Nase und Ohren wichtig.

Auch im Auto gilt: Fenster und Türen geschlossen halten, Lüftung und Klimaanlage ausschalten und das Radio einschalten, um Anweisungen der Einsatzkräfte zu verfolgen. Wenn möglich, sollte das nächste geschlossene Gebäude aufgesucht werden, um dort Schutz zu finden.

CBRN-Gefahrstoffe beim Bundesamt für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz

2025-09-09