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Parkanlage Bergelmanns Hof

Die Parkanlage am Bergelmanns Hof liegt in zentraler Lage der Herner Innenstadt in unmittelbarer Nähe zum Rathaus und umfasst insgesamt circa 28.000 Quadratmeter. Sie ist geprägt von einem umfassenden und erhaltenswerten Baumbestand in gutem Zustand. In ihrer aktuellen Ausgestaltung bietet die Parkanlage jedoch eine geringe Aufenthaltsqualität und kann ihr Potenzial als größte innerstädtische Grünfläche nicht annähernd entfalten. Daher soll sie in den kommenden Jahren im Rahmen des Stadtumbaus Herne-Mitte umgestaltet und deutlich aufgewertet werden.

Vor dem Hintergrund der zentralen Lage und besonderen Bedeutung der Maßnahme wurde ein freiraumplanerisches Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Mit dem 1. Preis wurde am 13. März 2023 durch das Preisgericht der Entwurf von bbz Landschaftsarchitekten, Berlin ausgezeichnet.

Der Siegerentwurf entwickelt die Grünfläche zu einem klimagerechten Stadtpark mit Aufenthalts- und Begegnungsflächen für unterschiedliche Alters- und Nutzergruppen. Wesentliches Element des Entwurfes ist ein zentraler Rundweg, der drei unterschiedliche Nutzungsbereiche miteinander verbindet und komplett barrierefrei ausgebaut wird. Die Straße am Bergelmanns Hof wird in ihrer Breite reduziert und bleibt als wichtige Rad- und Fußwegeverbindung erhalten, die trennende Wirkung der beiden Parkbereiche wird hierdurch aufgehoben.

Zu den in der Zeit vom 28. März 2023 bis zum 21. April 2023 öffentlich ausgelegten Entwürfen des Wettbewerbs sind keine Anmerkungen oder Bedenken der Herner Bürger*innen eingegangen. Darüber hinaus hat das Stadtumbaubüro Herne-Mitte an zwei Terminen Beteiligungsveranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt.

Fördermittel für die umfassende Umgestaltung der Parkanlage wurden durch das Land Nordrhein-Westfalen bewilligt. Mit einem Baubeginn ist im Jahr 2025 zu rechnen.

Zur Broschüre (PDF, 234.574 KB)

Mit dem Rathausgarten, der Spielelandschaft und dem ehemaligen Friedhof als Ort der Ruhe gelingt den Verfasser*innen eine sehr gute Aufteilung der Parkanlage in drei Nutzungsbereiche. Im Bereich des Rathausgartens werden die vorhandenen, wertvollen Bäume freigestellt und der Ort dann durch Stauden und Rosenpflanzungen aufgewertet. Die unterschiedlichen Spielflächen sind in Bezug auf die Altersgruppen folgerichtig an das Wegenetz angeschlossen und lassen eine gute Interaktion untereinander zu. Die Größe der Spielflächen und die Skateanlage sind allerdings kritisch zu hinterfragen. Sie sind im Vergleich zu den Flächenvorgaben der Auslobung deutlich zu groß. Ebenso könnten die Betonsitzelemente kleiner dimensioniert werden. Die Beläge der Spielflächen sollten nicht zu einer Vollversiegelung führen.

Der behutsame und respektvolle Umgang mit dem ehemaligen Friedhofsbereich und die Stärkung seiner schon bestehenden Potentiale wird von der Jury ausdrücklich begrüßt. Gräber und Grabmale werden durch die Gestaltung besonders betont. Auch der Einsatz unterschiedlicher Vegetations- strukturen mit Landschaftsrasen und unterschiedlich gemähten Wiesenflächen ist positiv zu bewerten und verspricht sowohl funktional wie ökologisch viele Möglichkeiten. Leider wird die Situation durch die zu kleine Darstellung der Baumkronen grafisch nur unzureichend wiedergegeben. Folgerichtig wird das Wegesystem im südlichen Parkbereich erhalten und in den nördlichen Bereich weitergeführt. So entsteht ein Rundweg, der den südwestlichen Teil des Friedhofs mit der nördlichen Parkanlage verbindet. Dabei wird die Parallelführung zum Westring kritisch gesehen. Bei der Wegeverbindung in Ost-West-Richtung gelingt es, sowohl die bestehende prägende Baumallee als auch die Topographie des Geländes zu berücksichtigen. Die Breite von nur 3 m für den Hauptweg wird allerdings kritisch gesehen. Die vorgeschlagenen Wegebeläge aus Possehl-Asphalt und wassergebundenen Flächen sind stimmig.

Die Fläche zwischen Rathaus und Amtsgericht entwickeln die Planer*innen als Entreeplatz für die Parkanlage. Dies ist im Sinne der stadträumlichen Verbindung zum Friedrich-Ebert-Platz und zu den dort künftig angesiedelten Nutzungen ein sinnvoller und zukunftsweisender Beitrag, obwohl der Bereich außerhalb des Plangebiets liegt. Gleiches trifft auf die Retentionsfläche im Westen des Plangebiets zu.

Zusammenfassend wirkt das Gesamtbild des neuen Parks schlüssig und verbindet die Identität des Ortes auf angenehm selbstverständliche Weise mit den gewünschten zeitgemäßen Funktionen und freiräumlichen Bezügen.

  • ©bbz Landschaftsarchitekten, Berlin
  • ©bbz Landschaftsarchitekten, Berlin
2024-10-09